Heißer Winter, kaltes Frühjahr

2. April 2020

Streuobstblüte im Vulkanland

Das Wetter spielt verrückt. Heuer 2020 konnten wir Klimaphänomene beobachten, wie es sie schon lange nicht mehr gegeben hat. Auf einen extrem warmen Februar folgte ein eiskalter März. Das hatte damit zu tun, dass atlantische Hochdruckgebiete polare Kaltluft aus der Nordpol Region lösten und diese dann in Richtung Europa floss. Was bedeutete das für unsere Tier- und Pflanzenwelt? Den ganzen Beitrag lesen »

Frühester Frühling!

20. April 2014
Schopfiges Kreuzblümchen

Schopfiges Kreuzblümchen

Nicht nur das Datum sagt uns, wann der Frühling beginnt! Die Pflanzen sind das sicherste Zeichen für die Wärme- und Niederschlagssummen, die notwendig sind um Blüten hervorzubringen oder das Laub zu bilden. Dabei sollte man in unserer Gegend das Augenmerk auf sehr häufige Pflanzen richten. Den Frühlingsbeginn verrät uns das Buschwindröschen in den feuchteren Wäldern oder die Forsythie im Garten. Den Vollfrühling die Blüte des Kulturapfels, des Flieders oder der Rosskastanie. (Ende Februar im Südwesten Portugals – Mitte April in der Südoststeiermark – Ende Mai in Finnland) Den Frühsommer erkennen wir an der Blüte des Schwarzen Holunders. Beginn der Blütezeit ist, wenn bei mindestens 3 Blüten an einer Pflanze die Geschlechtsteile (Staubfäden oder Stempel) voll entwickelt sind und sich der Pollen löst. Pro Tag legt die phänologische Entwicklung in Europa eine Entfernung von 40 km Richtung Norden zurück. Natürlich muss man den Standort der Pflanze berücksichtigen. Denn neben einer Mauer staut sich die Hitze und begünstigt einen früheren Reifezeitpunkt. So sind die Reifezeitpunkte auch in der Südoststeiermark örtlich je nach Standortsbedingungen bis zu 2 Wochen auseinanderklaffend. Den ganzen Beitrag lesen »

Frühling kommt bald!

10. März 2013

Jetzt geht es mit riesigen Schritten in den Frühling hinein. Die Sonne hatte schon einmal ihre volle Kraft entfaltet und zusammen mit einer Südströmung waren annähernd 20°C am Thermometer abzulesen. Frühlingshochwässer waren die Folge. Wenn man am Morgen die Fenster öffnet, wird man voll getroffen vom Vogelgezwitscher. Ein Blick in den Garten zeigt uns wieder einmal, dass der früheste Frühling in Österreich noch immer in der Südoststeiermark beginnt. Die Krokusblüte verzaubert die graue regennasse Bodenmasse, noch bevor das Grasgrün durchschimmert in einen bunten Teppich. Schneeglöckchen mußten heuer länger warten, doch jetzt sind sie allesamt hervorgesprossen. In den Murauen blüht es um die Wette. Frühlingsknotenblumen und Schneeglöckchen, Illyrischer Krokus und bald auch die anderen Frühlingsgeophyten, wie der Gelbstern, der Blaustern, das Scharbockskraut oder das Buschwindröschen. Die Eulenvögel balzen ebenso, wie die Spechte, die Kleiber, die Meisen, Ringeltauben, Eichelhäher, Buchfinken und wie sie alle heißen. Die Amphibien wandern schon. Die Krötenmännchen warten leider auf der Straße, wo sie einen günstigen Überblick auf die anwandernden Weibchen haben. Das kosten tausende das Leben. Wenn es jetzt abends regnet, dann bitte bleiben sie zu Hause um der Tiere willen.

Bastbock und Hasenhochzeit

21. Februar 2013

Immer näher rückt der Frühling und die starke Sonnenstrahlung heizt die Tierwelt so richtig auf. Das Vogelgezwitscher verstärkt sich mit jedem Tag. Die Kohlmeisen sind ganz aus dem Häuschen, der Buntspecht klopft sein Revier ab und die Hasenhochzeit ist im vollen Gange. Wilde Verfolgungsjagden und Boxkämpfe unter den Rammlern sind die Folge. Die Rehböcke haben ihr Geweih fast vollständig aufgebaut. Es ist noch mit der Bastschicht geschützt. Die Wintergemeinschaften werden sich in den nächsten Wochen auflösen. Noch liegt Schnee überall und es soll noch etwas dazu kommen, aber schon bald wird er schmelzen. Nachdem der Boden kaum gefrohren ist, wird auch die Krötenwanderung bald starten. Die ersten Regenschauer werden zu einem massiven Wandertrieb bei den Tieren führen. Dann wird es wieder zu hohen Verlusten auf den Straßen kommen. Betroffen sind neben dem Wild auch Igel oder Eichkätzchen. Wenn möglich sollte man an regennassen Abenden das Auto stehen lassen! Den ganzen Beitrag lesen »

Maitriebe

13. Mai 2012

Jetzt steckt der Wald im vollen Wachstum. Frische junge Triebe mit hellgrüner Farbe wachsen an den Enden der Tannenäste – die Maitriebe. Geht man morgens in den Wald so erwartet einen die Natur in all ihrer Schönheit. Die Vögel steigern ihre Stimmkräfte in dem Bemühen die anderen Artgenossen aus dem Revier zu vertreiben. Das Waldbächlein gluckst und windet sich wie ein Regenwaldstrom im Amazonas in Miniaturform. Ein schreckender Rehbock hat gerade den Wettlauf um einen guten Revierplatz gegen seinen Kontrahenten verloren. Die Kuckucksdamen sind bereit, in ein weiteres fremdes Nest eines ihrer Eier zu legen. Junge Kohlmeisen sind aus dem Nest geflogen und werden am Boden von ihren Eltern versorgt. Den ganzen Beitrag lesen »