Ameisenuntersuchungen 2020 abgeschlossen

5. Dezember 2020

Bei den Ameisenuntersuchungen ging es um das bisher in Forschungsarbeiten kaum beachtete Insekten-Biomassepotential in Grünlandflächen. Auf ausgewählten Versuchsflächen mit hoher Biodiversität (vorwiegend Halbtrockenrasen, aber auch Tal-Magerwiesen) sollten über die Völkerdichten von allen vorkommenden Ameisenarten die Insekten-Biomasse einer Wiese ermittelt werden, bzw. Grundlagendaten dafür gefunden werden. Herbert Wagner lieferte dazu eine für unsere Region fundamentale Erststudie.

So kommen wir auf Werte von 50 bis 160 Kilogramm Ameisen/ha. Erst dadurch wird deutlich, welche Bedeutung alte ungedüngte Wiesen für die Nahrungsketten darstellen.

 

Flug der Ameisenköniginnen

28. Juni 2012

Milliarden Ameisenköniginnen fliegen derzeit aus ihren Bauten um neue Völker zu gründen. Nur wenige werden erfolgreich sein. Trotzdem ist die Biomasse der Ameisen die größte tierische Biomasse der Erde. Sie tragen auch zur natürlichen Düngung unserer Böden wesentlich bei, den sie sind die Kompostierer unter den Insekten schlechthin. Ihre Ernährungsweise ist unterschiedlich, manche sind streng vegetarisch, andere wiederum züchten Pilze und wieder andere räumen alles weg, was anfällt. Manche leben vom Holz und sind bei uns unbeliebt, weil sie unsere Bauwerke zerstören können. In unseren Wäldern hat jeder Baum sein Ameisenvolk. Auf unseren Wiesenflächen gibt es bis zu einhundert Völker je Hektar. An die einhundert Ameisenarten werden in der Steiermark vermutet. Weltweit sind es tausende Arten. Erst vor einem Jahr wurden im Europaschutzgebiet Südoststeirisches Hügelland 5 neue Arten für die Steiermark nachgewiesen. Eine in Österreich als ausgestorben vermutete Art, die Salzameise, wurde erstmals in der Steiermark von Mag. Heri Wagner nachgewiesen.