Durch das wilde Lafnitztal

6. Juni 2013

Seit Jahrzehnten bemühen sich einige Naturschutzorganisationen zusammen mit Wasserbau und Land Steiermarkum den Schutz der unverbauten Lafnitz und deren Randbiotope. Seit wenigen Jahren haben Naturschutzjugend mit der Biberburg in Wörth und Biologische Arbeitsgemeinschaft mit der Biologischen Station in Burgau sich für die ökologische Zukunft dieses traumhaften Gebietes gerüstet. Wertvollste Feuchtwiesen, zahlreiche Landschaftselemente, naturnahe Auen, das ist das Vermächtnis einer bewegten Vergangenheit, eines hin und her zwischen verschiedenen Staaten. Die Lafnitz war immer Grenzfluss und wurde deshalb nicht angerührt, nicht begradigt. Sie blieb wild und bei jedem Hochwasser verändert sich ihr Flusslauf, gräbt sich durch das Umland, bildet Steilufer mit Prallwänden und Sandbänke. Grund genug für eine Ausweisung als Ramsargebiet und als NATURA2000 Gebiet. Man hat Gründe angekauft, damit der Fluss mäandrieren kann, aber auch um Hochwasserräume zu erhalten, als Schutz für die Menschen. In diesen wachsen saure Wiesen. Feuchtwiesen, die teilweise unter Wasser liegen, mit einer artenreichen Flora und Fauna. In den Sträuchern schlagen die Schwirle und warnen die Sumpfrohrsänger, singen die Goldammern und nisten die Neuntöter. Zwischen Knöterich und Schwertlilie findet man andere Seltenheiten, wie z. B.:  den Flutenden Schwaden, den Sumpfquendel, oder das Breusische Laserkraut. Es gibt aber auch die Randbereiche des Tales in denen sich der Mensch immer neue Dinge einfallen hat lassen. Auf den Anhöhen auf lehmigen Böden lies man Teiche bauen, die nur vom Himmel gespeist werden, die Neudauer Teiche der Familie Kottulinski, deren Mausoleum weithin sichtbar am Waldrand steht. In Burgau züchtet ein Mann Freilandschweine, die er Sonnenschweine nennt. Was früher normal war, ist heute außergewöhnlich. Die Grünen halten auf ihrer Österreichtour genau dort an und füttern die Schweine. Danach trifft man sich in der Kostbar des Labonca-Züchters und schenkt gesundes Bioprodukt aus. Und einen außergewöhnlichen alten Baum gibt es in der Nähe von Burgau in Bierbaum. Eine 1000jährige Eiche, die mindestens 700 Jahre alt ist. Ihr Wuchs ist schon etwas gedrungen. Die Krone läd sich über 38 Meter breit aus. Einfach majestätisch und ergreifend. Den ganzen Beitrag lesen »