Bauminsel in Dirnbach

27. November 2017

Bauminsel Dirnbach mit Stieleichen, Hainbuchen und einer Salweide

Seit den 70er Jahren wurden die Talböden zugunsten der mechanischen Ackerwirtschaft ausgeräumt. Fast überall sind die Landschaftselemente verschwunden, langsam aber sicher. Seit Jahren bewirtschaften wir nun schon die letzten Talmähwiesen und stellen für die Blauracken Ansitzstangen auf, um ihnen die Landschaft wieder zugängig zu machen. Doch immer enger wird es im Lebensraum der seltenen Vögel. Nun haben wir, durch gute Gespräche wieder die Gelegenheit gehabt, eine Bauminsel zu pflanzen. Seit 2001 sind das die ersten neuen Bäume im Talgebiet mit einer Ausnahme. Karl Lackner aus Dirnbach hat in der Zwischenzeit einige Eschen auf seinen Wiesen gepflanzt. Ihm gehört auch eine einzigartige Linde neben der B66 in Dirnbach, die von Jahr zu Jahr immer schöner wird. Unsere Bilanz: Birkenallee in Sulzbach, Lindenallee in Sulzbach, Obstbaumreihe entlang des Vorfluters in Sulzbach, Weidensträucher um neue Teichanlage in Hof, Hecke südlich Stainz bei Straden, Hecke nördlich Stainz bei Straden neben B 66 – Schafweide, Hecke in Muggendorf entlang Vorfluter, Streuobstreihe in Muggendorf zwischen  Wasserreservoir und Tauchenrast, Hecke und Wald in Wilhelmsdorf neben dem Sulzbach und nun die Bauminsel in Dirnbach. Dazu kamen in den letzten drei Jahren 250 neue Streuobstbäume und zwei Biotopteiche. Wir können zufrieden sein, zumindest für heuer. Den ganzen Beitrag lesen »

Herbstausflug

10. November 2014

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Die Vereinsmitglieder des Blaurackenvereines begingen wieder einen Herbstausflug. Bilder von Sepp Plaschg. Diesmal führte es uns nach Trate, Slowenien ins Schloss Obermureck, wo wir vom Institut und dem Museum Wahnsinn an der Grenze empfangen und durch das Schloss geführt wurden. Elias Dorner, Sonja und Boris Bezjak und Igor Sapec begrüßten die steirische Delegation. Das Schloss wurde erstmals im 12 Jhdt. erwähnt und gehörte den Stubenbergern. Es wurde als Wehrschloss im 16. Jhdt im Kampf gegen die Kurruzzen und Türken im Verbund mit der Burg Oberradkersburg eingesetzt und umgebaut. In der Neuzeit wurde es als sozialistische Kaderschmiede und bis 2003 als Nervenheilanstalt verwendet. Nachdem es 10 Jahre leer stand hat nun das Institut die Räumlichkeiten zur Nutzung erhalten und es an musealen Nutzungen ausgerichtet. Es finden einige Veranstaltungen regelmäßig statt. Die Freitage dienen der Öffentlichkeitsarbeit. Eine Ausstellung der Autorin Ziva Deu über die Wohnräume und Häuser berümter Slowenen wurde Leihweise im 2. Stock aufgebaut. Auch eine umfangreiche Ausstellung über die Fischwelt an der Mur kann man hier finden. Boris Bezjak, Bernd Wieser und Wilhelm Schmidt referierten über die Wasserwelten und ihre Bewohner, sowie über die Gefahren, die von Wasser-Kraftwerken ausgehen.

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Im Gasthof Eder in Sveta Ana wurde Mittag gehalten. Rund um die Kirchen wurde in den letzten Jahren viel investiert. Es gibt Aussichtsplattformen und schöne Dorfplätze. Die Kirchen und ihre Vorgärten wurden jedoch kaum verändert. Erntedankfeste zu Martine spielen eine große Rolle im Kirchenjahr. Der Schmuck der Kirchen ist nun daraufhin ausgerichtet.

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Weiter gehts in die Täler des Slovenske gorice (Slowenische Weinberge). Dort, wie auch bei uns hatte die Blauracke einst eines ihrer Verbreitungszentren gehabt. Seit 2005 ist der schöne Vogel aus den Tälern verschwunden. Wir machen Ursachenforschung. Gregor Domanjko, seine Freunde Mojza, Monika und Matjaz von DOPPS BirdLife Slovenia führen uns durch die letzten Brutgebiete des Vogels und diskutieren mit uns über Ursachen und mögliche neue Blauracken-Projekte, die wir zusammen ab 2015 durchführen werden. Wir wandern durch eines der Gebiete und bemerken den Wiesenschwund der gerade stattfindet. Vor 15 Jahren wurden nur 10 % der heutigen Maisanbaufläche mit Mais bebaut. Die Talböden werden drainiert und die Feuchtwiesen sind fast völlig verschwunden. Es gibt keine regionalen Konzepte für die Landwirtschaft. Nur der globale Markt regiert. Seit EU-Beitritt 2005 gab es eine Austrittswelle aus den ökologischen Förderungen. Es stehen kaum noch Landschaftselemente in den Tälern. Spechthöhlen sind kaum verfügbar. Vor über 10 Jahren gab es eine gemeinsame Aktion mit Nistkästen mit dem Blaurackenverein aber leider keine weitere Betreuung vor Ort. Es gibt auch keine Naturschützer mit Ortskenntnis oder aus dem Gebiet. Es wurden Studien durchgeführt die den Bekannheitsgrad der Blauracke hinterfragten und eine NATURA2000 Gebiet für die Blauracke ausgewiesen. Aber im Jahr 2013 wurde das NATURA2000 Gebiet wieder aufgelassen mit dem Hinweis, dass die Blauracken inzwischen in Slowenien ausgestorben wären. Dazu läuft ein Vertragsverletzungsverfahren mit der EU.

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Nach der Wanderung setzen wir unseren Weg fort nach Maria Schnee wo wir ein Martinifest besuchen und schließlich geht es zurück nach Trate.

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