Forschungsabend an den Meißl-Teichen

1. Juli 2012

stehendes Tannen-Todholz

5 Forscher trafen sich um in der Umgebung von Feldbach nach Insekten zu forschen. Dazu benutzen sie mehrere Methoden. Tagsüber wird mit Keschern oder Klopfschirmen gearbeitet und die Vegetation abgestreift oder abgeklopft. Auch im Gewässer werden mit Wasserkeschern die Insekten herausgefangen. Für die Nacht werden Lockstofffallen und Bodenfallen errichtet. Außerdem wird mit verschiedenen Lichtfallen gearbeitet. Dazu gehören Schwarzlichtfallen und UV-Lichtfallen. Die Bestimmung erfolgt am Schirm oder wenn da nicht möglich im Labor. Dazu müssen die Insekten mit Exhaustern in einen Fangbehälter eingesogen werden. Die Forschungsergebnisse der letzten 15 Jahre haben gezeigt, dass es sich auszahlt, die Insekten zu untersuchen. In Zeiten des Klimawandels und der unbegrenzten Mobilität kommen immer mehr neue Arten nach Österreich und der Steiermark. Wie sehr sich diese Arten in unseren Ökosystemen ausbreiten muss unbedingt überwacht werden. Es könnte zu großen Schäden in menschlichen Kulturen kommen. Gleichzeitig können aber Schadausmaße von Schadarten besser eingeschätzt werden. Nicht immer ist die Chemische Keule notwendig. Oft regelt es die Natur selbst, man muß ihr nur genug Zeit lassen. Den ganzen Beitrag lesen »

Schätze der Nacht – Nachtschmetterlinge

16. Juni 2012

Abendpfauenauge

Wie finde ich Gold, Messing oder Achate? Ich gehe in den Wald. Dort stelle ich ein Zelt auf, schalte ein Licht ein und warte. Und schon sind sie da – die Träger der Edelsteine. Goldeule, Messingeule, Achateule, Silberfleck usw. Natürlich ist es nicht ganz so einfach. Aber an ausgewählten Standorten findet man noch relativ unberührte und artenreiche Naturresserven. So auch an den Kornberger Teichen oder im Fisswald, deren Waldbestände und hohe Luftfeuchtigkeit ein Garant für gute Ergebnisse ist, wenn man es von Seiten eines Forschers betrachtet. Von der Artenvielfalt etwas überrascht waren die beiden Forscher Leo Kuzmits und Rupert Fauster. Mit 4 Lichtfallen gelang es zahlreiche Arten zu ködern. Den ganzen Beitrag lesen »

1. Leuchtabend an den Meißlteichen

30. Mai 2012

Rupert Fauster und Leo Kuzmits, die beiden Schmetterlingsforscher haben mit Bernd Wieser zusammen eine Vorbegehung der heurigen Untersuchungsgebiete durchgeführt. Zuerst war man im Fissgraben in Oedt bevor man zu den Kornberger Teichen (Meißlteiche) nach Kornberg fuhr und dort nach idealen Leuchtpunkten Ausschau hielt. Leo Kuzmits hat auch schon seine Leuchtschirme in Stellung gebracht und auch Hausherr Meißl war anwesend und erzählte von der jüngeren Geschichte der Teiche. Nach einer verregneten Nacht hatte Leo immerhin die ersten 50 Arten des heurigen Jahres feststellen können.

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Waldexkursion Kornberger Teiche

26. Mai 2012

Bei einer Vorbegehung der Kornberger Teiche für das heurige Forschungsjahr habe ich einige Schnappschüsse gemacht. Schon vor 20 Jahren waren die Kornberger Teiche Ziel einer Forschung über die Verbreitung von Flechten im Südoststeirischen Vulkanland. Das Besondere an diesen Teichen ist die West-Ost-Ausrichtung des Grabens und die damit in Zusammenhang stehende Ozeanität (geringere Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen zwischen Tag und Nacht, bzw. Winter und Sommer), die die Teichflora und Fauna von übrigen Teichen der Umgebung unterscheiden. Man findet hier auch Westeuropäische Arten, wie z. B.: den Roten Fingerhut -Digitalis purpurea oder die seltene Tannen- und Fichtennadelflechte Fellhanera bouteillei. Eine weitere Flechtenart auf Erlenborke Fellhanera gyrophorica wurde hier als Typuslokalität von mir gefunden. Das bedeutet, dass dieses Vorkommen zur Beschreibung einer neuen Art herangezogen wurde. Fellhanera gyrophorica wurde sonst nur in Urwäldern gefunden. Das heißt wiederum, dass auch der Standort Kornberger Teiche ein urwaldähnliches Kleinklima bildet, welches wiederum zu einem reichhaltigen Wachstum seltener, sonst im Bezirk kaum vorkommender Pflanzenarten führt. Den ganzen Beitrag lesen »