Aktuelles aus der Kategorie 'Veranstaltungen'

Fischotter – eine Gefahr für andere Arten

14. Februar 2018

Großes Interesse an der Thematik in Detusch-Goritz im Gasthof Bader

Im Rahmen einer Naturparkakademie- Vortragsreihe fand in Deutsch-Goritz eine Diskussion zum Thema Fischotter zwischen Anglern und Naturschützern auf sehr sachliche Ebene statt. Wenn es um den Fischotter geht, dann wird von Seiten der Angler und Fischteichbesitzer schnell einmal polarisiert oder gleich ein Abschuss gefordert, so auch hier in Deutsch-Goritz. Beides hilft in der Sache nicht weiter, so der anerkannte Fischotterspezialist Andreas Kranz, der seit über 20 Jahren diesem Tier auf der Spur ist. Die Jäger würden sich sogar weigern, den Fischotter in die Liste jagdbaren Wildes aufzunehmen, weil damit auch finanzielle Verantwortung verbunden ist, außerdem steht das Tier noch immer unter striktem Naturschutz aufgrund der sensiblen Situation bei den Fliessgewässern.

Andreas Kranz – Fischotterspezialist

Der Fischotter ist aufgrund der zahlreichen Fisch- und Angelteichanlagen samt ihrem massiven Überbesatz an Fischen verhältnismäßig überproportional gefördert worden. Jetzt ist er in alle Räume der Steiermark zurückgekehrt. Ein Weibchen braucht zur Aufzucht in der vergleichsweise fischarmen Region Bruck an der Mur 60 Kilometer Fliessgewässer, ein Männchen 28 Kilometer. Bei uns in der Südoststeiermark ist das sicher in einem kürzeren Abschnitt möglich. Bei 560 Kilometer öffentlichen, d. h. fischtauglischen Fliessgewässern kann man selbst hochrechnen, wie viele Fischotterfamilen möglich sind. Eine Familie besteht neben den heurigen Jungtieren auch noch aus den älteren Jungtieren des vorigen Wurfes, die von der Feh (weibl. Fischotter) geduldet werden. Die Feh ist ganzjährig empfangsbereit, d. h. ein Abschuss der Jungtiere würde nicht viel bringen. Das es die Teichbesitzer trifft, steht außer Frage. Doch die einzige Möglichkeit sich diesem Problem zu nähern ist, Zäune an den Teichen zu errichten. Dazu gibt es sogar eine Förderung seitens des Landes.

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800 wandern gegen Murkraftwerk in Hrastje Mota

5. Februar 2018

Das internationale Murschutzkomitee führt zum Weltfeuchtgebietstag jährlich die Ramsarwanderung durch. Der Mur- Drau- Donauverbund, der hier 700 Kilometer weit ab Spielfeld ungestaut vorliegt, wird auch als Amazonas Europa bezeichnet. Diese Strecke zählt zu den letzten 2 langen Verbundstrecken in Europa. Diesmal wurde das Murabwärts-liegende Stück des geplanten Murkaftwerks Hrastje Mota in Krog südlich von Murska Sobota bewandert. Menschen aus Slowenien, Kroatien, Ungarn und Österreich trafen sich an der Murfähre.

Ebenso dabei, der Bürgermeister von Murska Sobota, ‎Aleksander Jevšek, der um die Trinkwasserreserven für das Nordslowenische Goricko-Gebiet fürchtet und der Landwirtschaftsminister Dejan Zidan , der die Landwirtschaft durch das Projekt bedroht sieht. Immerhin werden die Grundwasser um über 1 Meter abgesenkt um mehr Strom zu erzeugen. Durch den Sedimentrückhalt wird die Mur auf 70 Kilometer rasant (in den nächsten 25 Jahren) eingesenkt, was natürlich auch die Rechte der Kroaten und Ungarn betrifft und etwa 15.000 ha Auwald vernichtet. Dort besteht schon seit längerer Zeit ein Biosphärengebiet, wo die Anrainerstaaten wirtschaftlichen Aufschwung im Tourismus zu Recht erwarten. 15 von 50 Fischarten werden nicht mehr auf österreichisches Terrain vordringen können, weil sie Fischaufstiege meiden und nur im großen Wasser schwimmen. Im Prinzip verlieren alle und das für unsichere und viel zu teure Wasserkraftwerke, die das halbe Jahr keinen Strom liefern können, weil zu wenig Wasser aus dem Gebirge kommt. Den ganzen Beitrag lesen »

Mitgliederversammlung

28. Januar 2018

Ein voller Saal in der Puxamühle zeigt das Interesse der Bevölkerung

Bei der heurigen Mitgliederversammlung in der Puxamühle konnten wir uns über einen vollen Saal freuen. Dies ist umso erfreulicher, weil auch die politischen Vertreter gesehen haben, wie hoch das regionale Interesse an der Arbeit des Blaurackenvereines ist. Nach dem Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder hält Geschäftsführer Mag. Bernard Wieser einen Vortrag über das Vereinsjahr 2017 mit all seinen Artenschutzaktivitäten, Betriebsaufgaben, Öffentlichkeitsmaßnahmen und Forschungsaufgaben. Wir haben die Menschen nicht mehr gezählt, die an unseren Veranstaltungen teilgenommen haben, das Jahr 2017 war allerdings ein Spitzenjahr und das Interesse der Bevölkerung am Schutz der Natur steigt von Jahr zu Jahr. Den ganzen Beitrag lesen »

Himmlisch urlauben – eine Kooperation

20. Januar 2018

Kulturlandschaft rund um Tieschen

Eine Kooperative zwischen der Diözöse Graz-Seckau und dem Blaurackenverein LEiV besteht schon seit einigen Jahren. Resultat ist der Schutz von Fledermäusen in den heimischen Kirchen und Pfarrhäusern. Nun hat Geschäftsführerin Lidija Vindis-Roesler Biologen aus der Region gebeten, ein Programm für die Gäste der zu Pensionen umfunktionierten Pfarrhäuser zu entwickeln. In Tieschen und Söchau, sowie in zwei weiteren steirischen Orten gibt es die Möglichkeit in den kirchlichen Einrichtungen einen friedlichen Urlaub zu verbringen, also himmlisch zu urlauben, dies in Apartments mit Himmelbetten. Mit einer Wanderung rund um den Königsberg unter den Namen „Vom Leben auf dem Kochtopfdeckel“ wird Mag. Bernard Wieser diesen Gäste von den Menschen hier und ihrer Beziehung zum Vulkanismus erzählen und ihnen wichtige Schauplätze am Königsberg zeigen. Den ganzen Beitrag lesen »

Murwanderung

7. Januar 2018

Warum werden die Anliegen der Naturschützer von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen? Der Grund liegt in der medialen Berichterstattung. Wenn es darum geht, Argumente für die Natürlichkeit von Lebensräumen den wirtschaftlichen Überlegungen voranzustellen, wird meistens nur über Personen berichtet, die sich profilieren wollen und nicht über die Sachlage selbst, zumindest zeigt sich dass in über 90% der Artikel über heimische Kraftwerksprojekte. Lippenbekenntnisse der Politik zum Stopp des Artenverlustes seit 2 Jahren stehen nun wieder neuen Bestrebungen entgegen, die restlichen 5 % Fließwasserstrecken ebenfalls noch zu verbauen und dabei handelt es sich fast ausschließlich um rechtliche Naturschutzgebiete.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich noch immer lokale Politiker der Tragweite ihrer Aussagen nicht bewußt sind, wenn sie auch nur einen Spalt offen lassen für die Lobbiisten der Wasserkraftwerke. Wenn sich im Murtal ein Bürgermeister mit den gesunkene Grundwasserständen einen Ausbau der Wasserkraft zur Hebung dieser wünscht, dann hat er seine Hausaufgaben leider noch immer nicht gemacht. Seit Jahrzehnten finden Gewässerenquetten statt, die auf die Funktionalität der Gewässer hinweisen, auf die Vorteile der offenen Fliessstrecken für Grundwasser, Wald- und Landwirtschaft und natürlich für das ökologische Gleichgewicht und das Kleinklima.

In Slowenien, ab Trate gab es nun wiederholt eine Wanderung der Murschützer mit einer groß angelegten Informationsoffensive für die Bürger, die Medien und die Lokalpolitiker. Über 300 Wanderer kamen trotz weicher Bodenbedingungen in die Au und blieben bis lange in den Nachmittag hinein in Sladki Vrh um den Kommentaren der Ökologen und Bürgermeister zu lauschen. Das Resumee, in Slowenien ist man sich der Sachlage bewußt, in Österreich leider noch immer nicht. Den ganzen Beitrag lesen »