Die Schwarze Sulm – Ein Edelstein der Koralpe

13. Februar 2014

 

Dr. Walter Postl konnte mit eindrucksvollen Bildern die Schwarze Sulm und ihre Seitenbäche zeigen. Von den Quellen bis zu den Zusammenflüssen, von Endemiten, Steinmühlen und Katarakten. Die Zuhörerschaft im Haus der Vulkane war begeistert. Er zeigte aber auch die Gefahren für dieses NATURA2000 Gebiet auf. Selbstbereicherung und Ausbeutung der Natur steht da im Mittelpunkt des Interesses weniger. Was man da verliert kennen viele noch gar nicht, vor allem diejenigen, die darüber entscheiden sollen. Der Ball liegt momentan bei den EU-Richtern.

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Schwarze Sulm und Weißer Marmor

10. November 2013

Schwarze Sulm noch mit Wasser

Der diesjährige Herbstausflug brachte uns in ein weiteres, bisher noch nicht besuchtes NATURA2000 Gebiet, das der Schwarzen Sulm. Freund und Helfer, Franz Zirngast organisierte für uns das Tagesprogramm und das Mittagessen im Schwanbergstüberl. Schon auf dem Weg Richtung Deutschlandsberg  erhellte der unerwartete Sonnenschein unser Gemüt. Mit Dr. Walter Postl hatten wir einen der besten Kenner der heimischen Gesteine und Minerale als Einweiser in die Petrologie der Koralpe. In Glashütten besuchten wir den Geopark, der mitten im Dorfzentrum zahlreiche geschliffene Gesteinsproben veranschaulicht. Unter welcher unvorstellbaren Energie sich Marmor verbiegen kann, zeigen die Zeitzeugen vergangener 400 Millionen Jahre. Mindestens 3x ist Gestein durch Subduktion (Abtauchen einer Kontinentalplatte unter einer anderen) in den Erdmantel hinabgewandert, hat sich dort mit magmatischer Materie vermischt und ist wieder zurück an die Oberfläche gekommen. Ja richtig, Stein kann auch fliesen. Die Metamorphosen haben unglaubliche Vielfalt ins Gestein gebracht und zahlreiche Mineralien entstehen lassen. In der Dorfkirche zeigt uns Walter Postl die Marmorböden und den Eklogit-Altarboden mit den aufgesetzten, ineinandergeschachtelten  7 Glaskuben als Altar. Im 18. Jahrhundert ist diese Kirche gebaut worden. Die Menschen haben hier vom Glasbrennen gelebt, sowie in vielen anderen inneralpinen Tälern. Der Wald wurde damals weitgehend verheizt, Holzkohle geköhlert und Glas aus dem Silikat heraus durch Schmelze gewonnen. Ganz 85 Seelen leben noch in Glashütten. Walter Postl hat einen Geoparkführer verfaßt, der im Dorfgasthaus zu haben ist. Dort wird auch beschrieben wieviel Mühe es gemacht hat, diesen Park zu errichten. Ein Geotrail sollte entstehen, doch im Tourismus ist die Region schwach. Er wurde nie zur Gänze umgesetzt, weil sich niemand hinter das Projekt stellte. Die geschliffen Felsbrocken in Glashütten zeigen eine spannende Welt, die Geschichte des Gesteins durch die Zeiten. Neben den beiden Marmortypen werden auch die Eklogite und das Mantelgestein Gabbro gezeigt. Haben sie gewußt, dass es auf der Koralpe Lithiumvorkommen gibt? Durch einen Versuch soll erforscht werden, was eine Gewinnung an Kosten verursacht. Obwohl Lithium immer teurer wird, ist jedoch das vorliegende Mineral schwer zu bearbeiten, bovor man an das Lithium kommt.

Verbogener Marmor

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