Big Jump

16. Juli 2018

Rettet die Mur vor den Umweltzerstörern

Spring in deinen Fluss, so lautet die Devise des WWF. In ganz Europa findet diese Veranstaltung zur gleichen Zeit an zahlreichen Flüssen statt. Worum geht es? Wir sollen wieder ein Gefühl für unseren Fluss entwickeln, sollen uns nicht die Entscheidungen aus der Hand nehmen lassen, wenn es um die Bewahrung unseres wichtigsten Lebensspenders geht. Den ganzen Beitrag lesen »

800 wandern gegen Murkraftwerk in Hrastje Mota

5. Februar 2018

Das internationale Murschutzkomitee führt zum Weltfeuchtgebietstag jährlich die Ramsarwanderung durch. Der Mur- Drau- Donauverbund, der hier 700 Kilometer weit ab Spielfeld ungestaut vorliegt, wird auch als Amazonas Europa bezeichnet. Diese Strecke zählt zu den letzten 2 langen Verbundstrecken in Europa. Diesmal wurde das Murabwärts-liegende Stück des geplanten Murkaftwerks Hrastje Mota in Krog südlich von Murska Sobota bewandert. Menschen aus Slowenien, Kroatien, Ungarn und Österreich trafen sich an der Murfähre.

Ebenso dabei, der Bürgermeister von Murska Sobota, ‎Aleksander Jevšek, der um die Trinkwasserreserven für das Nordslowenische Goricko-Gebiet fürchtet und der Landwirtschaftsminister Dejan Zidan , der die Landwirtschaft durch das Projekt bedroht sieht. Immerhin werden die Grundwasser um über 1 Meter abgesenkt um mehr Strom zu erzeugen. Durch den Sedimentrückhalt wird die Mur auf 70 Kilometer rasant (in den nächsten 25 Jahren) eingesenkt, was natürlich auch die Rechte der Kroaten und Ungarn betrifft und etwa 15.000 ha Auwald vernichtet. Dort besteht schon seit längerer Zeit ein Biosphärengebiet, wo die Anrainerstaaten wirtschaftlichen Aufschwung im Tourismus zu Recht erwarten. 15 von 50 Fischarten werden nicht mehr auf österreichisches Terrain vordringen können, weil sie Fischaufstiege meiden und nur im großen Wasser schwimmen. Im Prinzip verlieren alle und das für unsichere und viel zu teure Wasserkraftwerke, die das halbe Jahr keinen Strom liefern können, weil zu wenig Wasser aus dem Gebirge kommt. Den ganzen Beitrag lesen »

Murwanderung

7. Januar 2018

Warum werden die Anliegen der Naturschützer von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen? Der Grund liegt in der medialen Berichterstattung. Wenn es darum geht, Argumente für die Natürlichkeit von Lebensräumen den wirtschaftlichen Überlegungen voranzustellen, wird meistens nur über Personen berichtet, die sich profilieren wollen und nicht über die Sachlage selbst, zumindest zeigt sich dass in über 90% der Artikel über heimische Kraftwerksprojekte. Lippenbekenntnisse der Politik zum Stopp des Artenverlustes seit 2 Jahren stehen nun wieder neuen Bestrebungen entgegen, die restlichen 5 % Fließwasserstrecken ebenfalls noch zu verbauen und dabei handelt es sich fast ausschließlich um rechtliche Naturschutzgebiete.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich noch immer lokale Politiker der Tragweite ihrer Aussagen nicht bewußt sind, wenn sie auch nur einen Spalt offen lassen für die Lobbiisten der Wasserkraftwerke. Wenn sich im Murtal ein Bürgermeister mit den gesunkene Grundwasserständen einen Ausbau der Wasserkraft zur Hebung dieser wünscht, dann hat er seine Hausaufgaben leider noch immer nicht gemacht. Seit Jahrzehnten finden Gewässerenquetten statt, die auf die Funktionalität der Gewässer hinweisen, auf die Vorteile der offenen Fliessstrecken für Grundwasser, Wald- und Landwirtschaft und natürlich für das ökologische Gleichgewicht und das Kleinklima.

In Slowenien, ab Trate gab es nun wiederholt eine Wanderung der Murschützer mit einer groß angelegten Informationsoffensive für die Bürger, die Medien und die Lokalpolitiker. Über 300 Wanderer kamen trotz weicher Bodenbedingungen in die Au und blieben bis lange in den Nachmittag hinein in Sladki Vrh um den Kommentaren der Ökologen und Bürgermeister zu lauschen. Das Resumee, in Slowenien ist man sich der Sachlage bewußt, in Österreich leider noch immer nicht. Den ganzen Beitrag lesen »

Neuer Big Jump Rekord in Weitersfeld

10. Juli 2017

Die Organisatoren des diesjährigen Big Jump an der Mur haben sich alle Mühe gegeben und so ist es nicht verwunderlich, dass trotz der neuen Stelle für den Sprung in die Mur 3mal sowiele Leute dabei waren als im Vorjahr. Der Fluss zeigte sich von seiner angenehmen Seite. Er war schon zu warm für diesen Abschnitt. Auf fast 500 m konnte man hinunterschwimmen bis zur Murfähre und dort beim Rafthing-Einstieg wieder den Fluss verlassen. Alt und Jung haben sich der Aktion angeschlossen. 150 Schwimmer sind Rekord.

Mur-Landschaften

8. Mai 2016
Die Akteure vonli. Elias Dorner, Reinhard Padiner, Andreja Slamersek, Maria Groppenberger, Sr. Ruth Lackner, Hannelore Nenning, X, Bernard Wieser, Julia Bauernfeind, Anton Vukan, Sonja Bezjak, x, x

Die Akteure von li. n. re.: Elias Dorner, Reinhard Padinger, Andreja Slamersek, Maria Groppenberger, Sr. Ruth Lackner, Hannelore Nenning, XX, Bernard Wieser, Julia Bauernfeind, Anton Vukan, Sonja Bezjak, XX

Die Österreichischen Nationalparkmaler, das Museum Norosti – Museum des Wahnsinns, das Internationale Murschutzkomitee, der WWF – Slovenja und die Stadtgemeinde Mureck organisierten die Ausstellung und Vernissage Murlandschaft. Anwesende Künstler Hannelore Nenning, Sr. Ruth Lackner, Julia Bauernfeind und Maria Groppenberger (Organisation), Museum Dr. Sonja Bezjak, Elias Dorner und Reinhard Padinger, Murschutzkomitee Mag. Bernard Wieser, WWF Andreja Slamersek, Stadtgemeinde Mureck Bgm. Anton Vukan.

Maria Groppenberger und Manfred Nenning vor den Bildern von der Murmündung in die Drau bei Legrad

Maria Groppenberger und Manfred Nenning vor den Bildern von der Murmündung in die Drau bei Legrad

Die Ausstellung Mur-Landschaften der Österreichischen Nationalparkmaler zeigen die momentanen Impressionen eines dynamischen Flusses ohne Wehre als Zentrum der Gesellschaft mit einem kritischen Blick in Richtung Zukunft. Das Museum Norosti in Trate (Schloss Obermureck) stellte seine Räumlichkeiten zur Verfügung und zeigt zwischen 7. und 17. Mai von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr täglich diese sehr gelungene und umfangreiche Bilderserie vom Murursprung in den Hohen Tauern im Lungau bis zur Mündung in die Drau bei Legrad in der kroatischen Gespanschaft Medimurje mit zahlreichen Bildern von der Grenzmur. Eine Videobotschaft von Bernd Lötsch ergänzt die Ausstellung ebenso, wie eine Argumentationsreihe von Bernard Wieser und eine Ausstellung vom WWF. Den ganzen Beitrag lesen »