Kommt jetzt auch der Habichtskauz zu uns?

24. März 2014
Karl Satzer, seit 25 Jahren aktiver Naturschützer aus Bairisch-Kölldorf

Karl Satzer, seit 25 Jahren aktiver Naturschützer aus Bairisch-Kölldorf

In den letzten beiden Jahren hat es in der Steiermark vermehrt Beobachtung von Habichtskäuzen (Strix uralensis) gegeben. Außerdem wurden bei den diversen Auffangstationen mindestens 6 Habichtskäuze abgegeben, die mit Fahrzeugen, Fenstern oder Leitungen kollidierten. Der Habichtskauz ist von der Größe her der 2. größte Nachtgreif nach dem Uhu. Die südliche (Balkan-) Poppulation bevorzugt Buchenwälder. Seine Ausbreitung beruht wahrscheinlich auf günstige Entwicklungen in diesen Wäldern in den letzten Jahren auf dem Balkan. Denn die Habichtskäuze kommen aus dem Süden zu uns. Mit diversen Auswilderungsprojekten möchten wir hier nicht konfrontiert werden, weil ohnehin ein Druck da ist. Da werden schon eher Nisthilfen von Nöten sein. Denn der Habichtskauz bewohnt alte höhlenreiche Wälder, die bei uns nur noch stellenweise vorhanden sind. Der Kauz ist nicht scheu, was wahrscheinlich für sein Aussterben vor ca. 150 bis 200 Jahren in unseren Breiten gesorgt hatte. Er ernährt sich vorwiegend von Mäusen, Fröschen und Insekten. Trotzdem ist Vorsicht geboten. In der Nähe seiner Brut duldet er keine Menschen.

Michael Tiefenbach und Karl Satzer mit seinem Team haben für Habichtskauzwohnungen im Europaschutzgebiet gesorgt. Bernd Wieser hat mit den Waldbesitzern gesprochen um Standorte für die großen Nisthilfen zu organisieren. Letzte Woche war es dann so weit. 15 Kästen wurden errichtet. Den ganzen Beitrag lesen »

Velebit – 4. Tag Teil 1 – Vogelkundliche Wanderung im Rosengebirge

9. Juni 2012

Die Morgen-Exkursionsgruppe mit Velimir, Barbara, Zeljko und Mitja

Nach unruhiger Nacht (eine Mountainbike-Runde hat ausführlich abgefeiert) beginnt unser 4. Tag um 4:00 Uhr früh mit einer vogelkundlichen Wanderung von Zavizan in das Rozanski Gebirge („Rosengebirge“). Die zwei Ornithologen Zeljko Salamun und seine Freundin Barbara führen uns. Ein alter Pfad führt 57 Kilometer weit nach Süden durch das unwegsame verkarstete Velebit- Gebirge. Sein Erbauer war Ante Premuzika. Die Bauzeit betrug 4 Jahre von 1930 bis 1933.

Gedenkstein für Ante Premuzica

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Artenschutztag 2011 in Herberstein

6. August 2011

Eine günstige Gelegenheit, um einem breiten Publikum aus Österreich die Artenschutzprojekte näher bringen zu können, bot sich am Artenschutztag in Herberstein. Das Europaschutzgebiet Feistritzklamm und der Tierpark Herberstein zählen zu den besten Insektenlebensräumen Europas. Neben den lokalen Attraktionen wurde das Luchs-, das Waldrapp-, das Weißstorchen-, das Habichtskauz- und das Blaurackenartenschutzprojekt von den verantwortlichen Projektleitern präsentiert. Auch der Naturschutzbund Steiermark und der KffÖ – Fledermaus-Stand aus Oberösterreich bereicherten die Artenschutzausstellung. Ein Quiz führte junge Menschen durch die einzelnen Stände. Verlost wurden anschließend Produkte der Artenschutzinitiativen.

Mag. Emanuel Trummer und Erwin Holzer hatten im Anschluss an die Ausstellung noch eine Überraschung parat. Über dem Pumagehege liegt ein Trockenrasenstandort, wo abends einige Leuchtfallen aufgebaut wurden. Das optimale Wetter lockte schließlich noch viele interessierte Menschen und unzählige Insekten zu den Leuchtschirmen. Organisiert wurde der Leuchtabend von der Naturparkakademie. Zwischen heulenden Wölfen und brüllenden Löwen war es in stockfinsterer Nacht und bei über 20 °C ein aufregender Forschungsabend. Die einzigen die zugebissen haben, waren die Hornissen, die Groß-Raubtiere unter den Insekten, die sich ebenfalls zahlreich am Leuchtgerät versammelten. Den ganzen Beitrag lesen »