Von Krausen Glucken und Hexeneiern

24. September 2011

Stinkmorchel - Phallus impudicus - Hexeneier werden in Salzwasser gekocht

 

Trotz einer Woche ohne Regen und 25 °C fanden 65 Pilzarten den Weg in die Körbchen ihrer Sammler. Man muß eben die feuchteren Gräben aufsuchen, wenn sich auf den Südhängen nichts mehr zeigt. Heinz Detlef Prelicz und Bernard Wieser hielten auch heuer wieder einen Pilzkurs in Oedt bei Feldbach ab. Mit dabei waren über 20 Pilzfreunde aus Feldbach und Umgebung. Sogar aus Wien und Jennersdorf im Burgenland waren sie gekommen um näheres zu erfahren. Die Bedeutung der Pilze in unserer Umwelt, die Aufteilung in ihre Funktionen und die Unterscheidung der großen Gruppen innerhalb der Pilze standen am Programm, bevor es zum Suchen in die Wildnis des Fiswaldes ging. Nach drei Stunden kehrten sie wieder zurück und wurden beim Imker-Bauernhof Rauch in Oedt bewirtet. Eine Ausstellung und die Verkostung einiger Arten standen dann noch am Programm. Die Highlights dieser Verkostung im heurigen Jahr waren: Leberreischling – Fistulina hepatica, Anis-Egerling – Agaricus essetii und Feld-Champignon – Agaricus campestris, Stinkmorchel-Hexenei – Phallus impudicus, Schwarzblauender Röhrling – Boletus pulverulentus, Wurzelschleim-Rübling – Xerula radicata, Rötel-Ritterling – Laccaria laccata, Rotstiel-Röhrling – Xerocomus chrysenteron, Grauer Scheidling – Amanita vaginata, einige Täublingsarten – Russula heterophylla, cyanoxantha, vesca, virescens, Perlpilz – Amanita rubescens, Krause Glucke – Sparassis crispa, Duftender Eierschwamm – Cantharellus friesii, Semmelstoppelpilz – Hydnum repandum und weitere Arten. Alles in allem gute Speisepilze, wenn auch nicht alltäglich. Das Wissen um die Kenntnis und den Genuss unserer häufigsten Waldpilze ist bei den meistens Menschen schon sehr verkümmert. Vor der industriellen Revolution waren Mischpilzgerichte an der Tagesordnung in heimischen Haushalten. Den ganzen Beitrag lesen »