Blauracken-Tag

11. Juli 2014

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Gerade noch rechtzeitig, bevor die jungen Blauracken ausfliegen wurde zusammen mit der Naturparkakademie ein Blaurackentag in Stainz bei Straden abgehalten. Nachdem das Wetter nicht ganz mitspielen wollte, zog man die Vorträge der Exkursion vor. Bernd Wieser, Geschäftsführer von L.E.i.V., dem Blaurackenverein erklärte, wie es zum Blaurackenprojekt kam, welche Aufgaben der Blaurackenverein erfüllt und wie die Gebietsbetreuung im Europaschutzgebiet abläuft. Karoline Kreimer-Hartmann stellt die Naturparkakademie vor. Ihre Aufgabe ist die lokale Koordination von Veranstaltungen zu Naturthemen. Michael Tiefenbach ist seit Beginn dabei und hat unzählige Daten zu den Blauracken gesammelt. Mit raffinierten Methoden hat er die Lebensweise der Blauracken untersucht und stellt einige dieser Ergebnisse dem interessierten Publikum vor. Durch die Langzeitberingung ist die Altersstruktur bei den Vögel erforscht. Der älteste Vogel im Gebiet ist demnach 8 Jahre alt. Die Bereitschaft zur Brut beginnt schon im ersten Jahr. Die Rückkehrrate der Blauracken steigt wieder an. Die Todesursachen im Brutgebiet sind zu 65 % dem Verkehr zuzuordnen, nur 25 % entfallen auf natürliche Feinde der Rest auf Krankheiten und andere Ursachen. 16 tote Vögel wurden seit Beginn der Untersuchung im Brutgebiet gefunden. Auch zu den Schutzmaßnahmen im Gebiet wird Michael Tiefenbach ausführlich. Die Nistkästen waren einer 10jährigen Entwicklung unterzogen, bis man zu den idealen Maßen für Einflugloch und Tiefe, und zum ganzheitlichen Schutz gegen Marder gefunden hatte. Mit Geolokatoren konnte die genaue Zugroute eines Vogels dargestellt werden. Die Vögel sind im Brutgebiet von ca. Mitte bis Ende April bis September. Danach überwinterte ein markierter Vogel im Grenzgebiet von Botswana zu Namibia, wo er am 21. Dezember eintraf, blieb dort für 3 Monate und kehrte relativ rasch wieder ins Brutgebiet zurück. Das Mittelmeer und die Sahara wurden zügig überflogen. Dann folgten kurze Verschnaufpausen. Diese fundamentalen Erkenntnisse schließen Lücken und Fragestellungen zu den Zugwegen. Denn da fallen die meisten Vögel der Poppulation aus. Den ganzen Beitrag lesen »