Aktuelles aus der Kategorie 'Forschung'

Nistkasten-Reinigung

18. Februar 2018

Das Team – Hans, Christof und Alois am Lader

Eine sehr wichtige Arbeit im Winter ist die Nistkastenreinigung bei den Blauracken-Bruthilfen. Hier sind unsere beiden Mitarbeiter Alois und Christoph, unterstützt von Johann Kaufmann aus Krusdorf, der jedes Jahr seinen Lader und seine Arbeitszeit gratis zur Verfügung stellt, zwei bis drei Tage im Einsatz. Verteilt auf das gesamte Brutgebiet stehen 110 Nisthilfen zur Verfügung, die neben den Blauracken von zahlreichen weiteren Arten in Anspruch genommen werden. Den ganzen Beitrag lesen »

Fischotter – eine Gefahr für andere Arten

14. Februar 2018

Großes Interesse an der Thematik in Detusch-Goritz im Gasthof Bader

Im Rahmen einer Naturparkakademie- Vortragsreihe fand in Deutsch-Goritz eine Diskussion zum Thema Fischotter zwischen Anglern und Naturschützern auf sehr sachliche Ebene statt. Wenn es um den Fischotter geht, dann wird von Seiten der Angler und Fischteichbesitzer schnell einmal polarisiert oder gleich ein Abschuss gefordert, so auch hier in Deutsch-Goritz. Beides hilft in der Sache nicht weiter, so der anerkannte Fischotterspezialist Andreas Kranz, der seit über 20 Jahren diesem Tier auf der Spur ist. Die Jäger würden sich sogar weigern, den Fischotter in die Liste jagdbaren Wildes aufzunehmen, weil damit auch finanzielle Verantwortung verbunden ist, außerdem steht das Tier noch immer unter striktem Naturschutz aufgrund der sensiblen Situation bei den Fliessgewässern.

Andreas Kranz – Fischotterspezialist

Der Fischotter ist aufgrund der zahlreichen Fisch- und Angelteichanlagen samt ihrem massiven Überbesatz an Fischen verhältnismäßig überproportional gefördert worden. Jetzt ist er in alle Räume der Steiermark zurückgekehrt. Ein Weibchen braucht zur Aufzucht in der vergleichsweise fischarmen Region Bruck an der Mur 60 Kilometer Fliessgewässer, ein Männchen 28 Kilometer. Bei uns in der Südoststeiermark ist das sicher in einem kürzeren Abschnitt möglich. Bei 560 Kilometer öffentlichen, d. h. fischtauglischen Fliessgewässern kann man selbst hochrechnen, wie viele Fischotterfamilen möglich sind. Eine Familie besteht neben den heurigen Jungtieren auch noch aus den älteren Jungtieren des vorigen Wurfes, die von der Feh (weibl. Fischotter) geduldet werden. Die Feh ist ganzjährig empfangsbereit, d. h. ein Abschuss der Jungtiere würde nicht viel bringen. Das es die Teichbesitzer trifft, steht außer Frage. Doch die einzige Möglichkeit sich diesem Problem zu nähern ist, Zäune an den Teichen zu errichten. Dazu gibt es sogar eine Förderung seitens des Landes.

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Dachstuhlreinigung in Klöch

3. Februar 2018

Seit 2004 wird nun schon der Dachstuhl des Pfarrhofes in Klöch von Ehrenamtlichen der Berg- und Naturwacht Radkersburg und dem Blaurackenverein gereinigt. Auch diesmal waren wieder 6 Helfer bereit, den Guano der Fledermäuse aus dem vergangenen Jahr zu entfernen.  Unterstützt wurde die Aktion wieder durch Bgm. Dupona von der Marktgemeinde Klöch, dem die Fledermäuse ein wichtiges Anliegen sind. Den ganzen Beitrag lesen »

Mitgliederversammlung

28. Januar 2018

Ein voller Saal in der Puxamühle zeigt das Interesse der Bevölkerung

Bei der heurigen Mitgliederversammlung in der Puxamühle konnten wir uns über einen vollen Saal freuen. Dies ist umso erfreulicher, weil auch die politischen Vertreter gesehen haben, wie hoch das regionale Interesse an der Arbeit des Blaurackenvereines ist. Nach dem Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder hält Geschäftsführer Mag. Bernard Wieser einen Vortrag über das Vereinsjahr 2017 mit all seinen Artenschutzaktivitäten, Betriebsaufgaben, Öffentlichkeitsmaßnahmen und Forschungsaufgaben. Wir haben die Menschen nicht mehr gezählt, die an unseren Veranstaltungen teilgenommen haben, das Jahr 2017 war allerdings ein Spitzenjahr und das Interesse der Bevölkerung am Schutz der Natur steigt von Jahr zu Jahr. Den ganzen Beitrag lesen »

Blaurackenprojekt Ulcin-Montenegro

17. Januar 2018

Freiwillige arbeiten für den Blaurackenschutz in Ulcin

Die Saline Ulcin ist seit Jahrzehnten stillgelegt, weil das Salz momentan vielfach aus Afrika günstiger nach Europa kommt. Inzwischen hat sich die 21 Quadratkilometer große Anlage zum perfekten Vogelbrutgebiet entwickelt und wird auch von der nationalen Naturschutzbehörde mit den  Nationalparken mitbetreut. Trotzdem reichen die geringen Mittel nicht um für alle anwesende Vogelarten optimale Brutbedingungen vorzufinden. Deshalb wird schon seit Jahren versucht, diese und noch viele weitere Schutzgebiete auf dem Balkan für die Zukunft sicher zu stellen und die Qualität zu bewahren.

Inzwischen wurden hier auch wissenschaftliche Projekte durchgeführt um herauszufinden, wo sich die Blauracken in den Wintermonaten aufhalten. Einige ausgewählte Vögel wurden mit einem Geolokator, das ist ein Zeitlichtmessgerät, so klein und leicht wie ein Chip, ausgestattet. Die wiedergefangenen Vögel gaben damit die jeweilige Tageslänge samt zugehöriger Uhrzeit preis. Die gemessene Sonnenscheindauer gibt deshalb einen Rückschluss auf die Längen- und Breitengrade wärend des Fluges nach Süden und zurück. Die Blauracken, die in Montenegro geboren waren, haben sich im Grenzgebiet zwischen Botswana und Namibia einige Monate lang aufgehalten und sind dann über Süd- und Ostafrika und dem Nahen Osten zurück geflogen. Ähnliche Migrationsflüge konnten auch mit Sateliten-Navigation mit ungarischen Blauracken in den letzten Jahren nachgewiesen werden.

Der Tierarzt Borut Stumberger von DOPPS-Birdlife Slowenien hat, wie berichtet, wiederholt Nistkastenmaterial nach Ulcin gebracht. Nun wurden die 10 Nistkästen dort von Freiwilligen zusammengebaut und auf den ehemaligen Strommasten errichtet. Es wurden Nachbauten angefertigt, um die Gesamtzahl der Nisthilfen zu erhöhen. Ein Großteil der alten Nisthilfen für die Blauracken ist ja entweder von Jägern mutwillig beschossen und zerstört worden, oder aufgrund mangelhaften Materials nicht mehr tauglich, um die sonst höchst erfolgreichen Bruten durchzubringen. In den besten Jahren konnten hier dank der Nistkästen 8 Brutpaare brüten und hatten mit durchschnittlich 5 Jungvögel ausgezeichneten Erfolg. Den ganzen Beitrag lesen »