800 wandern gegen Murkraftwerk in Hrastje Mota

5. Februar 2018

Das internationale Murschutzkomitee führt zum Weltfeuchtgebietstag jährlich die Ramsarwanderung durch. Der Mur- Drau- Donauverbund, der hier 700 Kilometer weit ab Spielfeld ungestaut vorliegt, wird auch als Amazonas Europa bezeichnet. Diese Strecke zählt zu den letzten 2 langen Verbundstrecken in Europa. Diesmal wurde das Murabwärts-liegende Stück des geplanten Murkaftwerks Hrastje Mota in Krog südlich von Murska Sobota bewandert. Menschen aus Slowenien, Kroatien, Ungarn und Österreich trafen sich an der Murfähre.

Ebenso dabei, der Bürgermeister von Murska Sobota, ‎Aleksander Jevšek, der um die Trinkwasserreserven für das Nordslowenische Goricko-Gebiet fürchtet und der Landwirtschaftsminister Dejan Zidan , der die Landwirtschaft durch das Projekt bedroht sieht. Immerhin werden die Grundwasser um über 1 Meter abgesenkt um mehr Strom zu erzeugen. Durch den Sedimentrückhalt wird die Mur auf 70 Kilometer rasant (in den nächsten 25 Jahren) eingesenkt, was natürlich auch die Rechte der Kroaten und Ungarn betrifft und etwa 15.000 ha Auwald vernichtet. Dort besteht schon seit längerer Zeit ein Biosphärengebiet, wo die Anrainerstaaten wirtschaftlichen Aufschwung im Tourismus zu Recht erwarten. 15 von 50 Fischarten werden nicht mehr auf österreichisches Terrain vordringen können, weil sie Fischaufstiege meiden und nur im großen Wasser schwimmen. Im Prinzip verlieren alle und das für unsichere und viel zu teure Wasserkraftwerke, die das halbe Jahr keinen Strom liefern können, weil zu wenig Wasser aus dem Gebirge kommt. Den ganzen Beitrag lesen »