Herbstausflug zur Weißen Sulm

12. November 2019

Das Schillern des Weines im Glas gibt dem Schilcher seinen Namen

Traditioneller Weise fährt der Blaurackenverein anfang November noch einmal mit dem Bus in ein Naturschutzgebiet um dort Mensch und Kultur, und seine von ihm gestaltete Umwelt zu erleben. Eine bekannt steirische Region ist das Schilcherland, das seinem Namen der Eigenschaft einer sehr alten Weinsorte, Blauer Wildbacher verdankt, dem Schillern!

Die Weiße Sulm hat im Vergleich zu ihrem Schwesternbach, der Schwarzen Sulm ein sehr helles kaum von Mooren dunkel gefärbtes Wasser

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Herbstausflug2018

5. November 2018

Gruppenbild am Thenauer Riegel

Ein neues Zielgebiet unserer Herbstausflüge hat sich für uns heuer mit dem Leithagebirge im Norden des Burgenlandes eröffnet. Pannonische Wälder und Federgras-Felssteppen mit noch ansehnlichem Ausmaß neben einer nachhaltig gestalteten, touristisch bedingten Kulturlandschaft, waren das Vormittagsziel. Der Thenauer Riegel bietet einen Federgras-Steppenrasen mit östlichen Pflanzen- und Tierelementen. Offen gehalten wird er durch zeitweilige Beweidung mit Rindern. Diese findet aber scheinbar nicht jedes Jahr statt. Der Aufwuchs ist allerdings nicht üppig und so scheint es auch nicht notwendig zu sein, öfters zu beweiden. In den Randlagen befindet sich eine Deponie. Den ganzen Beitrag lesen »

Ausflug in den Naturpark Weinidylle

6. November 2016
Die Kellstöckl von Heiligenbrunn

Die Kellerstöckl von Heiligenbrunn

Der Blaurackenverein hat einen Gegenbesuch ins Uhudlerland, im Naturpark Weinidylle beim Streuobstwiesenverein von Brigitte Gerger, einer Landschaftsplanerin aus Güssing, abgestattet. Den ganzen Beitrag lesen »

Herbstausflug

10. November 2014

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Die Vereinsmitglieder des Blaurackenvereines begingen wieder einen Herbstausflug. Bilder von Sepp Plaschg. Diesmal führte es uns nach Trate, Slowenien ins Schloss Obermureck, wo wir vom Institut und dem Museum Wahnsinn an der Grenze empfangen und durch das Schloss geführt wurden. Elias Dorner, Sonja und Boris Bezjak und Igor Sapec begrüßten die steirische Delegation. Das Schloss wurde erstmals im 12 Jhdt. erwähnt und gehörte den Stubenbergern. Es wurde als Wehrschloss im 16. Jhdt im Kampf gegen die Kurruzzen und Türken im Verbund mit der Burg Oberradkersburg eingesetzt und umgebaut. In der Neuzeit wurde es als sozialistische Kaderschmiede und bis 2003 als Nervenheilanstalt verwendet. Nachdem es 10 Jahre leer stand hat nun das Institut die Räumlichkeiten zur Nutzung erhalten und es an musealen Nutzungen ausgerichtet. Es finden einige Veranstaltungen regelmäßig statt. Die Freitage dienen der Öffentlichkeitsarbeit. Eine Ausstellung der Autorin Ziva Deu über die Wohnräume und Häuser berümter Slowenen wurde Leihweise im 2. Stock aufgebaut. Auch eine umfangreiche Ausstellung über die Fischwelt an der Mur kann man hier finden. Boris Bezjak, Bernd Wieser und Wilhelm Schmidt referierten über die Wasserwelten und ihre Bewohner, sowie über die Gefahren, die von Wasser-Kraftwerken ausgehen.

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Im Gasthof Eder in Sveta Ana wurde Mittag gehalten. Rund um die Kirchen wurde in den letzten Jahren viel investiert. Es gibt Aussichtsplattformen und schöne Dorfplätze. Die Kirchen und ihre Vorgärten wurden jedoch kaum verändert. Erntedankfeste zu Martine spielen eine große Rolle im Kirchenjahr. Der Schmuck der Kirchen ist nun daraufhin ausgerichtet.

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Weiter gehts in die Täler des Slovenske gorice (Slowenische Weinberge). Dort, wie auch bei uns hatte die Blauracke einst eines ihrer Verbreitungszentren gehabt. Seit 2005 ist der schöne Vogel aus den Tälern verschwunden. Wir machen Ursachenforschung. Gregor Domanjko, seine Freunde Mojza, Monika und Matjaz von DOPPS BirdLife Slovenia führen uns durch die letzten Brutgebiete des Vogels und diskutieren mit uns über Ursachen und mögliche neue Blauracken-Projekte, die wir zusammen ab 2015 durchführen werden. Wir wandern durch eines der Gebiete und bemerken den Wiesenschwund der gerade stattfindet. Vor 15 Jahren wurden nur 10 % der heutigen Maisanbaufläche mit Mais bebaut. Die Talböden werden drainiert und die Feuchtwiesen sind fast völlig verschwunden. Es gibt keine regionalen Konzepte für die Landwirtschaft. Nur der globale Markt regiert. Seit EU-Beitritt 2005 gab es eine Austrittswelle aus den ökologischen Förderungen. Es stehen kaum noch Landschaftselemente in den Tälern. Spechthöhlen sind kaum verfügbar. Vor über 10 Jahren gab es eine gemeinsame Aktion mit Nistkästen mit dem Blaurackenverein aber leider keine weitere Betreuung vor Ort. Es gibt auch keine Naturschützer mit Ortskenntnis oder aus dem Gebiet. Es wurden Studien durchgeführt die den Bekannheitsgrad der Blauracke hinterfragten und eine NATURA2000 Gebiet für die Blauracke ausgewiesen. Aber im Jahr 2013 wurde das NATURA2000 Gebiet wieder aufgelassen mit dem Hinweis, dass die Blauracken inzwischen in Slowenien ausgestorben wären. Dazu läuft ein Vertragsverletzungsverfahren mit der EU.

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Nach der Wanderung setzen wir unseren Weg fort nach Maria Schnee wo wir ein Martinifest besuchen und schließlich geht es zurück nach Trate.

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Schwarze Sulm und Weißer Marmor

10. November 2013

Schwarze Sulm noch mit Wasser

Der diesjährige Herbstausflug brachte uns in ein weiteres, bisher noch nicht besuchtes NATURA2000 Gebiet, das der Schwarzen Sulm. Freund und Helfer, Franz Zirngast organisierte für uns das Tagesprogramm und das Mittagessen im Schwanbergstüberl. Schon auf dem Weg Richtung Deutschlandsberg  erhellte der unerwartete Sonnenschein unser Gemüt. Mit Dr. Walter Postl hatten wir einen der besten Kenner der heimischen Gesteine und Minerale als Einweiser in die Petrologie der Koralpe. In Glashütten besuchten wir den Geopark, der mitten im Dorfzentrum zahlreiche geschliffene Gesteinsproben veranschaulicht. Unter welcher unvorstellbaren Energie sich Marmor verbiegen kann, zeigen die Zeitzeugen vergangener 400 Millionen Jahre. Mindestens 3x ist Gestein durch Subduktion (Abtauchen einer Kontinentalplatte unter einer anderen) in den Erdmantel hinabgewandert, hat sich dort mit magmatischer Materie vermischt und ist wieder zurück an die Oberfläche gekommen. Ja richtig, Stein kann auch fliesen. Die Metamorphosen haben unglaubliche Vielfalt ins Gestein gebracht und zahlreiche Mineralien entstehen lassen. In der Dorfkirche zeigt uns Walter Postl die Marmorböden und den Eklogit-Altarboden mit den aufgesetzten, ineinandergeschachtelten  7 Glaskuben als Altar. Im 18. Jahrhundert ist diese Kirche gebaut worden. Die Menschen haben hier vom Glasbrennen gelebt, sowie in vielen anderen inneralpinen Tälern. Der Wald wurde damals weitgehend verheizt, Holzkohle geköhlert und Glas aus dem Silikat heraus durch Schmelze gewonnen. Ganz 85 Seelen leben noch in Glashütten. Walter Postl hat einen Geoparkführer verfaßt, der im Dorfgasthaus zu haben ist. Dort wird auch beschrieben wieviel Mühe es gemacht hat, diesen Park zu errichten. Ein Geotrail sollte entstehen, doch im Tourismus ist die Region schwach. Er wurde nie zur Gänze umgesetzt, weil sich niemand hinter das Projekt stellte. Die geschliffen Felsbrocken in Glashütten zeigen eine spannende Welt, die Geschichte des Gesteins durch die Zeiten. Neben den beiden Marmortypen werden auch die Eklogite und das Mantelgestein Gabbro gezeigt. Haben sie gewußt, dass es auf der Koralpe Lithiumvorkommen gibt? Durch einen Versuch soll erforscht werden, was eine Gewinnung an Kosten verursacht. Obwohl Lithium immer teurer wird, ist jedoch das vorliegende Mineral schwer zu bearbeiten, bovor man an das Lithium kommt.

Verbogener Marmor

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