Frühester Frühling!

20. April 2014
Schopfiges Kreuzblümchen

Schopfiges Kreuzblümchen

Nicht nur das Datum sagt uns, wann der Frühling beginnt! Die Pflanzen sind das sicherste Zeichen für die Wärme- und Niederschlagssummen, die notwendig sind um Blüten hervorzubringen oder das Laub zu bilden. Dabei sollte man in unserer Gegend das Augenmerk auf sehr häufige Pflanzen richten. Den Frühlingsbeginn verrät uns das Buschwindröschen in den feuchteren Wäldern oder die Forsythie im Garten. Den Vollfrühling die Blüte des Kulturapfels, des Flieders oder der Rosskastanie. (Ende Februar im Südwesten Portugals – Mitte April in der Südoststeiermark – Ende Mai in Finnland) Den Frühsommer erkennen wir an der Blüte des Schwarzen Holunders. Beginn der Blütezeit ist, wenn bei mindestens 3 Blüten an einer Pflanze die Geschlechtsteile (Staubfäden oder Stempel) voll entwickelt sind und sich der Pollen löst. Pro Tag legt die phänologische Entwicklung in Europa eine Entfernung von 40 km Richtung Norden zurück. Natürlich muss man den Standort der Pflanze berücksichtigen. Denn neben einer Mauer staut sich die Hitze und begünstigt einen früheren Reifezeitpunkt. So sind die Reifezeitpunkte auch in der Südoststeiermark örtlich je nach Standortsbedingungen bis zu 2 Wochen auseinanderklaffend. Den ganzen Beitrag lesen »

Frühsommerimpressionen

30. Mai 2013

Junge Erdkröten haben ihre Entwicklung im Wasser abgeschlossen – 29. Mai 2013

Auch wenn das Wetter nicht mitzuspielen scheint, so sind doch wichtige Abläufe in der Natur bereits abgeschlossen. Es gibt viele Zeichen (Phänologie) für den beginnenden Frühsommer. Die Nester der Vögel sind voll. Aus allen möglichen Winkeln hört man Jungvögel betteln. Die Kaulquappen der Erdkröten haben ihre Wasserphase beendet und suchen nun einen neuen Lebensraum. Die ersten Tage an Land sind entscheident. Millionen versuchen ihr Glück. Viele Schmetterlingsarten haben ihren ersten, von mehreren Zyklen abgeschlossen und ihre Eier gelegt. Bei den Pflanzen achten wir auf die Vollblüte des Holunders. Diese ist regional verschieden gestaffelt. Im unteren Murtal beginnt die Vollblüte, also das Aufblühen aller Blütenstände jetzt. In den Wiesen halten wir uns an die Blüte des Knaulgrases. Dieses ist in fast allen Wiesen verbreitet. Es zeigt, wenn die Entwicklung der meisten Dauerwiesenarten abgeschlossen ist und deren Samenreife bereits begonnen hat. Da stehen wir noch kurz davor, aber in wenigen Tagen ist es zumindest im Süden soweit. Dann darf auch auf den meisten naturschutzwiesen mit der Mahd begonnen werden. Außgenommen sind die Streifenmahten. Wenn eine Wiese länger steht, dann setzten sich andere Arten durch, die einen Sommerreifezeitpunkt haben. Dies ist vor allem neben Gräben, auf trockenen Hängen oder in Feuchtwiesen der Fall. Entwickelt hat sich das durch den Menschen, der natürlich zuerst die trockenen Standorte bewirtschaftet und nur im Notfall auf die sekundären Feuchtgebiete oder mageren Trockenrasen zugegriffen hatte. Heute hat der Mensch die Feuchtgebiete verdrängt und in Wirtschaftsgelände umgewandelt. Es sind daraufhin nicht nur viele Tier- und Pflanzenarten verschwunden, sondern auch wichtige kleinklimatische Funktionen verloren gegangen. Die Zunahme der Hagelunwetter beruht auf der großlächigen Austrocknung des Kontinents. Warme Aufwinde bilden sich viel schneller. Was früher im Hochsommer stellenweise vorkam, findet heute schon im Frühling statt. Große regionale Erntverluste sind die Rechnung, die unsere Landwirte für diesen Raubbau nun erhalten. In Landschaften mit hohem Wiesenanteil ist dieser Schaden geringer, doch halten sich Wetterströmungen nicht an die nachhaltig bewirtschafteten Räume. Den ganzen Beitrag lesen »