Geflügelter Patient

13. Oktober 2016

 

Der Uhu knackt mit dem Schnabel und sortiert seine Umgebung

Der Uhu knackt mit dem Schnabel und sortiert seine Umgebung – Frau Gmeiner und Andreas

Vor wenigen Tagen kam ein Anruf von Familie Gmeiner aus St. Anna am Aigen. Ein großer Vogel liegt auf der Terrasse. Der Jäger war schon da und hat nachgesehen. Er kann da nichts machen. Also sind Andreas Tiefenbach und ich aufgebrochen und haben uns das Tier geholt. Auf der Terrasse liegt ein ausgewachsener Uhu. Die Beine des Uhus bewegten sich nicht, aber die Flügel sind noch intakt. Am Schnabel sieht man Blutreste, aber er schaut noch ganz hell in die Kamera und knackt mit dem Schnabel, dass es eine Freude ist. Eine Bleivergiftung vermutet Andreas. Die größeren Vögel haben eine sehr starke Magensäure. Wenn sie angeschossenes Wild verspeisen, dann lößt die Magensäure das Blei. Es greift die Nervenzellen im Körper an und lößt Lähmungen in den Beinen aus. Zumindest wird das bei Adlern und Wasservögeln immer wieder beobachtet. Das ist zumindest eine Vermutung. Wir fuhren zum Tierarzt nach Fehring. Dr. Eder untersuchte den Uhu kann aber keine gröberen Verletzungen finden. Er rief die Wildtierkunde in Wien an. Die konnten aber nicht helfen. Also musste der Vogel zu den Profis. Andreas brachte ihn nach Kornberg in die Greifvogelstation von Herbert Völkl. Wir warteten dann, ob er es überleben wird. Schon einen Tag später erfahren wir, dass der Uhu wieder friesst und sitzen kann. Es war höchstwahrscheinlich doch ein Zusammenstoß mit einem Fahrzeug. Dadurch ist die Wirbelsäule gestaucht worden. Dem Uhu geht es verhältnismäßig gut. In wenigen Tagen sollte er wieder fliegen können. Den ganzen Beitrag lesen »