Besuch aus Katalonien

11. August 2013

 

V.l. n. r. Michael Tiefenbach, Ferran Gonzàlez-Prat, Anna Folch, Alois Absenger

Aus der spanischen Region Katalonien kam das Forscherpaar Anna Folch und Ferran Gonzàlez-Prat, die sich dort im Hinterland von Barcelona um den Schutz und die Erforschung der westlichen Blaurackenbestände kümmern. 3 Tage lang wurden die Schutzeinrichtungen und die Besonderheiten des Europaschutzgebietes rund um Straden, Bad Gleichenberg und Kapfenstein erkundet, Informationen mit Michael Tiefenbach und Bernard Wieser ausgetauscht und ein Gegenbesuch vereinbart. In Katalonien gibt es ca. 150 Brutpaare, deren Schutz noch nicht optimal läuft. Vor allem die Nistkastentechnik und der Komfort im Innenbereich beeindruckte die Spanier. So lasse sich natürlich die Produktivität unter den Blauracken steigern. Katalonische Blauracken brüten z. B.: in Mandelbäumen, Eichen und Pappeln. Die Probleme mit natürlichen Feinden seien hier wie dort die selben. Die natürlichen Höhlen sind oft sehr schmal und kleinräumig. Das Brutgebiet in Katalonien liegt auf bis zu 600 m Seehöhe. Die Bruten fangen im Vergleich zu unseren später an und sind auch später fertig. Besenderte Blauracken lieferten Aufschlüsse über die Zugrouten der nordostspanischen und zentralspanischen Bestände. Leider überlebten 4 von 5 Blauracken den Zug nicht. Entlang afrikanischer Küstenlandschaften kommt es zu hohem Blutzoll. Die Armut in den Ländern ist da sicher nicht förderlich. Die Bewirtschaftungsmaßnahmen  auf den Blaurackenwiesen, die Alois Absenger für den Verein durchführt,  fanden die Forscher ebenso interessant. Mit Streifenmahten, Altgrasbeständen und Ansitzstangen sei es auf einer kleiner Fläche möglich, vielen Blauracken Nahrung und Schutz zu verschaffen. Nach dem Besuch in der Südoststeiermark reisten die Spanier auf Empfehlung weiter zum Nationalpark Neusiedlersee und anschließend ins Gesäuse. Den ganzen Beitrag lesen »