Im Frühling durch den Nationalpark Lobau

14. April 2016

VortragDSC_8493

Wenn man das Glück hat, Einheimische zu kennen, dann erfährt man auch einiges über die schönsten Plätze in den Donauauen. Der Nationalpark hat nur wenige Zugänge. Vom Zentrum in Mühlleitn marschieren wir in die Aue entlang dem Kühwerter Wasser, einem Seitenarm der Donau, der bei Hochwasser in den Fluss eingebunden ist durch Auwald und Heissländer. Das sind die schon weit vom Grundwasser entfernten Trockengebiete in der Aue, meist auf Sandboden. Hier findet man sehr schöne Trockenrasen mit Orchideen oder Buschländer mit Dorngehölzen, die einen Übergang zu den Eichenwäldern bilden. Ein wares Vogelparadies ist das.

Gut 9300 ha groß ist dieser Nationalpark der IUCN_Kategorie II. 65 % davon sind Auwald, 15% Wiesen und 20% Wasserflächen. Die Dynamik im Flussgeschehen soll hier natürlich stattfinden können und damit das Leben aller Wesen dieser dynamischen Lebensräume sichern. Nach gut 20 Jahren ist der Seeadler zurückgekehrt und mit ihm zahlreiche andere Arten, haben sich natürliche Pflanzengesellschaften gebildet und wieder dem natürlichen Zustand genähert. Eine sehr gut gestaltete Homepage informiert über die Lobau. Den ganzen Beitrag lesen »

Die Au blüht

24. Februar 2016

VortragCrocus_ exiguus (1)

Das heurige Jahr spielt komplett verrückt. Temperaturen sind eindeutig viel zu hoch, Niederschlag ist optimal und so kommt, was kommen muss. Eine Verfrühung des Frühlings ist eingetreten, die seit Aufzeichnungen von Wetterdaten noch nicht da war. Die Frösche, Kröten und Molche wandern bereits zu den Laichteichen, die seit Anfang Februar kein Eis mehr tragen. Ende Jänner wurde sogar eine Äskulapnatter in Patzen bei Tieschen beobachtet. Viele Vogelarten befinden sich mitten in der Balz. Die Frühlingsblumen sprießen. Dazu gehören der Pontische Krokus, das Schneeglöckchen, der Blaustern, die Gelbe Anemone, die Erd-Primel, das Lungenkraut oder der Huflattich. Sogar der Bärlauch ist schon aus seinem Winterschlaf erwacht, aber Achtung auch die giftigen Herbstzeitlosen und Aronstab wachsen mitten in diesen Beständen. Den ganzen Beitrag lesen »