Brutvögel in unseren Biotopen

14. Juni 2015

 

Der Neuntöter nutzt die künstlich errichteten Ansitzwarten

Der Neuntöter nutzt die künstlich errichteten Ansitzwarten

Etwa 110-115 Brutvogelarten gibt es im Vulkanland. Das sind über 2/3 der steirischen Arten. Der Rest kommt in den Bergen vor. Erst im letzten Jahr ist mit der Moorente ein weiterer Brutvogel hinzugekommen. Leider verschwinden aber auch immer wieder einige Brutvögel von der Bildfläche. Deshalb sind Vogelschutzgebiete, wie das Südoststeirische Hügelland so wichtig. Und noch wichtiger ist die Betreuung dieser Gebiete, weil sonst die Qualität und die Quantität der Lebensräume dieser Arten in einem rapiden Tempo abnehmen würde, ja dies ohnehin tut. Doch noch stehen da einige Felsen in der Brandung der industriellen Landwirtschaft und Landverschwendung. Der Blaurackenverein setzt sich für die Lebensräume ein. Insbesondere für die Wiesen- und Streuobstbestände, die zahlreichen Arten Platz bieten. Doch auch im Freiland, in den Ackerbaugebieten hat der Verein zahlreiche Flächen gepachtet und bewirtschaftet diese nicht nur biologisch sondern auch Naturschutzkonform. Das sind immerhin zwei verschiedene, wenn auch verwandte Paar Schuhe. Bei Großprojekten wurden Ersatzmaßnahmen eingefordert und im Laufe der Zeit haben sich diese zumeist flächigen Landschaftselemente sehr gut entwickelt. So brüten jetzt bei der Kläranlage in Wilhelmsdorf in den Schilfbeständen und aufgeworfenen Hügeln und im anrainenden Uferbewuchs des Sulzbaches Teichuhn, Neuntöter, Schilfrohrsänger, Sumpfrohrsänger, Schwarzkehlchen, Goldammer, Mönchsgrasmücken, Kohlmeisen, Feldsperlinge, Stare, Grünspechte, Fasane und viele Arten mehr. In nur 9 Jahren hat sich dieser nur 3000 m² große Biotop in eine Naturoase verwandelt. Seltene Pflanzenarten der Feuchtzonen wurden vom Verein gepflanzt. Um die Anlage wurde eine Hecke gezogen. In den Zugzeiten halten sich Braunkehlchen, Steinschmätzer oder heuer auch Rotfußfalken hier auf.

Die jungen Schwarzkehlchen können sich in den Weiden verstecken

Die jungen Schwarzkehlchen können sich in den Weiden verstecken

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Ausgleichsbiotop eingefordert und umgesetzt

17. Mai 2014
Polier Fabian auf der Baustelle

Polier Fabian auf der Baustelle – das obere Becken ist schon voll gelaufen

Ein Gefahrenpunkt an der B 66 in Hof/Straden mußte entfernt werden. Deshalb wurde eine neue Straße geplant und die alten Straßen zurückgebaut. Da jedoch neue Flächen im Hang versiegelt wurden und es zu zusätzlichen Regenwasserabflüssen kommen sollte, wurde von Seiten der Gebietsbetreuung ein Auffangbiotop eingefordert. Dieser Forderung wurde stattgegeben, da ein Restgrundstück im Kreuzungsbereich zur B 66 übrig geblieben war. Der Vorschlag von Mag. Bernard Wieser, ein flaches Auffangbecken für Regenwasser zu bilden und damit die Schlämme zurückzuhalten, die hier von den Ackerlächen in Hanglage abgeschwemmt werden, wurde angenommen. Aus einem geplanten Becken wurden zwei gemacht. Schon nach den ersten Regenfällen waren die Auffangbecken voll und erfüllten ihren Zweck. Langsam verdunstet dieses Wasser wieder oder dringt in das Erdreich ein und schafft neue Retentionsvolumen. Der Schlamm, der sonst über die Vorfluter in den Sulzbach abgeführt werden würde, bleibt zurück und die Fischwelt von zusätzlichem Nährstoffeintrag verschont. Damit im Becken keine Fischzucht geschieht, wurde ein sehr niedriger Wasserstand gewählt. Gerade richtig, um im Frühjahr Laichmöglichkeiten für Amphibien zu schaffen und neue lebensräume für Flachwasserpflanzen, Libellen und andere Wassertiere. Den ganzen Beitrag lesen »