Aktuelles aus der Kategorie 'LEiV'

Pilzkurs in Oedt

1. Oktober 2017

Der heurige Pilzkurs stand unter einem guten Stern. 10 Tage zuvor hatte es über 100 l geregnet und diese Feuchtigkeit ist noch im Boden. Das haben die Pilze mit einer Wachstumsflut beantwortet. Über 300 Pilzarten konnten auf der Pilzausstellung in Feldbach gezeigt werden. Der Besuch bei der Pilzausstellung hat einige Sammler ermutigt, beim Pilzkurs teil zu nehmen um sich neues Wissen anzueignen und neue Pilze zu verkosten. Über 50 Teilnehmer kamen zum Sammeln und brachten auch schon einige Funde zur Bestimmung mit. Mit Heinz Prelicz und Bernd Wieser ging es dann in den Fisswald. Dort gab es dann ausführliche Erklärungen zu den einzelnen Pilzen, zur Genusstauglichkeit, Verwechslungsmöglichkeiten, Eigenheiten der verschiedenen Pilzgruppen und allgemeine Ökologie. Mittlerweile gibt es auch schon einige versierte langjährige Fans des Pilzkurses. Nach der Rückkehr gab es die Namen zu den Pilzen und weitere Erläuterungen, bevor es an die Verkostung ging.  Sogar einige Stadträte waren zu Besuch beim Pilzkurs zur Imkerei Rauch in Oedt gekommen. Den ganzen Beitrag lesen »

Obsternte

29. September 2017

Viel Obst gibt es heuer auch wieder nicht. Doch zusammen mit 7 freiwilligen Helfern haben wir es geschafft, einen halben Kipper voll Äpfel zu sammeln. Unser heuriger Apfelsaft ist gesichert. Einen Tipp noch für Obstbäume in Gärten. Die Obstraupe vorgestellt von der Arche Noah. Den ganzen Beitrag lesen »

Pilzausstellung beim Feldbacher Tabor

21. September 2017

Eine Woche Regen und die Pilze sprießen. Ein Grund genau jetzt eine Pilzausstellung zu machen um den Vulkanländern ihre wertvolle Natur etwas näher zu bringen. Schon im Vorjahr war mit der Stadt Feldbach eine Pilzausstellung vorbesprochen worden. Ca. 300 Pilzarten, das ist das Ziel der Ausstellung, sind häufig zu finden. Mit folierten Bildern und Pilzen aus dem Wald zum Angreifen, Beschnuppern und Befühlen soll dieses Ziel erreicht werden. Mag. Bernard Wieser gibt täglich Auskunft. Zwischen 12:00 Uhr und 16:00 Uhr bis zum 29. September soll die Ausstellung aufrecht erhalten und betreut werden. Solange uns dieses günstige Wetter begleitet ist dies möglich. Man kann seine Funde mitbringen um sie bestimmen zu lassen, aber bitte mitsamt Stiel und nur frische Pilze. Alles andere landet sofort in der Kompostkiste und geht retour in den Wald. Den ganzen Beitrag lesen »

Prof. Franz Wolkinger

19. September 2017

Prof. Franz Wolkinger, mein Diplomarbeitsbetreuer und Ökologieprofessor lebt nicht mehr. Noch vor wenigen Wochen gab es eine gemeinsame Exkursion auf die Burg Güssing mit meinen ehemaligen Studienkollegen, seinen Studenten. In Erinnerung bleiben mir einige Exkursionen in den Alpenraum, nach Südtirol und Istrien, sein profundes Wissen über die Pflanzen und die Zusammenhänge in den Lebensräumen, aber auch seine Kritik an den von ihm so bezeichneten Grausoleen, den oft monströsen Hotelbauten im Alpenraum, welche meist ohne Rücksicht auf die Landschaft und Natur entanden sind. Als Leiter der Abteilung Ökologie und Naturschutz an der Karl-Franzens-Universität Graz, des Ludwig-Botlzmann-Institutes in Graz, des Institutes für Naturschutz in Graz, als langjähriger Vorsitzender des Alpenvereines, Sektion Graz, Mitorganisator der Südtiroler Naturschutzwoche, Ehrenpräsident der Clusius Forschungsgesellschaft in Güssing oder Reiseleiter der Urania in Graz hat er zahlreiche Menschen durch seine unterhaltsame Interpretation der Naturräume und menschlichen Einflüsse vorzüglich unterhalten und gelehrt. Insofern war er das Vorbild für viele Studenten, ebenso für mich. Letztes Jahr besuchter er noch die Streuobst-Sortenausstellung im Naturschaugarten Stainz bei Straden und wollte auch heuer wieder vorbeischauen. Leider ist es dazu nicht mehr gekommen. Ruhe in Frieden. Das Begräbnis findet am Grazer St. Peter-Stadtfriedhof im evangelischen Waldfriedhofsteil am Freitag, dem 22. September um 11:00 Uhr statt.

Leinernte

17. September 2017

Heuer hat der Blaurackenverein das erste mal eine Fläche mit dem blaublühenden Öllein angebaut. Wir wollten damit einen neuen Farbtupfer in die Landschaft zaubern und haben es nicht aus wirtschaftlichen Überlegungen getan. Seit dem Weltkrieg ist der Anbau von Öllein, bzw. Flachs in der Steiermark verschwunden. Kunstfasern haben die Naturfasern ersetzt und die Ölleinsamen kommen aus anderen Gebieten Europas zu uns. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass die Technik zur Ölleinernte nicht ausgereift ist. Die Mähdrescher bleiben bei der Ernte oft stecken, weil die Flachsfasern nicht zerschnitten werden können. So haben wir uns entschlossen nach dem misslungen Ernteversuch eines Mähdreschers einen Teil der Fläche im traditionellen Stil zu beernten. Es wurden Flachsgarben gebunden und diese über eine Riffel auf dem Anhänger von Luis Absenger abgezogen. Die Samenkapseln wurden zertreten und die Samenhüllen durch Druckluft von den Samen getrennt. Übrig blieben einige Kilogramm Ölleinsamen, die nun trocknen. Es ist uns nun klar, warum die Flachsernte eine mühsame Vorgangsweise ist und noch mühsamer wird die Gewinnung der Flachsfasern. Wenn man heute ein Leinenhemd erwirbt, so bedenkt man die zahlreichen Arbeitstage nicht, die in diesem Hemd stecken. Die Kleidungsstücke kommen meist aus Billigstlohnländern mit Kinderarbeit zu uns. Rechnet man den händischen Aufwand, müßte ein Hemd, in Österreich produziert, an die € 1000,- kosten. Den ganzen Beitrag lesen »