Naturschutzgebiet Hohenbrugg-Schiefer

19. Dezember 2014

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Über 30 Jahre ist es her, als die ersten Maßnahmen in Richtung Naturschutzgebiet gesetzt wurden. Die Altarme in Hohenbrugg und Schiefer bei Fehring wurden von Bund und Österreichischer Naturschutzjugend gekauft, ein Ableitungsssystem wurde entwickelt und in den frühen 90er Jahren erstmals eine Fischaufstiegshilfe an der Raab etabliert. 2,5 Kilometer lang sind die Reste der alten Raab und noch immer mit Wasser befüllt. Der Kroppibach und der Grenzbach fließen aus dem Süden zu und speisen die Altarme. Eine Verbindung zur Raab wurde offen gehalten.

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Im Fluss wurde jedoch ein Wasserkraftwerk gebaut. Durch den Rückstau fiel auch der obere Altarm wieder unter Wasser. Die bereits angewachsenen Bäume starben ab und es entwickelte sich ein urtümliches Bild, das den Vergleich zu tropischen Flusssystemen nicht scheuen mußte.

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Doch die meisten anderen Altarme der Raab erleideten ein anderes Schicksal. Jahrzehntelang dienten sie als Müllkippen, wurden schließlich zugeschüttet und zu Ackerflächen umfunktioniert. Anfang der 80er Jahre dann kippte das Flusssystem und die ersten Naturschutz-Bewegungen entstanden. Die verbliebenen Altarme wurden unter Schutz gestellt, das Ablagern hatte ein Ende. Kläranlagen entstanden und die Gewässergüte stieg. Gleichzeitig intensivierte sich die Landwirtschaft und erneut drohte das Flusssystem zusammen zu brechen. Mitte der 90er Jahre dann entstand eine neue Bewegung. Aus „Rettet die Raab“ wurde die „Raabtal-Enquete“ und schließlich die Aktion „Mein m² Raabtal“. Seit 1999 wurden Spenden gesammelt, Kunstauktionen und Konzerte organisiert, ein Kanu-Event mit Versteigerung durchgeführt, Pickerln und Raabkalender verkauft. Mit den inzwischen über 250.000 gesammelten Euros und Zuschüssen aus Bundesmitteln und der Wasserverbände wurden weitere 14 ha Grund hinzugekauft und in eine, das Gewässer schützende Naturlandschaft verwandelt. Die Bevölkerung orientiert sich an diesem selbst geschaffenen Naturschutzgebiet, welches nun auch amtlich verordnet wurde. Der Raabtal-Radweg führt hier durch, eine Tschartakke entstand und Naturschutzfeste wurden gefeiert. Eine neue Fischaufstiegshilfe wurde angelegt. Der Raabtaler fühlt sich hier wieder wohl.

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Heute konnten Fehringer Berg- und Naturwächter unter der Leitung von Anton Pfundner und Mitglieder der Aktion Mein m² Raabtal das Naturschutzgebiet mit Naturschutztafeln kennzeichnen.

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Raabtal-Kalender 2015

1. November 2014
Die Fotografen und die Projektleiter von Mein m² Raabtal

Die Fotografen und die Projektleiter von Mein m² Raabtal

Im Hotel „Das Eisenberg“ in St. Martin an der Raab (Bgld) wurde der Raabtalkalender 2015 von Oskar Tiefenbach und Bgm. Franz Josef Kern presentiert. 5 steirische Fotografen, Ewald Neffe, Otto Samwald, Heinrich Strobl, Andreas und Michel Tiefenbach hatten ihre Bilder wieder gratis zur Verfügung gestellt um für die Aktion Mein m² Raabtal Geld auf zu treiben. 19 ha Grund an der Raab und ihren Altarmen im Grenzgebiet Steiermark Burgenland konnten auf diese Art auch mit Hilfe der Wasserverbände und des öffentlichen Gutes gekauft und für passive und ökologische Gewässerschutzmaßnahmen gesichert werden. In den vergangenen 15 Jahren hat die Aktion mit Hilfe zahlreicher Vereine über 280.000,- Euro aufgetrieben. Oskar Tiefenbach zeigt sich vom Fortgang der Unterschutzstellungen und Fischaufstiegsmaßnahmen zufrieden. Auch die Gemeinde St. Martin hat mit Hilfe des Naturschutzbundes Burgenland nun 0,6 ha Gemeindeschutzflächen angekauft. Über 90 Gäste hörten die Ausführungen und sahen die Schätze in Form der presentierten Bilder. Es gibt nur 800 Kalender und die Nachfrage ist sehr hoch. Den ganzen Beitrag lesen »

Naturaufnahmen zu Klänge der Natur

18. Mai 2012

Die Raab ist ein wichtiger Lebensraum. An ihren Ufern spielt es sich ab. Auch wenn man bei Feldbach nicht gerade von sehr natürlichen Gegenbenheiten reden darf. Deshalb wurde auch eine andere Lokation für die Film- und Stimmenaufnahmen gewählt. Im Mein m²-Raabtal – Projektgebiet Hohenbrugg/Raab wurden besonders schöne Szenen zum Begleitfilm Klänge der Natur gedreht. Neben Eisvogel, Reh und Pferdeweide gab es auch einen Nachtreiher und eine umherstreifende Storchengruppe zu beobachten. Das Filmteam war vom Aufnahmeset beeindruckt. Hier bei uns so eine tolle Naturlandschaft zu erleben, damit hatten sie nicht gerechnet. Den ganzen Beitrag lesen »

Raab-Auenfest in Hohenbrugg/Raab

23. Juni 2011

„Mein m² Raabtal“ nennt sich die Aktion des Österreichischen Naturschutzbundes, Bezirksstelle Feldbach. Seit 1999 gibt es sie. Inzwischen wurden € 250.000,- mit Hilfe der Bevölkerung gesammelt und 180.000 m² Grund an der Raab im Bereich Hohenbrugg-Schiefer angekauft. Genug dafür, dass nun ein Projekt der Wasserwirtschaft greifen kann. Es nennt sich Open-Wehr und bedeutet, dass der Fluss für die Fische wieder durchgängig gemacht werden soll. Denn durch einige Kraftwerke zwischen St. Gotthart und Fehring gibt es keine Möglichkeit für ettliche Fischarten in die oberen Bereiche des Flusses zu gelangen um dort ihren Laich abzulegen. Deshalb fehlen diese Fische auch auf der österreichischen Seite der Raab.

Alle 2 Jahre läd man zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Hohenbrugg deshalb zum Auenfest um auch ein Resümee über die vergangenen Jahre zu ziehen und Zukunftspläne zu präsentieren. Eine Übersicht über die Ereignisse gibt auch die Homepage der Aktion www.raabauen.at . Obmann Oskar Tiefenbach, Naturschutzbund-Präsident Johannes Gepp, Hofrat Josef Wagner aus Oberwart und Adolf Haluschan aus Feldbach präsentierten ihre Arbeiten zum Thema Naturschutz und Wasserwirtschaft. Anschließend wurde eine Exkursion durch das Auengebiet gleich von mehreren Biologen für die Anwesenden durchgeführt. Trotz anfänglicher Schlechtwetterwarnungen wurde es schließlich ein prachtvoller Frohnleichnamstag mit über 1000 Gästen in den Raabauen. Den ganzen Beitrag lesen »