Blauracken-Kalender

29. November 2018

Der erste Blaurackenkalender ist da und wurde mit großem Publikum im Haus der Vulkane vorgestellt. 13 Seiten mit Fotografien von Oliver Gebhard, Andreas Tiefenbach, Alois Absenger, Michael Tiefenbach und Alois Bresnik wurden vom Maler Alois Bresnik als Vorlagen für Aquarelle genutzt. Der Künstler aus Pölten bei Klöch lebt inmitten einer Naturlandschaft und lies sich diesmal von Naturmotiven für seine Arbeit leiten. Die Originalbilder wurden von Stradnern Unternehemern und 2 Mitgliedsgemeinden des Blaurackenvereines gekauft und somit auch die Kosten für die Kalenderproduktion gedeckt. Der Reinerlös kommt den Artenschutzprojekten des Vereines LEiV zu Gute. Karl Lenz hat diese, großteils neuen Partner für den Verein geworben und viele von ihnen sind auch gekommen um ihre Bilder zu übernehmen. Die Anwesenheit und Dankesreden von LAbg. Franz Fartek und Bgm. Gerhard Konrad zeigen die Bedeutung der Tätigkeiten des Blaurackenvereines. Mag. Bernard Wieser konnte in seinem Vortrag über die abgebildeten Arten die Gefährdungsursachen einschränken und bittet die Anwesenden um Mithilfe in der Meinungsbildung. Schon jetzt sind große Schritte getan. Der Verein bewirtschaftet 300 Wiesen und ist der größte Bio Grünlandbetrieb in der Region.

Neue Wohneinheiten für die Blauracken

13. März 2015

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Nach wochenlanger Vorbereitung wurden nun auf mit den Grundbesitzern vereinbarten Flächen 10 neue Blauracken-Nistkästen errichtet. Vor allem im Talgebiet des Sulzbaches sind damit leider fast alle natürlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, die auch Sinn für eine Brut ergeben. Jedenfalls mangelt es den Mitarbeitern des Blaurackenvereines nicht an Engagement und Projektleiter Mag. Michael Tiefenbach und Mag. Bernard Wieser sehen damit die Vorbereitungsarbeiten für die heurige Brutsaison zum Großteil für erledigt an. Doch noch sind die Ansitzwarten wieder zu errichten, die während der Wintermonate gelitten haben und einige Wiesen neu anzulegen. Den ganzen Beitrag lesen »

Blauracken-Tag

11. Juli 2014

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Gerade noch rechtzeitig, bevor die jungen Blauracken ausfliegen wurde zusammen mit der Naturparkakademie ein Blaurackentag in Stainz bei Straden abgehalten. Nachdem das Wetter nicht ganz mitspielen wollte, zog man die Vorträge der Exkursion vor. Bernd Wieser, Geschäftsführer von L.E.i.V., dem Blaurackenverein erklärte, wie es zum Blaurackenprojekt kam, welche Aufgaben der Blaurackenverein erfüllt und wie die Gebietsbetreuung im Europaschutzgebiet abläuft. Karoline Kreimer-Hartmann stellt die Naturparkakademie vor. Ihre Aufgabe ist die lokale Koordination von Veranstaltungen zu Naturthemen. Michael Tiefenbach ist seit Beginn dabei und hat unzählige Daten zu den Blauracken gesammelt. Mit raffinierten Methoden hat er die Lebensweise der Blauracken untersucht und stellt einige dieser Ergebnisse dem interessierten Publikum vor. Durch die Langzeitberingung ist die Altersstruktur bei den Vögel erforscht. Der älteste Vogel im Gebiet ist demnach 8 Jahre alt. Die Bereitschaft zur Brut beginnt schon im ersten Jahr. Die Rückkehrrate der Blauracken steigt wieder an. Die Todesursachen im Brutgebiet sind zu 65 % dem Verkehr zuzuordnen, nur 25 % entfallen auf natürliche Feinde der Rest auf Krankheiten und andere Ursachen. 16 tote Vögel wurden seit Beginn der Untersuchung im Brutgebiet gefunden. Auch zu den Schutzmaßnahmen im Gebiet wird Michael Tiefenbach ausführlich. Die Nistkästen waren einer 10jährigen Entwicklung unterzogen, bis man zu den idealen Maßen für Einflugloch und Tiefe, und zum ganzheitlichen Schutz gegen Marder gefunden hatte. Mit Geolokatoren konnte die genaue Zugroute eines Vogels dargestellt werden. Die Vögel sind im Brutgebiet von ca. Mitte bis Ende April bis September. Danach überwinterte ein markierter Vogel im Grenzgebiet von Botswana zu Namibia, wo er am 21. Dezember eintraf, blieb dort für 3 Monate und kehrte relativ rasch wieder ins Brutgebiet zurück. Das Mittelmeer und die Sahara wurden zügig überflogen. Dann folgten kurze Verschnaufpausen. Diese fundamentalen Erkenntnisse schließen Lücken und Fragestellungen zu den Zugwegen. Denn da fallen die meisten Vögel der Poppulation aus. Den ganzen Beitrag lesen »

Blauracke am Balkan

14. April 2014
Michael Tiefenbach - Feldbach, Styria - Geolokatoring in Montenegro, Ringing in Austria

Michael Tiefenbach – Feldbach, Styria – Geolokatoring in Montenegro, Ringing in Austria

Mit Geolokatoren in Montenegro ausgestattete Blauracken haben das Mittelmeer in ihre Winterquartiere überquert und sind auch wieder zurückgekommen. Wie genau dies passiert ist noch nicht bekannt. Bekannt ist, dass beringte Blauracken in Italien aufgetaucht sind. Ob es diesselben waren, kann man nicht sagen, weil diese nicht gefangen wurden. Seit das Projekt Blauracke in Montenegro in der Saline bei Ulcin läuft, sind dort die Bestände angewachsen. Das Gebiet hat eine Größe von ca. 15 Km² und ca. 15 Brutpaare brüten dort. Nebenbei ist es eines der wichtigsten Vogelgebiete Montenegros und an der Adriaküste. Denn auch Flamingos brüten dort, neben allerlei seltenen anderen Brutvögel. Durch nicht astreine Veräußerungen seitens der Regierung hat ein Grundstücksspekulant diese Flächen um einen Spotpreis erworben und plant nun Golfplätze und Hotelanlagen zu bauen. Immer wieder passieren Übergriffe auf die Vogelwelt. Letztes Jahr wurden alle Flamingoeier (ca. 100 Brutpaare) gestohlen. Die Blauracken-Nistkästen aus der Steiermark wurden mit Schrott beschossen. Außer in der Saline vermutet man aber auch noch andere Vorkommen in Montenegro. Den ganzen Beitrag lesen »

Kommt jetzt auch der Habichtskauz zu uns?

24. März 2014
Karl Satzer, seit 25 Jahren aktiver Naturschützer aus Bairisch-Kölldorf

Karl Satzer, seit 25 Jahren aktiver Naturschützer aus Bairisch-Kölldorf

In den letzten beiden Jahren hat es in der Steiermark vermehrt Beobachtung von Habichtskäuzen (Strix uralensis) gegeben. Außerdem wurden bei den diversen Auffangstationen mindestens 6 Habichtskäuze abgegeben, die mit Fahrzeugen, Fenstern oder Leitungen kollidierten. Der Habichtskauz ist von der Größe her der 2. größte Nachtgreif nach dem Uhu. Die südliche (Balkan-) Poppulation bevorzugt Buchenwälder. Seine Ausbreitung beruht wahrscheinlich auf günstige Entwicklungen in diesen Wäldern in den letzten Jahren auf dem Balkan. Denn die Habichtskäuze kommen aus dem Süden zu uns. Mit diversen Auswilderungsprojekten möchten wir hier nicht konfrontiert werden, weil ohnehin ein Druck da ist. Da werden schon eher Nisthilfen von Nöten sein. Denn der Habichtskauz bewohnt alte höhlenreiche Wälder, die bei uns nur noch stellenweise vorhanden sind. Der Kauz ist nicht scheu, was wahrscheinlich für sein Aussterben vor ca. 150 bis 200 Jahren in unseren Breiten gesorgt hatte. Er ernährt sich vorwiegend von Mäusen, Fröschen und Insekten. Trotzdem ist Vorsicht geboten. In der Nähe seiner Brut duldet er keine Menschen.

Michael Tiefenbach und Karl Satzer mit seinem Team haben für Habichtskauzwohnungen im Europaschutzgebiet gesorgt. Bernd Wieser hat mit den Waldbesitzern gesprochen um Standorte für die großen Nisthilfen zu organisieren. Letzte Woche war es dann so weit. 15 Kästen wurden errichtet. Den ganzen Beitrag lesen »