Mura-Drava-Danube Transboundary Biosphere Reserve

30. Oktober 2011

55 Vertreter von Behörden und Naturschutzorganisationen von 5 Staaten – Kroatien, Österreich, Serbien, Slowenien, Ungarn – trafen sich zu einem Koordinationsmeeting in Budapest. Es geht um die Verwirklichung eines Weltweit einzigartigen Schutzgebietes über 5 Staaten hinweg. Die Achse zwischen Balkan und Alpen soll entlang der Flüsse Donau, Drau und Mur auf einer Länge von über 700 Kilometer und einer Fläche von 800.000 Hektar zustande kommen. Das Instrument dazu ist das, von der UNESCO ins Leben gerufene Biospheren-System, welches sich rund um den Globus in zahlreichen Staaten seit den 70er Jahren etabliert hat. Das Biospherensystem nützt der Erhaltung der Artenvielfalt. In Österreich existieren zur Zeit 6 Gebiete:

(Quelle: www.unesco.org)

Nationalpark Nockberge und Lungau sollen der nächste Biospherenpark werden. In der Steirischen Naturschutzgesetzgebung sind Biospheren-Reservate bisher noch nicht vorgesehen. Ein Umstand, den es noch zu ändern gilt, wenn wir Teil haben und sein wollen an einem großartigen internationalen Entwicklungsprogramm. Die Biospheren-Richtlinien sehen eine Mindest-Kernzonengröße von 5 % des zu schützenden Gebietes vor. In Kernzonen (bei uns wohl nur der Fluss selbst) darf faktisch nichts mehr verändert werden – Hier regiert die Natur. Drum herum können jedoch Waldwirtschaft und Landwirtschaft in der bisherigen Weise durchaus weiter existieren. Eine Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit und Renaturierungsprojekte sind jedoch angestrebt. Als dritte Zone gibt es eine Kontaktzone, wo der Mensch das Ruder voll in der Hand hat. Hier sollen vor allem bildende Maßnahmen greifen und hier hat der Mensch auch den größten Vorteil aus dem Biospherenpark. Die internationale Anerkennung hebt das Gebiet über alle anderen Schutzgebiete hervor. Das angestrebte Ziel ist die Einbringung des Flusses und seines Umlandes ab dem Kraftwerk in Spielfeld. Auch einige Zubringer zur Mur sind im Plan eingebunden. Den ganzen Beitrag lesen »