Weidenschutz am Hainfelder Teich

14. Dezember 2017

Aufsichtsjäger Johann Rossmann mit Wildzaun gegen Biberverbiss

Seit 10 Jahren sind die Biber zurück in unserer Kulturlandschaft und wir sind froh über die Bereicherung unserer Fauna. Mittlerweile haben sich einige Biberfamilien an der Raab und an der Mur etabliert. Sie sind sehr territorial und verteidigen ihre Reviere. Eine Familie besteht aus maximal 2 Alttieren, einen Wurf aus dem Vorjahr und einen Wurf aus dem laufenden Jahr. Die älteren Tiere werden vertrieben. Die Jungtiere haben eine hohe Sterblichkeit, deshalb sind in der Regel 5 Tiere pro Biberfamilie zu erwarten. Die Biber haben einen Bau aus Ästen und Lehm, der einen Unterwasserzugang besitzt. Dort ist die Kinderstube und auch der Winterruheraum für die Tiere. Jetzt bevor die Wasserflächen zufrieren, sammeln die Biber junges Astmaterial für den Winter als Nahrungsreserve. Daher sieht man oft umgefällte Bäume, vorwiegend Weiden, im näheren Umfeld des Baus und Fressstellen an den Gewässern mit abgenagten Ästen. Wegen der Verklausungen von Fliessgewässern muss man zu dieser Jahreszeit achtsam sein. Gestaut werden aber meistens nur Kleinstgewässer mit niedriger Wasserführung, damit die Biber zu ihren Nahrungsstätten schwimmen können. Über Land sind die Tiere eher unbeholfen. In Konfliktfällen hat die Steiermärkische Landesregierung über die Berg- und Naturwacht die Biberbeauftragte Mag. Brigitte Komposch etabliert.

Mag. Brigitte Komposch – Biberschutzbeauftragte der Berg- und Naturwacht vor einer Biberrutsche

Es werden Sofortmaßnahmen mit Hilfe von Freiwilligen und Naturschutzvereinen durchgeführt. So auch am Hainfelder Teich, wo die Biber die angesetzten Schattenbäume für die Fahrzeuge der Angler zum Großteil abgefressen haben. Nach einer Begehung mit Bezirksnaturschutzbeauftragten Hans Pfeiler wurden die verblieben Baumgruppen von Aufsichtsjäger Hubert Rossmann und Bernd Wieser, Verein LEiV mit vom Verein zur Verfügung gestellten Wildzäunen eingezäunt. Die Biber haben neben dem Angelteich ein eigenes Biotop voller Weiden zur Verfügung und sollten damit ihr Auslangen finden. Den ganzen Beitrag lesen »

Am Grünen Band

23. April 2012

Die Kutschenitza ist der slowenisch/österreichische Grenzfluss zwischen Rogasovci und St. Anna/Aigen bzw. Bad Radkersburg und Cankova. Ein Team von slowenischen und österreichischen Naturschützern sammelt Daten zur Revitalisierung des vor 30 Jahren extrem verbauten Grenzbaches. Man traf sich an 2 Tagen und erkundete den Bachlauf nach Möglichkeiten einer biologischen Verbesserung. Immerhin ist die Kutschenitza der einzige Zubringerbach der Mur indem sich noch Elritzen tummeln. Der Biber hat sich inzwischen ein gutes Stück am Bach gesichert und nachdem mehrere Naturschutzgebiete entlang des Baches verlaufen, hat er auch höchste Priorität. Die Bürgermeister der 6 Anrainergemeinden wurden inzwischen informiert und in das Projekt eingebunden. Kurz vor der Mündung in Sicheldorf hat man aber eine weitere Entdeckung gemacht. Eine Quelle, die den Ursprung des Baches Mokos (ung. für Eichhörnchen) markiert. Dieser Bach wurde erstmals urkundlich im Jahre 1354 erwähnt, ganau gesagt am 29. Juli. Die Präzission dieses Datums für diesen kleinen Bach lies die Delegation schmunzeln. Der meist trockene Abschnitt dieses Mini-Gewässers würde sich gut eignen um den Lauf der Kutschenitza um viele Kilometer zu verlängern.