Rangertour im Europaschutzgebiet

16. März 2012

Kiebitz - Foto Absenger

Die zweite Rangertour in den Europaschutzgebieten Südoststeirisches Hügelland und Grenzmur brachte wieder ein paar Neuigkeiten in der Natur zum Vorschein. Mit Gästen der Emmaquelle aus Bad Gleichenberg ging es wieder in die Auwälder, die zu dieser Zeit förmlich vor der Explosion stehen. Doch zuvor statteten wir den neu angekommenen Kiebitzen im Sulzbachtal einen Kurzbesuch ab. Im Raum Dirnbach brüten einige Paare schon seit Jahren. Der schmetterlingsartige Flug unterscheidet die Vögel schon von weitem von anderen Arten. Gerade stecken sie ihre Reviere ab und vertreiben Krähen und andere Gefahren aus ihrem Brutrevier. Auch der Mensch wird nicht geduldet. Leider werden die ersten Bruten den Ackerarbeiten zum Opfer fallen.

In Karla bleiben wir an einem bewaldeten Hangfuß stehen und beobachten tausende Krokuse auf einer kleinen Wiese. Daneben wächst die Hecken-Nieswurz, eine Verwandte der Schneerose. Auf der anderen Straßenseite beginnt ein Erlenwald dessen Boden mit Frühlingsknotenblumen ausgepolstert ist. Im staunassen Bereich des Hangfußes wachsen vorwiegend Weißbuchen und einige Eschen. Der Buchenwald beginnt auf den stauwasserfreien Hangböden. Wir setzen unsere Reise fort über die Radkersburger Bundesstraße und besuchen unsere Blausternkolonie, eine der letzten in der Steiermark. Sie ist durch ein Straßenprojekt schwer gefährdet. Auch das Muschelblümchen hat seine Blüten schon hervorgebracht. Nun geht es aber weiter nach Misselsdorf in den Murauwald. Beim Röcksee bleiben wir stehen und wandern durch die Au zur Aufweitung der Mur. Dieses Projekt soll der Mureintiefung entgegen wirken. Man hat am Ufer einen breiten Streifen Murauwald abgelöst und nun holt sich der Fluss den Schotter und breitet sich auf seine doppelte Breite aus. Dadurch wird er langsamer und reißt nicht soviel Schotter mit wie zuvor. Die Gänsesäger von letzter Woche sind noch da und balzen. Neben den Schwänen dummeln sich auch zahlreiche Stockenten im Fluss. Wir gehen nun Richtung Murturm und schauen uns dabei die Insektenherberge an. Viele Solitärbienen liefern sich eine Flugshow um die besten Plätze im Hotel. Der Aufstieg auf den Murturm ist zwar mühsam, aber er lohnt sich.

Von 35 m Höhe haben wir schöne Rundumsicht auf den niedrigeren Auwald. Die höchsten Bäume hier sind ca. 25 m hoch. Nur weiter entfernt gibt es einige Pappeln die noch höher zu sein scheinen. Wir sehen die Buchfinken und hören verschiedene Spechtarten. Blaumeisen und Kleiber spielen sich im Geäst. Nach dem Abstieg wandern wir zum Ende der Aufweitung. Hier hat sich ein Biber an den Weiden sattgefressen. Überall sind sie angeknabbert oder liegen bereits im Wasser. Hinten bleiben die typischen Bissspuren des Nagetieres. Vor über 10 Jahren wurden an der kroatischen Mur drei Paare ausgewildert. Diese haben sich seitdem über die ganze Mur von Spielfeld bis zur Mündung in die Drau verbreitet. Auf den trockenen Fahrwegen fliegen kleine Dünen-Sandlaufkäfer vor uns her. Sie sind auch zu Fuß schnelle Gesellen. Auch bei ihnen spielen sich schon die Paarungsrituale ab. Für unsere Rückfahrt nach Bad Gleichenberg wählen wir die Strecke auf dem Riedelkamm zwischen Sulzbachtal und Poppendorferbachtal. Erst bei Grubb II fahren wir wieder ins Tal und entlang der Westseite über Trautmannsdorf bis nach Gleichenberg. Ein schöner Tag hatte wieder viel zu bieten.

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Rangertour in die Murauen

9. März 2012

Immer mehr Gäste wollen die Natur der Europaschutzgebiete erleben. Dafür ist gerade der Frühling am Besten geeignet. Gäste der Emmaquelle haben diesen Service in Anspruch genommen.

Die Gäste aus Wien wurden mit dem Auto beim Hotel abgeholt. Die erste Station der Rangertour war Haag. Dort auf den größten zusammenhängenden Wiesenflächen in den Talböden im Schutzgebiet rasten gerade 1000e Misteldrosseln. Aufmerksam beobachten sie ihr Umfeld. Ein Turmfalke jagd ebenfalls auf der Fläche und erbeutet eine Feldmaus. Ein Stück weiter neben der Key-West-Diskothek in Straden blühen die ersten Frühlingsblüher. Frühlingsknotenblumen bedecken den Waldboden am Hang. Auch einige Bärlauchpflanzen und der Aronstab strecken ihre ersten Blätter den Himmel entgegen.

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