Brutvogelerhebung für den Österreichischen Brutvogelatlas

13. Mai 2013

Der Zustand der Vogelwelt  wird wiederkehrend in Zahlen erhoben. Viele Arten gehen zurück. Vor allem in der offenen Kulturlandschaft tut sich leider einiges. Schuld an der Misere sind die Veränderungen in der Landwirtschaft. Diese wiederum sind hausgemacht, weil wir als Konsumenten so entscheiden und der industriellen Ware den Vortritt geben. Bald wird es auch keine Alternative dazu mehr geben. Die Agrokonzerne drängen auf die Vereinheitlichung der Lebensmittel. Ob ich nun in Spanien oder in Finnland einkaufe, ich bekomme überall das selbe, nur die Packungsaufschrift ist unterschiedlich. Der kleine Bauer von nebenan ist nicht mehr da. Man hat ihm Auflagen gemacht, die er nicht mehr umsetzen konnte. Er hätte seinen Stall neu bauen sollen, hätte die Tiere während der Vegetationsperiode ins Freie lassen sollen, obwohl er neben seinen Hofgebäuden nicht genug Fläche hatte. Seine Hausschlachtung hat man ihm verboten und die Kontrollen der Agrarmarkt Austria haben das Übrige getan, um ihn vom Betrieb zu verscheuchen. Nun haben wir den Salat. Der kleine Bauer hat dem industriellen Landbewirtschafter seinen Grund verpachtet. Die Milch, das Fleisch oder das Gemüse von ihm gibt es nicht mehr ab Hof. Er selbst geht in die weit entfernte Stadt zur Arbeit um Geld zu verdienen. In der Werbung wird die Landwirtschaft noch als heile Welt dargestellt. Sie ist es nicht mehr. Die vielen Ackerraine, die blühenden Wiesen, unverbauten Feldwege und einzeln stehende Baumriesen gibt es nicht mehr. Was über bleibt, sind riesige monotone Felder, die mit ungeheuren Mengen an künstlichem Dünger und Pestiziden behandelt werden müssen. Die Milchwirtschaft hat sich in die Berge zurückgezogen. Molkereien findet man im Flachland so gut wie gar nicht mehr in Österreich. Und die Vogelarten der offenen Kulturlandschaft sind großteils verschwunden. Dort wo es sie noch gibt, sind Fördermittel dafür verantwortlich. Den ganzen Beitrag lesen »