Internationaler Besuch im Blaurackengebiet

19. Mai 2012

Ornithologen und Naturschützer aus der Schweiz, aus Frankreich und Deutschland haben im Rahmen einer Mitteleuropatour auch das Blaurackengebiet rund um Straden besucht. Die meist in Artenschutzprojekten arbeitenden Forscher haben sich hier die Feuchtwiesen in Wieden, die Blauracken in stainz bei Straden und auch die Trockenrasen in St. Anna am Aigen angesehen. Es gab einen intensiven Informationsaustausch und gute Aussichten auf internationale Vernetzung von Steinkauz-, Wiedehopf- und Blaurackenprojekt. Einen schönen Abschluss gab es noch beim Buschenschank Holler in Dirnbach. Den ganzen Beitrag lesen »

Zu Besuch auf der Orchideenwiese

8. Mai 2012

Nur noch wenige Wiesen tragen Erdorchideen. Zumeist ist das Gefüge durch Überdüngung oder falsche Pflege aus dem Gleichgewicht gekommen. Auch ist es nicht auf jeder Fläche möglich, weil bestimmte Bodenwerte passen müssen. Der PH-Wert, der Kalkgehalt im Boden und eben auch der Nährstoffreichtum oder besser gesagt die Nährstoffarmut sind hier die bestimmenden Faktoren. Zu früh dürfen Orchideenwiesen nicht gemäht werden. Meist sind es spät gemähte Flächen. Der Schnitt erfolgt erst Ende Juni oder gar nur einmal im Jahr. Zu den Wiesenorchideen zählen die Knabenkräuter, die aufgrund der knolligen Verdickung ihrer Wurzeln einen hodenähnlichen Habitus zeigen oder die Ragwurzen, der Blüten falsche Gegenheiten vortäuschen. Den ganzen Beitrag lesen »

Feuchtwiesenmahd und Forschung

10. Oktober 2011

Am Ende der Mähsaison werden die speziellen Biotope vom Blauracken Verein L.E.i.V. bewirtschaftet. Die Feuchtwiesen und ihre Lebewesen haben einen eigenen Rhytmus und ihr Aufwuchs wurde seit jeher als Einstreu in die Stallungen verwendet. (Daher kommt auch der Name Streuwiese – nicht zu verwechseln mit den Streuobstwiesen, welche ihren Namen durch die verstreute Lage im Gelände erhielten.) Das scharfkantige Heu der Sauergräser eignet sich nicht zum Verzehr durch das Vieh, aber es dient der Anreicherung der Düngermenge aus dem Stall. Dieser Dünger wurde wiederum auf die Wirtschaftsflächen der Kleinbauern (Keuschler) verteilt.

Da wir keine spezielle Verwendung mehr für diese Art Einstreu haben, kompostieren wir den Aufwuchs im Freiland. Diese Kompoststreifen dienen wiederum der Tierwelt als zusätzliches Nahrungsbiotop. Auch unsere Blauracken jagen sehr gerne in diesen Kompoststreifen. In den Feuchtwiesen leben zudem relativ große Insektenarten. Dazu gehören z. B.: Strauchschrecken, Sumpfschrecken, Zartschrecken, Goldschrecken oder Wolfsspinnen. Auch ihre Biomasse beträgt oft ein Vielfaches der normalen Wirtschaftswiesen, in denen wir zum Beispiel einige Vertreter der kleineren Grashüpfer oder die Listspinne als Massentiere beobachten können. Diese Ergebnisse erbrachten entomologische Untersuchungen von Altgrasstreifen und Referenzflächen aus dem Vorjahr und heuer. Den ganzen Beitrag lesen »