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Freiwillige arbeiten für den Blaurackenschutz in Ulcin

Die Saline Ulcin ist seit Jahrzehnten stillgelegt, weil das Salz momentan vielfach aus Afrika günstiger nach Europa kommt. Inzwischen hat sich die 21 Quadratkilometer große Anlage zum perfekten Vogelbrutgebiet entwickelt und wird auch von der nationalen Naturschutzbehörde mit den  Nationalparken mitbetreut. Trotzdem reichen die geringen Mittel nicht um für alle anwesende Vogelarten optimale Brutbedingungen vorzufinden. Deshalb wird schon seit Jahren versucht, diese und noch viele weitere Schutzgebiete auf dem Balkan für die Zukunft sicher zu stellen und die Qualität zu bewahren.

Inzwischen wurden hier auch wissenschaftliche Projekte durchgeführt um herauszufinden, wo sich die Blauracken in den Wintermonaten aufhalten. Einige ausgewählte Vögel wurden mit einem Geolokator, das ist ein Zeitlichtmessgerät, so klein und leicht wie ein Chip, ausgestattet. Die wiedergefangenen Vögel gaben damit die jeweilige Tageslänge samt zugehöriger Uhrzeit preis. Die gemessene Sonnenscheindauer gibt deshalb einen Rückschluss auf die Längen- und Breitengrade wärend des Fluges nach Süden und zurück. Die Blauracken, die in Montenegro geboren waren, haben sich im Grenzgebiet zwischen Botswana und Namibia einige Monate lang aufgehalten und sind dann über Süd- und Ostafrika und dem Nahen Osten zurück geflogen. Ähnliche Migrationsflüge konnten auch mit Sateliten-Navigation mit ungarischen Blauracken in den letzten Jahren nachgewiesen werden.

Der Tierarzt Borut Stumberger von DOPPS-Birdlife Slowenien hat, wie berichtet, wiederholt Nistkastenmaterial nach Ulcin gebracht. Nun wurden die 10 Nistkästen dort von Freiwilligen zusammengebaut und auf den ehemaligen Strommasten errichtet. Es wurden Nachbauten angefertigt, um die Gesamtzahl der Nisthilfen zu erhöhen. Ein Großteil der alten Nisthilfen für die Blauracken ist ja entweder von Jägern mutwillig beschossen und zerstört worden, oder aufgrund mangelhaften Materials nicht mehr tauglich, um die sonst höchst erfolgreichen Bruten durchzubringen. In den besten Jahren konnten hier dank der Nistkästen 8 Brutpaare brüten und hatten mit durchschnittlich 5 Jungvögel ausgezeichneten Erfolg. weiterlesen »

 
14. Dezember 2017

Aufsichtsjäger Johann Rossmann mit Wildzaun gegen Biberverbiss

Seit 10 Jahren sind die Biber zurück in unserer Kulturlandschaft und wir sind froh über die Bereicherung unserer Fauna. Mittlerweile haben sich einige Biberfamilien an der Raab und an der Mur etabliert. Sie sind sehr territorial und verteidigen ihre Reviere. Eine Familie besteht aus maximal 2 Alttieren, einen Wurf aus dem Vorjahr und einen Wurf aus dem laufenden Jahr. Die älteren Tiere werden vertrieben. Die Jungtiere haben eine hohe Sterblichkeit, deshalb sind in der Regel 5 Tiere pro Biberfamilie zu erwarten. Die Biber haben einen Bau aus Ästen und Lehm, der einen Unterwasserzugang besitzt. Dort ist die Kinderstube und auch der Winterruheraum für die Tiere. Jetzt bevor die Wasserflächen zufrieren, sammeln die Biber junges Astmaterial für den Winter als Nahrungsreserve. Daher sieht man oft umgefällte Bäume, vorwiegend Weiden, im näheren Umfeld des Baus und Fressstellen an den Gewässern mit abgenagten Ästen. Wegen der Verklausungen von Fliessgewässern muss man zu dieser Jahreszeit achtsam sein. Gestaut werden aber meistens nur Kleinstgewässer mit niedriger Wasserführung, damit die Biber zu ihren Nahrungsstätten schwimmen können. Über Land sind die Tiere eher unbeholfen. In Konfliktfällen hat die Steiermärkische Landesregierung über die Berg- und Naturwacht die Biberbeauftragte Mag. Brigitte Komposch etabliert.

Mag. Brigitte Komposch – Biberschutzbeauftragte der Berg- und Naturwacht vor einer Biberrutsche

Es werden Sofortmaßnahmen mit Hilfe von Freiwilligen und Naturschutzvereinen durchgeführt. So auch am Hainfelder Teich, wo die Biber die angesetzten Schattenbäume für die Fahrzeuge der Angler zum Großteil abgefressen haben. Nach einer Begehung mit Bezirksnaturschutzbeauftragten Hans Pfeiler wurden die verblieben Baumgruppen von Aufsichtsjäger Hubert Rossmann und Bernd Wieser, Verein LEiV mit vom Verein zur Verfügung gestellten Wildzäunen eingezäunt. Die Biber haben neben dem Angelteich ein eigenes Biotop voller Weiden zur Verfügung und sollten damit ihr Auslangen finden. weiterlesen »

29. November 2017

In zahlreichen Beispielen wurden erfolgreiche Umsetzungsmaßnahmen der letzten Jahre in den NATURA2000 Gebieten Niederösterreichs von der Niederösterreichischen Energie- und Umweltagentur (enu) organisiert von DI Thomas Mitterstöger und moderiert von Dipl. Päd. Christa Ruspeckhofer im Museum Niederösterreich in St. Pölten vorgestellt. Verteilt über die Landesfläche gibt es unterschiedlichste Regionen vom klimakalten Waldviertel übers Weinviertel und den Donauraum hin zum pannonischen Industrieviertel bis in die Flyschgebiete der Alpen mit unterschiedlichsten Herausforderungen. Doch eines scheint allen Naturschutz-relevanten Gebieten gemeinsam, es fehlt schon an landwirtschaftlichen Personal, das die Pflege der Biotope überhaupt noch ermöglicht. So muss auf Alternativen zurückgegriffen werden, wo sich Ehrenamtliche organisieren, Schulen eingebunden werden oder freiwillige internationale Jugendliche für 2 Wochen die wertvollen Trockenrasen schwenden kommen und so einen Teil der Biotope retten. Insgesamt ist der Eindruck geblieben, dass es ein neues Denken für die Rettung der Schutzgebiete gibt und so steht man jetzt vor großen Herausforderungen. Eine Vernetzung aller Beteiligten ist nun dieser Anfang-neu. weiterlesen »

27. November 2017

Bauminsel Dirnbach mit Stieleichen, Hainbuchen und einer Salweide

Seit den 70er Jahren wurden die Talböden zugunsten der mechanischen Ackerwirtschaft ausgeräumt. Fast überall sind die Landschaftselemente verschwunden, langsam aber sicher. Seit Jahren bewirtschaften wir nun schon die letzten Talmähwiesen und stellen für die Blauracken Ansitzstangen auf, um ihnen die Landschaft wieder zugängig zu machen. Doch immer enger wird es im Lebensraum der seltenen Vögel. Nun haben wir, durch gute Gespräche wieder die Gelegenheit gehabt, eine Bauminsel zu pflanzen. Seit 2001 sind das die ersten neuen Bäume im Talgebiet mit einer Ausnahme. Karl Lackner aus Dirnbach hat in der Zwischenzeit einige Eschen auf seinen Wiesen gepflanzt. Ihm gehört auch eine einzigartige Linde neben der B66 in Dirnbach, die von Jahr zu Jahr immer schöner wird. Unsere Bilanz: Birkenallee in Sulzbach, Lindenallee in Sulzbach, Obstbaumreihe entlang des Vorfluters in Sulzbach, Weidensträucher um neue Teichanlage in Hof, Hecke südlich Stainz bei Straden, Hecke nördlich Stainz bei Straden neben B 66 – Schafweide, Hecke in Muggendorf entlang Vorfluter, Streuobstreihe in Muggendorf zwischen  Wasserreservoir und Tauchenrast, Hecke und Wald in Wilhelmsdorf neben dem Sulzbach und nun die Bauminsel in Dirnbach. Dazu kamen in den letzten drei Jahren 250 neue Streuobstbäume und zwei Biotopteiche. Wir können zufrieden sein, zumindest für heuer. weiterlesen »

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26. November 2017

Ferdinand Pregartner und Olgo Kous traten gemeinsam im Haus der Vulkane mit ihrem Programm „Wein achten“ auf. Literatur zum Thema Wein gibt es ja bekanntlich im ausreichendem Maße. Das Beste der oenologischen Hitliste quer durch Europa konnte man aus Ferdinand Pregartners Zusammenstellung geniesen. Olga Kous begleitete den Sprachkünstler auf dem Klavier.

Der Blaurackenverein L.E.i.V. und der Stainzer Singkreis bemühen sich immer wieder, Kultur in den Stradner Ortsteil zu bringen. Isabella Wieser hat für die Gäste mit Hilfe der Stradner Weinbauern und deren Produkten ein angenehmes Ambiente erzeugt. Der Singkreis unter Marianne Walter, Hannelore Heintschitsch, Grete Klampfer und Elisabeth Hartmann bemühten sich um das leibliche Wohl der Gäste. weiterlesen »

20. November 2017

Alois, Gerd und Stefan auf der Wagnerwiese

Mit der heurigen Herbstaktion haben wir über 250 Streuobstbäume aus eigener Vermehrung nachgesetzt. 40 neue Apfelsorten ergänzen unsere bisherigen 70 Sorten, 9 neue Birnensorten, da stehen wir jetzt bei 30 Birnensorten, 6 neue Kirschensorten, da halten wir schon bei 15 Sorten, dazu noch Zwetschken und Weingartenpfirsiche. Unser Schwergewicht liegt eindeutig im Streuobstapfel, wo wir gute Chancen in der extensiven Biovermarktung sehen. Denn nur wenn wir genug Obst zusammen bekommen, werden in Zukunft Bio-Streuobst für den Handel aus unserer Region geliefert werden. Dazu haben wir viele neue Partner gewonnen. 5 Gärten mit insgesamt 70 Bäumen wurden überhaupt neu angelegt.

Wühlmausschaden an der Obstbaumwurzel

Dazu wurden ehemalige Weingärten oder Ackerflächen in Hanglage umfunktioniert. Zusätzlich wurde auf diesen Flächen Saatgut aus den alten Wiesen eingesäht. Mit unserer Partner-Biobaumschule www.schafnase.at – Dr. Michael Suanjak, planen wir auch im Frühjahr 2018 wieder eine Aktion. Bitte rechtzeitig bestellen, dann kann die Lieferung in einem geschehen und wir minimieren Kosten. weiterlesen »

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