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In ganz Österreich laufen derzeit die Erhebungsarbeiten zu den Roten Listen der Gefäßpflanzen auf Hochtouren. Mehr als 50 % aller Pflanzenarten sind betroffen. Das sollte uns zu denken geben. Die Mitarbeiter der Universität Wien mit Luise Ehrendorfer-Schratt, Harald Niklfeld, Andreas Bohner, Christian Gilli und Michaela Sonnleitner setzten sich mit der Landesforschungsstelle Joanneum und der Karl-Franzens-Universität mit Christian Berg, Kurt Zernig, Gerhard Kniely, Christian Schröck, Stefan Weiss, Emanuel Trummer und Bernard Wieser in Graz zusammen und besprach die neuen Entwicklungen mit den regionalen Experten. Im Naturschutzzentrum in Andritz wurden die Botaniker zu einzelnen Arten befragt, bzw. konnten auch selbst Besprechungsarten einbringen. Für die Südoststeiermark, bzw. für den subillyrischen Großraum Österreichs fehlten noch verlässliche Daten aus den letzten beiden Jahrzehnten. weiterlesen »

 
18. Februar 2018

Das Team – Hans, Christof und Alois am Lader

Eine sehr wichtige Arbeit im Winter ist die Nistkastenreinigung bei den Blauracken-Bruthilfen. Hier sind unsere beiden Mitarbeiter Alois und Christoph, unterstützt von Johann Kaufmann aus Krusdorf, der jedes Jahr seinen Lader und seine Arbeitszeit gratis zur Verfügung stellt, zwei bis drei Tage im Einsatz. Verteilt auf das gesamte Brutgebiet stehen 110 Nisthilfen zur Verfügung, die neben den Blauracken von zahlreichen weiteren Arten in Anspruch genommen werden. weiterlesen »

14. Februar 2018

Großes Interesse an der Thematik in Detusch-Goritz im Gasthof Bader

Im Rahmen einer Naturparkakademie- Vortragsreihe fand in Deutsch-Goritz eine Diskussion zum Thema Fischotter zwischen Anglern und Naturschützern auf sehr sachliche Ebene statt. Wenn es um den Fischotter geht, dann wird von Seiten der Angler und Fischteichbesitzer schnell einmal polarisiert oder gleich ein Abschuss gefordert, so auch hier in Deutsch-Goritz. Beides hilft in der Sache nicht weiter, so der anerkannte Fischotterspezialist Andreas Kranz, der seit über 20 Jahren diesem Tier auf der Spur ist. Die Jäger würden sich sogar weigern, den Fischotter in die Liste jagdbaren Wildes aufzunehmen, weil damit auch finanzielle Verantwortung verbunden ist, außerdem steht das Tier noch immer unter striktem Naturschutz aufgrund der sensiblen Situation bei den Fliessgewässern.

Andreas Kranz – Fischotterspezialist

Der Fischotter ist aufgrund der zahlreichen Fisch- und Angelteichanlagen samt ihrem massiven Überbesatz an Fischen verhältnismäßig überproportional gefördert worden. Jetzt ist er in alle Räume der Steiermark zurückgekehrt. Ein Weibchen braucht zur Aufzucht in der vergleichsweise fischarmen Region Bruck an der Mur 60 Kilometer Fliessgewässer, ein Männchen 28 Kilometer. Bei uns in der Südoststeiermark ist das sicher in einem kürzeren Abschnitt möglich. Bei 560 Kilometer öffentlichen, d. h. fischtauglischen Fliessgewässern kann man selbst hochrechnen, wie viele Fischotterfamilen möglich sind. Eine Familie besteht neben den heurigen Jungtieren auch noch aus den älteren Jungtieren des vorigen Wurfes, die von der Feh (weibl. Fischotter) geduldet werden. Die Feh ist ganzjährig empfangsbereit, d. h. ein Abschuss der Jungtiere würde nicht viel bringen. Das es die Teichbesitzer trifft, steht außer Frage. Doch die einzige Möglichkeit sich diesem Problem zu nähern ist, Zäune an den Teichen zu errichten. Dazu gibt es sogar eine Förderung seitens des Landes.

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7. Februar 2018

Streuobstäpfel ohne Spritzmittel erzeugt sind gesund

Im Steirischen Vulkanland wachsen hochgerechnet ca. 100.000 Streuobstbäume, die nicht im Spalierbaumsystem der Intensivobstgärten stehen. Es werden an die 4000 Besitzer (nur 20 % der Bevölkerung inkl. nahe Verwandte) sein, die sich diesen Bestand teilen. In guten Obstjahren sind daher  150 Kilogramm im Schnitt an Ernte möglich, also 15 Mio Kilogramm oder 15000 Tonnen Streuobst. Daraus könnte man z. B.: 8 Mio Liter Saft erzeugen. Es gäbe aber auch die Alternativen Strudel, Kompott, Marmeladen, Dörrobst und ähnliches für den eigenen Haushalt zu produzieren und natürlich diverse alkoholische Getränke. Das Fallobst bleibt liegen und wird von den Tieren im Obstgarten genutzt. Die Vielfalt unserer Obstsorten ist hervorragend. Das ist auch für die Verteilung auf die unterschiedlichen Erntezeiten und Nutzungsmöglichkeiten ausschlaggebend. Die alten Sorten haben meist noch einen natürlichen höheren Säure- und Peroxydase gehalt, welche sich auf Lagerung und Haltbarkeit auswirken und außerdem gute Geschmacksträger sind. Das Bräunen des Fleisches ist jedoch bei den Konsumenten unbeliebt, daher wurden diese Eigenschaften in der Züchtung dezimiert und somit auch der Geschmack. Vielfach treten heute bei den modernen Sorten Unbekömmlichkeiten auf, die teilweise auf das Fehlen dieser wichtigen Grundsubstanzen zurück zu führen sind. Streuobst ist in der Regel ungespritzt und gesund, während die industriellen Anlagen häufig behandelt werden und sogar mit Herbiziden am Boden gearbeitet wird.

Christian Fitz und Stefan Tschiggerln beim Streuobstschnitt

Gut zwei Drittel der Streuobstbestände im steirischen Vulkanland leiden unter Mistelbefall oder sind durch mangelnde Hygiene beim Schnitt durch gefährliche Pilze, wie den Zottigen Schillerporling befallen. Auch der Hallimasch, der vor allem dann auftritt, wenn im Garten durch Mulchen zu lange eine Mahd und Auszehrung ausgespart wird, kann dem Bestand massive Verluste zufügen. Erkennbar sind in den alten Gärten die Pflanzungsinitiativen vor und wärend des 2. Weltkrieges. Nach dem Krieg in der Mitte der 50er Jahre kamen neue Sorten hinzu, vor 30 bis 35 Jahren gab es wieder einen regionalen Pflanzenschub. Der Generationenwechsel ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Gärten zwischenzeitlich nicht betreut werden. Nach einigen Jahren wächst das Interesse wieder, dach dann sind meist schon Pflegeprobleme vorhanden.

Vermistelung führt zum Absterben der Bäume und ist eine große Gefahr für die Nachbarbäume

Unser Verein bewirtschaftet 1200 Obstbäume und setzt jährlich über 100 Bäume nach. Alle Bäume erfordern natürlich ein hohes Maß an Pflege und Reinlichkeit. Die Arbeiten finden in den Wintermonaten statt, wo wir weniger ausgelastet sind. Wir holen uns immer öfter fachkundige Personen zu Rate, um unsere Kenntnisse zu verbessern. Diesmal kam Christian Fitz aus München für einige Tage zu Besuch um uns freiwillig in diesen Hygienefragen zu unterstützen und beim Baumschnitt zu helfen. Sein fachkundiges Wissen über die Pflege hat er aufgrund seines Berufes erworben. Er ist als Garten- und Landschaftsarchitekt direkt mit dem Auspflanzen und der Pflege von Garten- und Parkanlagen betraut und führt in München eine eigene Firma. Unsere Expertenzahl ist damit wieder gestiegen. Inzwischen hat sich mit Stefan Tschiggerl aus Halbenrain ein neuer Streuobstfachmann für unseren Verein gefunden, der zusammen mit Dr. Michael Suanjak, unseren Haus- und Hofpomologen aus Niederösterreich auch um die Erhaltung seltener und würdiger alter Sorten bemüht. Im alten Kollergarten in Wieden haben wir einige Kronprinzenbäume vom Ertragsschnitt- auf Streuobstformat geändert und nebenbei Hygienemaßnahmen durchgeführt. Hans Kern aus Oberraktisch wird am 17. März einen Streuobst-Schnittkurs im Naturschaugarten Stainz bei Straden durchführen. 

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5. Februar 2018

Das internationale Murschutzkomitee führt zum Weltfeuchtgebietstag jährlich die Ramsarwanderung durch. Der Mur- Drau- Donauverbund, der hier 700 Kilometer weit ab Spielfeld ungestaut vorliegt, wird auch als Amazonas Europa bezeichnet. Diese Strecke zählt zu den letzten 2 langen Verbundstrecken in Europa. Diesmal wurde das Murabwärts-liegende Stück des geplanten Murkaftwerks Hrastje Mota in Krog südlich von Murska Sobota bewandert. Menschen aus Slowenien, Kroatien, Ungarn und Österreich trafen sich an der Murfähre.

Ebenso dabei, der Bürgermeister von Murska Sobota, ‎Aleksander Jevšek, der um die Trinkwasserreserven für das Nordslowenische Goricko-Gebiet fürchtet und der Landwirtschaftsminister Dejan Zidan , der die Landwirtschaft durch das Projekt bedroht sieht. Immerhin werden die Grundwasser um über 1 Meter abgesenkt um mehr Strom zu erzeugen. Durch den Sedimentrückhalt wird die Mur auf 70 Kilometer rasant (in den nächsten 25 Jahren) eingesenkt, was natürlich auch die Rechte der Kroaten und Ungarn betrifft und etwa 15.000 ha Auwald vernichtet. Dort besteht schon seit längerer Zeit ein Biosphärengebiet, wo die Anrainerstaaten wirtschaftlichen Aufschwung im Tourismus zu Recht erwarten. 15 von 50 Fischarten werden nicht mehr auf österreichisches Terrain vordringen können, weil sie Fischaufstiege meiden und nur im großen Wasser schwimmen. Im Prinzip verlieren alle und das für unsichere und viel zu teure Wasserkraftwerke, die das halbe Jahr keinen Strom liefern können, weil zu wenig Wasser aus dem Gebirge kommt. weiterlesen »