Altarmbepflanzung in Unterstorcha

4. April 2014

 

Bernd Wieser und Alois Taferl mit Pflanzmaterial

Bernd Wieser und Alois Taferl mit Pflanzmaterial

Der Unterstorcha Altarm ist seit ca. 1980 im Besitz des Österreichischen Naturschutzbundes. Das er nicht zugeschüttet wurde grenzt heute an ein Wunder. Trotzdem ist die Wasserversorgung des Altarmes sehr schlecht und die Umlandbeziehung faktisch nicht mehr vorhanden. Kein Wunder also, das es zu einer Verarmung der Pflanzen- und damit auch der Tierwelt im Altarm kommt. Einer, der den Altarm auch mitbenützt, ihn aber auch pflegt und hegt ist Jagdpächter Herbert Gartner aus Paurach. Er hat auch ein ca. 30 ar großes Wiesenstück belassen, welches im Inneren des Altarmes als sehr seltenes Relikt im Raabtal noch vorhanden ist. Bernd Wieser und Alois Taferl haben eine Bepflanzung im Altarm durchgeführt, nachdem Herbert Gartner eine Fläche vorbereitet hat. Bepflanzt wurden nicht nur die Unterwuchsabteilung des Auwaldes sondern auch die Wasserfläche mit heimischen (autochtonen) Pflanzenarten. Diese werden in zwei Regenwasserteichen des Blaurackenvereines gezogen und dann ausgesetzt. Regenwasserteiche sind aufgrund der sehr niedrigen Giftbelastung des Wassers ein Rückzugsgebiet für seltenen Wasserpflanzen. Im Oberflächenwasser unserer Bäche sind mittlerweile soviel Pestizide (Herbizide), Medikamentenrückstände oder Hormone zu finden, dass es massive Ausfälle (Aussterben) bei den Wasserpflanzen, wie auch bei den Wassertieren seit den 80er Jahren gibt. Selbst die modernsten Kläranlagen schaffen die meisten Rückstände noch immer nicht. Ein Glück, dass unser Trinkwasser zum Teil aus den Bergen kommt. Die Grundwässer des Raab- und des Murtales sind inzwischen mit allen möglichen Rückständen verunreinigt.

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