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In ganz Österreich laufen derzeit die Erhebungsarbeiten zu den Roten Listen der Gefäßpflanzen auf Hochtouren. Mehr als 50 % aller Pflanzenarten sind betroffen. Das sollte uns zu denken geben. Die Mitarbeiter der Universität Wien mit Luise Ehrendorfer-Schratt, Harald Niklfeld, Andreas Bohner, Christian Gilli und Michaela Sonnleitner setzten sich mit der Landesforschungsstelle Joanneum und der Karl-Franzens-Universität mit Christian Berg, Kurt Zernig, Gerhard Kniely, Christian Schröck, Stefan Weiss, Emanuel Trummer und Bernard Wieser in Graz zusammen und besprach die neuen Entwicklungen mit den regionalen Experten. Im Naturschutzzentrum in Andritz wurden die Botaniker zu einzelnen Arten befragt, bzw. konnten auch selbst Besprechungsarten einbringen. Für die Südoststeiermark, bzw. für den subillyrischen Großraum Österreichs fehlten noch verlässliche Daten aus den letzten beiden Jahrzehnten. weiterlesen »

 
7. Januar 2018

Warum werden die Anliegen der Naturschützer von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen? Der Grund liegt in der medialen Berichterstattung. Wenn es darum geht, Argumente für die Natürlichkeit von Lebensräumen den wirtschaftlichen Überlegungen voranzustellen, wird meistens nur über Personen berichtet, die sich profilieren wollen und nicht über die Sachlage selbst, zumindest zeigt sich dass in über 90% der Artikel über heimische Kraftwerksprojekte. Lippenbekenntnisse der Politik zum Stopp des Artenverlustes seit 2 Jahren stehen nun wieder neuen Bestrebungen entgegen, die restlichen 5 % Fließwasserstrecken ebenfalls noch zu verbauen und dabei handelt es sich fast ausschließlich um rechtliche Naturschutzgebiete.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich noch immer lokale Politiker der Tragweite ihrer Aussagen nicht bewußt sind, wenn sie auch nur einen Spalt offen lassen für die Lobbiisten der Wasserkraftwerke. Wenn sich im Murtal ein Bürgermeister mit den gesunkene Grundwasserständen einen Ausbau der Wasserkraft zur Hebung dieser wünscht, dann hat er seine Hausaufgaben leider noch immer nicht gemacht. Seit Jahrzehnten finden Gewässerenquetten statt, die auf die Funktionalität der Gewässer hinweisen, auf die Vorteile der offenen Fliessstrecken für Grundwasser, Wald- und Landwirtschaft und natürlich für das ökologische Gleichgewicht und das Kleinklima.

In Slowenien, ab Trate gab es nun wiederholt eine Wanderung der Murschützer mit einer groß angelegten Informationsoffensive für die Bürger, die Medien und die Lokalpolitiker. Über 300 Wanderer kamen trotz weicher Bodenbedingungen in die Au und blieben bis lange in den Nachmittag hinein in Sladki Vrh um den Kommentaren der Ökologen und Bürgermeister zu lauschen. Das Resumee, in Slowenien ist man sich der Sachlage bewußt, in Österreich leider noch immer nicht. weiterlesen »

4. Januar 2018

Seit 2001 fertigen wir schon Nistkästen für Blauracken-Brutgebiete am Balkan. Inzwischen wurden mit der heurigen Lieferung an die 30 LEiV-Kästen nach Montenegro gebracht. Borut Stumberger aus Pettau sorgt sich dort um das Brutgebiet, wo in einer ehemaligen Saline ein Naturschutzgebiet entstanden ist und die Blauracken wieder brüten können. Die Anfahrt ist jedoch äußert mühsam und langwierig und aufgrund des Platzmangels im Fahrzeug müssen die Kästen erst vor Ort von Aktivisten zusammengebaut werden. Christof Haas aus Stainz bei Straden hat die Nistkästen vorbereitet. weiterlesen »

4. Januar 2018

Selten sammeln sich die Waldohreulen um gemeinsam den Winter auf einer Schlafstelle zu verbringen. Passiert ist dies in diesem Winter in Straden. Mindestens 7 Waldohreulen kauern in den Ästen einer Fichtengruppe und es könnten noch mehr werden. Bilder stammen von Herrn Flor aus Straden. weiterlesen »

14. Dezember 2017

Aufsichtsjäger Johann Rossmann mit Wildzaun gegen Biberverbiss

Seit 10 Jahren sind die Biber zurück in unserer Kulturlandschaft und wir sind froh über die Bereicherung unserer Fauna. Mittlerweile haben sich einige Biberfamilien an der Raab und an der Mur etabliert. Sie sind sehr territorial und verteidigen ihre Reviere. Eine Familie besteht aus maximal 2 Alttieren, einen Wurf aus dem Vorjahr und einen Wurf aus dem laufenden Jahr. Die älteren Tiere werden vertrieben. Die Jungtiere haben eine hohe Sterblichkeit, deshalb sind in der Regel 5 Tiere pro Biberfamilie zu erwarten. Die Biber haben einen Bau aus Ästen und Lehm, der einen Unterwasserzugang besitzt. Dort ist die Kinderstube und auch der Winterruheraum für die Tiere. Jetzt bevor die Wasserflächen zufrieren, sammeln die Biber junges Astmaterial für den Winter als Nahrungsreserve. Daher sieht man oft umgefällte Bäume, vorwiegend Weiden, im näheren Umfeld des Baus und Fressstellen an den Gewässern mit abgenagten Ästen. Wegen der Verklausungen von Fliessgewässern muss man zu dieser Jahreszeit achtsam sein. Gestaut werden aber meistens nur Kleinstgewässer mit niedriger Wasserführung, damit die Biber zu ihren Nahrungsstätten schwimmen können. Über Land sind die Tiere eher unbeholfen. In Konfliktfällen hat die Steiermärkische Landesregierung über die Berg- und Naturwacht die Biberbeauftragte Mag. Brigitte Komposch etabliert.

Mag. Brigitte Komposch – Biberschutzbeauftragte der Berg- und Naturwacht vor einer Biberrutsche

Es werden Sofortmaßnahmen mit Hilfe von Freiwilligen und Naturschutzvereinen durchgeführt. So auch am Hainfelder Teich, wo die Biber die angesetzten Schattenbäume für die Fahrzeuge der Angler zum Großteil abgefressen haben. Nach einer Begehung mit Bezirksnaturschutzbeauftragten Hans Pfeiler wurden die verblieben Baumgruppen von Aufsichtsjäger Hubert Rossmann und Bernd Wieser, Verein LEiV mit vom Verein zur Verfügung gestellten Wildzäunen eingezäunt. Die Biber haben neben dem Angelteich ein eigenes Biotop voller Weiden zur Verfügung und sollten damit ihr Auslangen finden. weiterlesen »

29. November 2017

In zahlreichen Beispielen wurden erfolgreiche Umsetzungsmaßnahmen der letzten Jahre in den NATURA2000 Gebieten Niederösterreichs von der Niederösterreichischen Energie- und Umweltagentur (enu) organisiert von DI Thomas Mitterstöger und moderiert von Dipl. Päd. Christa Ruspeckhofer im Museum Niederösterreich in St. Pölten vorgestellt. Verteilt über die Landesfläche gibt es unterschiedlichste Regionen vom klimakalten Waldviertel übers Weinviertel und den Donauraum hin zum pannonischen Industrieviertel bis in die Flyschgebiete der Alpen mit unterschiedlichsten Herausforderungen. Doch eines scheint allen Naturschutz-relevanten Gebieten gemeinsam, es fehlt schon an landwirtschaftlichen Personal, das die Pflege der Biotope überhaupt noch ermöglicht. So muss auf Alternativen zurückgegriffen werden, wo sich Ehrenamtliche organisieren, Schulen eingebunden werden oder freiwillige internationale Jugendliche für 2 Wochen die wertvollen Trockenrasen schwenden kommen und so einen Teil der Biotope retten. Insgesamt ist der Eindruck geblieben, dass es ein neues Denken für die Rettung der Schutzgebiete gibt und so steht man jetzt vor großen Herausforderungen. Eine Vernetzung aller Beteiligten ist nun dieser Anfang-neu. weiterlesen »