Ministerbesuch im Blaurackengebiet

18. Juni 2013

Wieder gab sich eine internationale Delegation ein „Stell Dich Ein“ im Naturschaugarten Stainz bei Straden. In der gemütlichen Weinlaube konnte Mag. Bernard Wieser, Gebietsbetreuer und Geschäftsführer des Blaurackenvereines, einen Überblick über die Beschäftigungsrelevanz des Naturschutzvereines L.E.i.V., für bosnische, serbische und ungarische Arbeitsministeriumsdelegierte, inklusive des bosnischen Arbeitsministers geben.

Die Entwicklung des Vereines seit den 90er Jahren, EU-Beitritt Österreichs, demographische Entwicklung in der Südoststeiermark, Entwicklung des Landwirtschaftssektors waren Thema im Vortrag. Ebenso Vorzeigeprojekte im Ökotouristischen Bereich, in der Bioenergie, im Forschungsbereich und vielen weiteren Beispielen gab es zu hören. Der Verein beschäftigt zur Zeit 6 Personen mit steigender Tendenz und bietet über 30 landwirtschaftlichen Arbeitern eine zusätzliche Einnahmequelle. Die Gemeinden profitieren von der Arbeit des Vereines nicht nur finanziell, sondern vor allem im Bereich der Gemeinschaftsbildung. So werden zahlreiche Aktivitäten im Jahr angeboten, die auch über die österreichischen Grenzen hinaus wirken. Die Landwirtschaft des Vereines läßt sich ebenfalls sehen. Doch werden die 130 ha Grünland nur für den Zweck erhalten, dass sie in Zukunft wieder von den Besitzern bewirtschaftet werden. Inzwischen widmet sich der Verein dem Fortkommen geschützter Arten, wie der Blauracke oder der Langflügelfledermaus, aber auch der Erhaltung alter Sorten im Streuobstbereich und der Erhöhung der Wertschöpfung im Grünland als Basis für Hangsicherung, Biodiversität und Lebensqualität. Dies schlägt sich schon seit Jahren in den Verkaufspreisen von Siedlungsgründen in der Region nieder. Wo schöne Wiesen sind, da wollen Menschen leben. Zwischen den intensiven Anbauflächen hat das Leben keinen Sinn.

Nach gut einer Stunde kam es noch zum Frage-Antwort-Prozess. Interesse galt dem Wert der Gründe, der Pachten, der Förderungen im Grünland und dem Endzweck des Vereines. Vom Vortragenden gab es über die Antworten hinaus noch den Wunsch des länderübergreifenden Zusammenarbeitens im Naturschutz. Vor allem die Gewässer verbinden die Staaten und bilden die Anziehungspunkte für Ökotourismus schlechthin. Diese gilt es unbedingt zu schützen. Den ganzen Beitrag lesen »