Aktuelles aus der Kategorie 'LEiV'

Mitgliederversammlung

28. Januar 2018

Ein voller Saal in der Puxamühle zeigt das Interesse der Bevölkerung

Bei der heurigen Mitgliederversammlung in der Puxamühle konnten wir uns über einen vollen Saal freuen. Dies ist umso erfreulicher, weil auch die politischen Vertreter gesehen haben, wie hoch das regionale Interesse an der Arbeit des Blaurackenvereines ist. Nach dem Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder hält Geschäftsführer Mag. Bernard Wieser einen Vortrag über das Vereinsjahr 2017 mit all seinen Artenschutzaktivitäten, Betriebsaufgaben, Öffentlichkeitsmaßnahmen und Forschungsaufgaben. Wir haben die Menschen nicht mehr gezählt, die an unseren Veranstaltungen teilgenommen haben, das Jahr 2017 war allerdings ein Spitzenjahr und das Interesse der Bevölkerung am Schutz der Natur steigt von Jahr zu Jahr. Den ganzen Beitrag lesen »

Himmlisch urlauben – eine Kooperation

20. Januar 2018

Kulturlandschaft rund um Tieschen

Eine Kooperative zwischen der Diözöse Graz-Seckau und dem Blaurackenverein LEiV besteht schon seit einigen Jahren. Resultat ist der Schutz von Fledermäusen in den heimischen Kirchen und Pfarrhäusern. Nun hat Geschäftsführerin Lidija Vindis-Roesler Biologen aus der Region gebeten, ein Programm für die Gäste der zu Pensionen umfunktionierten Pfarrhäuser zu entwickeln. In Tieschen und Söchau, sowie in zwei weiteren steirischen Orten gibt es die Möglichkeit in den kirchlichen Einrichtungen einen friedlichen Urlaub zu verbringen, also himmlisch zu urlauben, dies in Apartments mit Himmelbetten. Mit einer Wanderung rund um den Königsberg unter den Namen „Vom Leben auf dem Kochtopfdeckel“ wird Mag. Bernard Wieser diesen Gäste von den Menschen hier und ihrer Beziehung zum Vulkanismus erzählen und ihnen wichtige Schauplätze am Königsberg zeigen. Den ganzen Beitrag lesen »

Blaurackenprojekt Ulcin-Montenegro

17. Januar 2018

Freiwillige arbeiten für den Blaurackenschutz in Ulcin

Die Saline Ulcin ist seit Jahrzehnten stillgelegt, weil das Salz momentan vielfach aus Afrika günstiger nach Europa kommt. Inzwischen hat sich die 21 Quadratkilometer große Anlage zum perfekten Vogelbrutgebiet entwickelt und wird auch von der nationalen Naturschutzbehörde mit den  Nationalparken mitbetreut. Trotzdem reichen die geringen Mittel nicht um für alle anwesende Vogelarten optimale Brutbedingungen vorzufinden. Deshalb wird schon seit Jahren versucht, diese und noch viele weitere Schutzgebiete auf dem Balkan für die Zukunft sicher zu stellen und die Qualität zu bewahren.

Inzwischen wurden hier auch wissenschaftliche Projekte durchgeführt um herauszufinden, wo sich die Blauracken in den Wintermonaten aufhalten. Einige ausgewählte Vögel wurden mit einem Geolokator, das ist ein Zeitlichtmessgerät, so klein und leicht wie ein Chip, ausgestattet. Die wiedergefangenen Vögel gaben damit die jeweilige Tageslänge samt zugehöriger Uhrzeit preis. Die gemessene Sonnenscheindauer gibt deshalb einen Rückschluss auf die Längen- und Breitengrade wärend des Fluges nach Süden und zurück. Die Blauracken, die in Montenegro geboren waren, haben sich im Grenzgebiet zwischen Botswana und Namibia einige Monate lang aufgehalten und sind dann über Süd- und Ostafrika und dem Nahen Osten zurück geflogen. Ähnliche Migrationsflüge konnten auch mit Sateliten-Navigation mit ungarischen Blauracken in den letzten Jahren nachgewiesen werden.

Der Tierarzt Borut Stumberger von DOPPS-Birdlife Slowenien hat, wie berichtet, wiederholt Nistkastenmaterial nach Ulcin gebracht. Nun wurden die 10 Nistkästen dort von Freiwilligen zusammengebaut und auf den ehemaligen Strommasten errichtet. Es wurden Nachbauten angefertigt, um die Gesamtzahl der Nisthilfen zu erhöhen. Ein Großteil der alten Nisthilfen für die Blauracken ist ja entweder von Jägern mutwillig beschossen und zerstört worden, oder aufgrund mangelhaften Materials nicht mehr tauglich, um die sonst höchst erfolgreichen Bruten durchzubringen. In den besten Jahren konnten hier dank der Nistkästen 8 Brutpaare brüten und hatten mit durchschnittlich 5 Jungvögel ausgezeichneten Erfolg. Den ganzen Beitrag lesen »

Die Woazlin-Flechterinnen von Mala-Polana

15. Januar 2018

Die Kunst des Flechtens ist in Mala Polana Grundlage für ein Beschäftigungsprojekt von Langzeitarbeitslosen geworden. In der wirtschaftlich gerüttelten Region haben nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Ideologie über 6000 Frauen aus der Textilindustrie ihren Job verloren. Noch heute gibt es zu wenig Beschäftigung und daher zahlreiche Versuche, die Frauen in der Region zu halten. Denn ohne Frauen stirbt das Land. Ein sehr erfolgreiches Projekt ist inzwischen das Flechten von Mais-Lieschen zu Körben, Hausschuhen, Krippenfiguren und zahlreichen anderen Kleinkunstgegenständen geworden.

Auf 3-5 ha wird eine alte Maissorte angebaut, die sich zu diesem Zweck eignet. Davon leben einige Bauern sehr gut. Sie ernten und verkaufen die geschälten Maiskolben und die Lieschen. Ein Kilo Lieschen kostet im Ankauf € 18,-. Von den geernteten Maiskolben können nur die mittleren Körner zum weiteren Anbau genommen werden. Die Ernte erfolgt schon im September, wenn der Mais noch feucht ist. Die Lieschen werden behandelt um Keime abzutöten. Erst dann werden sie verarbeitet. Es werden Schnüre geflochten, die auf Modeln aufgezogen werden und anschließend werden die Lieschenblätter eingeflochten.

Über 30 Verkaufsstellen in Slowenien verkaufen die Produkte aus dieser Manufaktur. Es werden auch Möbel damit bespannt, ja viele Einrichtungsgegenstände können mit Woazlin-Flechtereien erzeugt werden. Leider kann man den Arbeitspreis nicht auf die Produkte aufrechnen, dann wären sie wohl unverkäuflich. Doch immerhin rechnet sich so ein Teil der Arbitskosten und der Rest wird über die Eingliederungsmaßanhmen kofinanziert. Die Frauen arbeiten mit Freude daran jeden Tag 6-8 Stunden. Zusätzlich können Kurse abgehalten werden, wo man diese Flechtkunst erlernen kann. Das Material wird zur Verfügung gestellt.

Profitieren kann auch ein altes Bauernhaus, das zu diesem Zweck restauriert wurde. Die Stainzer Korbflechter möchten nun auch dieses Handwerk erlernen. Zu diesem Zweck haben Obmann Karl Lenz, Raimund Prassl und Gf Bernd Wieser den Flechterinnen einen Besuch abgestattet und von der leiterin Mojca Makovec Holozan eine Einführung erhalten und Material zum Flechten erworben.

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Murwanderung

7. Januar 2018

Warum werden die Anliegen der Naturschützer von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen? Der Grund liegt in der medialen Berichterstattung. Wenn es darum geht, Argumente für die Natürlichkeit von Lebensräumen den wirtschaftlichen Überlegungen voranzustellen, wird meistens nur über Personen berichtet, die sich profilieren wollen und nicht über die Sachlage selbst, zumindest zeigt sich dass in über 90% der Artikel über heimische Kraftwerksprojekte. Lippenbekenntnisse der Politik zum Stopp des Artenverlustes seit 2 Jahren stehen nun wieder neuen Bestrebungen entgegen, die restlichen 5 % Fließwasserstrecken ebenfalls noch zu verbauen und dabei handelt es sich fast ausschließlich um rechtliche Naturschutzgebiete.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich noch immer lokale Politiker der Tragweite ihrer Aussagen nicht bewußt sind, wenn sie auch nur einen Spalt offen lassen für die Lobbiisten der Wasserkraftwerke. Wenn sich im Murtal ein Bürgermeister mit den gesunkene Grundwasserständen einen Ausbau der Wasserkraft zur Hebung dieser wünscht, dann hat er seine Hausaufgaben leider noch immer nicht gemacht. Seit Jahrzehnten finden Gewässerenquetten statt, die auf die Funktionalität der Gewässer hinweisen, auf die Vorteile der offenen Fliessstrecken für Grundwasser, Wald- und Landwirtschaft und natürlich für das ökologische Gleichgewicht und das Kleinklima.

In Slowenien, ab Trate gab es nun wiederholt eine Wanderung der Murschützer mit einer groß angelegten Informationsoffensive für die Bürger, die Medien und die Lokalpolitiker. Über 300 Wanderer kamen trotz weicher Bodenbedingungen in die Au und blieben bis lange in den Nachmittag hinein in Sladki Vrh um den Kommentaren der Ökologen und Bürgermeister zu lauschen. Das Resumee, in Slowenien ist man sich der Sachlage bewußt, in Österreich leider noch immer nicht. Den ganzen Beitrag lesen »