Biologischer Anbau auf den L.E.i.V. – Ackerflächen

28. April 2013

Mit der Kombination an Saatgutstreuer und Kreiselegge ist nur ein einmalige Fahrt auf dem Acker nötig um den Anbau abzuschließen

Wenn alles Mais baut, dann ist eine Alternative dazu eine richtige Wohltat in unserer Ackerlandschaft. Nicht nur wegen der hoch schädlichen Pestizide, die in Form von Herbiziden oder Beizmitteln in unsere Böden, ins Grundwasser und sogar in unser Essen und Trinken gelangen, sondern auch wegen dem Verdichten und Überdüngen der Böden. In unseren Biokulturen entwickelt sich eine reichhaltigere Flora und Fauna. Der Boden wird durch den jährlichen Fruchtwechsel lockerer und fruchtbarer. Bodengarzeiger nehmen die Plätze der Gräser und Beikräuter ein, die sich in den Maisfeldern breit machen und einen Großteil der Ackerlandschaft besiedeln. Meist sind diese Gräser neue Zuwanderer, die auch außerhalb von Maisfelder zu Problemen führen, während die Bodengarezeiger zu den aussterbenden Ackerbeikräutern gehören und durch eigene Schutzmaßnahmen wieder gefördert werden sollten. Jedenfalls sind sie schon seit Beginn der Ackerbauzeiten vor 7000 Jahren eingewandert. Dies wissen auch Hasen, Rehe oder sogar die Blauracken zu schätzen, die dann auf diesen Flächen jagen oder fressen. Vor allem wird es aber die Bienen freuen, die immer mehr in Bedrängnis kommen. Die Regenwürmer kommen auch wieder in die Böden zurück, denn das Düngen mit Schweinegülle und Handelsdünger vertragen diese Tiere überhaupt nicht. Der Blaurackenverein hat 17 Ackerflächen mit Größen von 0,1 Hektar bis ca. 0,5 Hektar mit Fruchtwechsel in Gebrauch. Durch die Kleinschlägigkeit ist zwar ein längerer Maschineneinsatz nötig, aber auch eine größere Ackerrandfläche vorhanden, die wiederum die Struktur in einem Gebiet erhöht. Am Rand finden sich auch unsere Ansitzwarten.

Als Kunde entscheiden sie über den Anbau vor ihrer Haustüre. Wer biologisch einkauft, macht den ersten Schritt in Richtung gesunde Umwelt. Wer darüber hinaus biologisch und regional einkauft, der fördert auch noch den heimischen bäuerlichen Arbeitsplatz. Mais und Soja finden sich heute in über 90 % der industriellen Nahrungsmittel unserer Supermärkte. Soja wird im Übrigen aus Übersee importiert und dort auf ehemaligen Regenwaldgrund angebaut. Den ganzen Beitrag lesen »