Aktuelles aus der Kategorie 'Forschung'

Blaurackentagung in Ungarn – Kezkemet – 1. Tag

23. Januar 2017

80 Experten aus ganz Europa und Teilen Afrikas trafen sich zu den Vorbereitungsarbeiten für den Blauracken-Aktionsplan 2020 in Kezkemet. Der erste Tag galt der Übersicht über die Brutpopulationen in Europa, wobei deutlich wurde, dass die Erhebungsarbeiten in einigen europäischen Ländern noch nicht gänzlich durchgeführt wurden und noch nicht restliche Klarheit herrscht über den Bestandsrückgang. Im Westen hat Portugal seine nördlichen Brutgebiete zur Gänze eingebüßt. Das Vorkommen von ca. 100 Brutpaaren hat sich im Süden gehalten. Spanien bestätigt 6500 Brutpaare und damit den Löwenanteil der westlichen Population. Frankreich hält bei 1300 Brutpaaren vor allem an der Südküste in Mittelmeernähe. Den ganzen Beitrag lesen »

Mitgliederversammlung

16. Januar 2017
Mitgliederversammlung in der Puxamühle

Mitgliederversammlung in der Puxamühle

Den Schwerpunkt der heurigen Mitgliederversammlung in Hof bei Straden bildete der Jahresrückblick auf 2016. Die abgehaltenen Aktionen, Forschungsarbeiten und Veranstaltungen haben viele Menschen in der Region angesprochen, Freiwillige eingebunden und dadurch konnte wieder viel Arbeit für den Naturschutz im Vulkanland geleistet werden. Der Großteil der Veranstaltungen fand in den NATURA2000 Gebieten Südoststeirisches Hügelland und Grenzmur statt. Aber auch hinter den Kulissen wurde Großartiges von den Beschäftigten des Vereines geleistet. So war das Jahr 2016 sehr fruchtbar und sogar die Hangwiesen mußten zweimal gemähd werden um den Aufwuchs zu heuen und zu entfernen. Das Wiesenmonitoring auf den Vereinsflächen brachte 1600 Arten, davon allein 500 Pflanzenarten mit äußerst attraktiven Vertretern wie Geschäftsführer Mag. Bernard Wieser zeigen konnte. Wir haben eine wertvolle Umwelt war die Botschaft an die Gäste. Gekommen waren Landtagsabgeordneter und Vulkanland-Vizeobmann Franz Fartek, Stradens Bürgermeister Gerhard Konrad, Berg- und Naturwacht-Einsatzleiter Anton Edler, Lebenshilfe-Leiterin von Straden Roßwitha Dreisiebner, Alpenvereinsobmann von Mureck Hans Körtveljesi und viel andere. Vorgestellt wurde Franz Knittelfelder, der seit langer Zeit im Bezirk und darüber hinaus für das Schwalbennest-Projekt und das Wiedehopf-Nistkasten-Projekt verantwortlich ist und ein Kaniddat für den heurigen erstmalig zu vergebenen Artenschutzpreis des Vereines L.E.i.V. im Rahmen der ARTE NOAH – Tierschutzpreisverleihung am 3. März in der Bezirkshauptstadt Feldbach sein wird. Für das Jahr 2017 gibt es zwei Schwerpunkte: Das NATURA2000 – Zentrum in Stainz bei Straden und die NATURA2000 Schule im Bezirk Südoststeiermark. Die beiden Projekte wurden erstmals der Mitgliederversammlung vorgestellt. Karoline Kreimer-Hartmann und Georg Derbuch haben Exkursionen in Planung. 5 Akademiker werden mit den Schülern in die Tiefen der Natur eintauchen und für mehr Verständnis für die Natur sorgen. Die NATURA2000 Schule soll auch auf die Geologie ausgeweitet werden. Ein dementsprechendes Projekt ist in Vorbereitung. Der Kassabericht und die Rechnungprüfung stellen dem Team von Geschäftsführer Bernard Wieser und Sekretärin Isabella Wieser wieder ein gutes Zeugnis aus. Die nächsten zwei Jahre sind über verschiedene Förderungen und die Eigenleistungen des Vereines gesichert. Bürgermeister Gerhard Konrad gab ein Zeichen für die Unterstützung des NATURA2000 Zentrums durch die Gemeinde Straden ab und Landtagsabgeordneter Franz Fartek lobte die Arbeit des Vereines und die informative Vereinszeitschrift Blohkrah. Er stellte die Intitiativen des Vereines L.E.i.V. für die Region als wichtig dar und die Unterstützung des Vulkanlandes als gewiss. Den ganzen Beitrag lesen »

World-Water-Day 2017 – Vorbegehung der Ramsarwanderstrecke

15. Dezember 2016

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Zahlreiche Altarme durchziehen das Talgebiet der Mur bei St. Martin in Kroatien. Lebensräume, die hier nicht nur von den Tieren, sondern auch von den Einheimischen genutzt werden. Und noch ist diese Nutzung im Einklang mit der Natur. Das soll auch so bleiben, dafür wurde ein Naturpark in der Gespannschaft Medjimuri eingerichtet, der das gesamte Murtal mit seinen Wäldern und Altarmen auf über 70 Kilometer Länge umfasst. Seit einigen Jahren ist man auch dem Biosphären-Gebietsystem beigetreten. Die eingesetzten Naturparkranger passen auf den Fluss auf und begleiten die Menschen durch die Auen. Das Internationale Murschutzkomitee hat beschlossen, in diesem Gebiet den nächsten Ramsar-Wandertag zu veranstalten. Unter kroatischer Organisation und mit Mithilfe aus Slowenien und Österreich sollen wieder 500 bis 1000 Menschen am 29. Jänner 2017 hier um die Altarme und entlang der Mur wandern und versorgt werden. Dies als Zeichen für einen wertvollen unverbauten Fluss, der alle seine Funktionen erfüllt und Leben spendet. Über 50 Fischarten, 100 Vogelarten, 1000 Pflanzenarten und vieles mehr sind hier beheimatet. Der Biber darf hier seine Bäume fällen, der Fischotter seine Fische erbeuten, ohne Konflikte, denn in einem intakten Fluss ist genug für alle da. Wer mitfahren möchte: Es wird ein Bus ab Feldbach über Halbenrain und Radkersburg nach St. martin fahren. Anmeldung unter 0664-4658118. Den ganzen Beitrag lesen »

Trüffelzeit

11. Dezember 2016

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Sie sind schwer zu finden, die unterirdisch wachsenden Trüffel, für die meisten Menschen nicht zugängig, weil unser Geruchsinn schon zu sehr verkümmert ist. Vielmehr müßte man von den Trüffeln als Artengruppe sprechen, die auf mehrere Gattungen aufgeteilt sind. Sie sind Mykorrhizapilze und brauchen einen Partner. In unserer Gegend sind es meist Laubgehölze. Doch einige Arten kommen auch bei den Nadelbäumen oder bei Gräsern und Kräutern vor. Die Fichtenpartner bevorzugen höher liegende Areale, was auch auf die ursprüngliche Verbreitung der Fichte hinweist. Das Auftreten der Trüffel zieht sich vom Hochsommer bis in den Jänner. Die Sommertrüffel (Tuber aestivum) dürfte die häufigste essbare Art in Österreich sein. Seltener ist die Wintertrüffel (Tuber brumale) und deshalb in den südlichen Ländern, wo diese Pilze auch gehandelt werden, teurer. Bis zu € 16.000 für eine Knolle wurde schon gezahlt für die Weiße Trüffel (Tuber magnatum), die in Istrien vorkommt. So lange die Trüffel hart in ihrer Konsistenz ist, ist sie noch essbar. Man sieht dann noch die weißen Linien im Schnitt, die im Alter verschwinden. Der Fruchtkörper hat meist eine Einkerbung an seiner Basis. Den ganzen Beitrag lesen »

Wohnbausanierung im Blaurackenland

17. November 2016

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Die kalten Tage der letzten Woche waren ideal um ins Gelände zu fahren und die Nistkästen der Blauracken mit unserem Traktorlift zu erreichen.

Nach den letzten Niederschlägen ist das Wasser nicht mehr versickert und nun gefrohren

Nach den letzten Niederschlägen ist das Wasser nicht mehr versickert und nun gefrohren

Alois Absenger und die Mannschaft haben schon im Morgengrauen bei minus 7 °C mit dem Reinigen der Nistkästen begonnen. Den ganzen Beitrag lesen »