Hochwasser

16. September 2014

 

Die Mur bei Donnersdorf

Die Mur bei Donnersdorf

Verstehen sie mich nicht falsch. Es ist keine Schadenfreude eines Naturschützers dabei, darauf hinzuweisen, dass Hochwässer in der heutigen Zeit hausgemacht sind und es auch für alle Zukunft bleiben werden. Denn im Gegensatz zu den Hochwässern, welche vor 60/70 Jahren oder mehr unsere Landschaften heimgesucht haben, besteht heute ein, um ein vielfach gößeres Verbauungsvolumen im Einzugsgebiet der Flüsse. Und auch wenn alle Bauprojekte oberflächenwassermäßig rechtliche Bescheide besitzen, so ist da doch die Summenwirkung aus allen Projekten, die nie in diese Bescheide Einfluss findet. Hier hätte der Gesetzgeber viel zu tun. Und deshalb schwimmt auch schon beim 5-10jährigen Hochwasser eine Stadt wie Jennersdorf.

Bilder und ein Bericht von der Grenzmur erreichen uns von Gebietsbetreuer Andreas Breuss:

MurHochwasser2014-09-14 (12) - Kopie

Ein verlängertes Wochenende in den Murauen konnte ich mit den Beobachtungen des Hochwassers verbringen.

Am Samstag, 13. September 2014 bereits hob sich der Wasserstand der Mur im Abschnitt zwischen Donnersdorf bei Halbenrain und Sicheldorf  bei Bad Radkersburg rapid an, und die Mur trat in diesem Bereich über die Ufer. Bis in die Nacht von Samstag auf Sonntag waren rund 60 Liter Regen pro m² heruntergegangen. Die Mur schwoll weiter an und durchfloss laut rauschend den Auwald.

MurHochwasser2014-09-14 (18) - Kopie

Bis Sonntag zu Mittag war der gemessene Höchststand der Durchflussmenge laut Auskunft unserer Feuerwehrkollegen in Gornja Radgona bei ihrer Meßstelle mit 1354 m³ pro Sekunde erreicht. Angeblich war der Höchstdurchfluss an dieser Stelle in den letzten 20-30Jahren 1270 m³ pro Sekunde. Normales Mittelwasser bewegt sich dort zwischen 80 und 120 m³ pro Sekunde und in den trockensten Zeiten bis hinunter auf 45 m³ pro Sekunde. Den ganzen Beitrag lesen »

Energiegesellschaften schalten nach Unfall in Kärnten in allen Medien

14. November 2012

Überschwemmungen bei Varazdin – Aufnahme von Darko Grlica – Virovitica

Um die Reputation der Wasserkraft widerherzustellen schalten die Energiegesellschaften, allen voran der Verbund in allen größeren Medien laufend Werbungen. Kein Wunder, dass die verheerenden Folgen des Hochwasser-Unfalles in Kärnten, Slowenien und Kroatien kaum erwähnt werden. Auch von den Untersuchungen, die der Bürgermeister von Lavamünd und sogar der Kärntner Landeshauptmann gefordert haben, hört man nichts mehr. Verschwiegen werden natürlich die Folgen für die Unterliegenden in Slowenien und Kroatien. Den ganzen Beitrag lesen »