Endlich Regen!

20. März 2012

Zwischen 5 und 10 Liter pro Quadratmeter hat es gestern in der Südoststeiermark geregnet. Genug um die Amphibienwanderung zu starten. Schon gestern morgen waren die ersten Krötenweibchen zum Laichen unterwegs. Heute sind ca. 10 % der Wanderer an den Zäunen gewesen. Die ersten Springfrösche und wieder einige Teichmolche waren auch dabei. Der Frühling auf den Wiesen ist ebenfalls im vollen Gange. Verschiedene Veilchenarten, wie z. B.: Das Weiße Veilchen, das Hecken-Veilchen und das Duft-Veilchen auf den vulkanischen Böden oder das Hundsveilchen und das Wiesen-Veilchen auf den Mager- und Trockenrasen, in den Wäldern das Hain-Veilchen und das Wald-Veilchen. Sie sind allesamt schwer zu unterscheiden, blühen aber alle jetzt. Die Blüten sind übrigends Täuschblüten. Eine wunderschöne Frühlingsblume unserer Region ist die Hundszahnlilie, die ebenfalls auf den vulkanischen Böden ihren Schwerpunkt besitzt. Es gibt sie aber auch vereinzelnd in Auwäldern und Buchenwäldern über Schotterböden. Auch die Taubnesseln blühen jetzt intensiv und bilden eine der wichtigsten Nahrungsgrundlagen für die Hummelköniginnen, die sich jetzt noch einmal stärken, bevor es losgeht mit der Nistplatzwahl und dem Brutgelege.

Helle Aufruhr herrscht auch in der Vogelwelt. Meisen, Amseln, Finken, Kleiber und Spechte beginnen mit dem Brutgeschäft und dem Revierverhalten. Auf unseren Teichen rasten aufgrund der gestrigen Schlechtwetterbedingungen einige Durchzügler. Sturmmöwen, Lachmöwen, Pfeifenten, Spießenten, Knäkenten, Löffelenten, Krickenten und Tafelenten, Haubentaucher und Blässhühner sieht man da und auf den Schlammflächen rasten Rotschenkel, Flussregenpfeifer, Flussuferläufer, Berg-Piper und Bekassinen. Immer mehr Schwarzkehlchen sind jetzt zu beobachten und Rohrammern durchziehen unser Gebiet. Die letzten Kormorane ziehen nun wieder nach Norden. Nur wenige Jungvögel bleiben noch etwas länger hier. Graureiher häufen sich nun und suchen nach Nahrung. Bald werden die Eier ausgebrütet sein. Oft legen die Reiher weite Strecken zwischen ihrem Brutbaum und dem Nahrungsgebiet zurück. Den ganzen Beitrag lesen »