Zaunabbau in Kirchberg

8. April 2014
Zaunfaltung

Zaunfaltung

Auch in Kirchberg/Raab im Petersdorfbach Tal ist die Amphibienwanderung nun zu Ende. Über 40 Tage lang hat Bernd Wieser die Zäune in Kirchberg und Reith kontrolliert und die wandernden Amphibien registriert und gerettet. In Kirchberg waren heuer 10 Arten (Erdkröte, Knoblauchkröte, Springfrosch, Grasfrosch, Wasserfrosch, Teichmolch, Bergmolch, Kammmolch, 1 Laubfrosch, 1 Gelbbauchunke) mit gesamt über 2300 Individuen unterwegs. Das sind gerade noch ein Viertel der 1998 gemessen Poppulationen. An nur 2 Tagen wurden 200 rückwandernde Kröten auf der Straße getötet. Seit über 15 Jahren verspricht uns die Straßenabteilung Abhilfe. Doch bis heute gibt es kein Geld für diese Strecke. Das ist der öffentliche Umgang mit der Natur. Nun wurden wieder Freiwillige aktiv um den langen Zaun abzubauen.

Inzwischen gab es auch einige Beifänge in den Kübeln. Darunter waren zahlreiche Arten aus den Familien der Laufkäfer, Kurzflügler und Silphen (Aaskäfer), Asseln und Tausendfüssler, Jagd- und Wolfsspinnen, aber auch Reptilien, wie Zauneidechsen und Ringelnattern. Durch die Waldrodung von 5 ha haben all diese Tiere keine Heimat mehr. Auch die wertvolle Grabenböschung am Straßenrand mit all den seltenen Pflanzen und Tieren wurde zerstört. Hier hatten unzählige Solitärbienen Eiablagemöglichkeiten und Hummeln gute Möglichkeiten zur Gründung eines Staates. Schade für die regionale Bestäubungsleistung. Auch für viele Schmetterlingsarten gibt es nun keinen Platz mehr. „Wir bedanken uns bei der Agrarbezirksbehörde für diese Entscheidung, einer Waldrodung zuzustimmen.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Krötenzaun in Kirchberg bei den Waldteichen

18. März 2013

Die Kirchberger Waldteiche sind die Highlights der oststeirischen Amphibienbestände überhaupt. Verantwortlich dafür sind die seit über 300 Jahren bestehenden Teiche neben den umgebenden naturnahen Waldungen. Allein über die Petersdorfer Landesstraße wandern jährlich über 10.000 laichfähige Amphibien aus 13 Arten. Besonders wichtig ist neben den Kammmolch- und Laubfroschbeständen das Knoblauchkrötenvorkommen. Es ist eines von drei steirischen Laichgebieten dieser kleinen Krötenart. Die Knoblauchkröten graben sich in den schottrigen Untergrund der angrenzenden Wälder ein. Sie bevorzugen Teichnahe Wälder. Nun wurde jedoch von der Bezirksverwaltungsbehörde eine Waldfläche im Zentrum dieser Vorkommen zur Rodung freigegeben. Anstelle des naturnahen Waldbestandes soll nun ein 5 Hektar großer Acker rücken. Ein grundwasserführendes Gewässer neben der Landesstraße ist ebenfalls von der Rodung betroffen. Die Naturschützer, welche hier seit dem Jahr 1998 Amphibienzäune errichten und jährlich unzählige Stunden aufwenden, um die Bestände zu schützen sind tief endtäuscht von der Verwaltungsbehörde. Freillich, der Wald ist schon weg. Den ganzen Beitrag lesen »