Bat-Night in Klöch

4. Juni 2016

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Die Klöcher Fledermäuse gaben sich alle Mühe um die schaulustigen Gäste der Bat-Night zu beeindrucken. Das nächtliche Schauspiel des gemeinsamen Ausfliegens erinnert an BBC-Dokumentationen über große Fledermaushöhlen in den Tropen. Nur mit dem Unterschied, dass man diesmal live dabei war. Die Fledermäuse jagten zwischen den Teilnehmern der Bat-Night durch und kümmerten sich nicht weiter um die Menschen. Wir gehören halt nicht in ihr Beuteschema. Aus dem Dachstuhl hörte man das Zwitschern der über 1500 Fledermäuse. Obwohl man die Fledermäuse wärend ihrer Flugeinlagen kaum hört, mit Außnahme des Flügelgeräusches funktioniert das Echeolot im Hochfrequenzbereich, gibt es in der Wochenstube eine Verständigung durch Soziallaute. Und beim Ausfliegen sind diese Laute besonders deutlich zu hören. Da verabschieden sich die Mütter von ihren Jungen um sie bei der Rückkehr im Morgengrauen wiederzufinden. Über uns zogen sie dann in Richtung Wald von dannen.

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In der Vinothek gab es Vorträge über die Methoden zur Fledermauserhebung. Primoz Presetnik stellte alle gängigen Varianten der Suche nach den Säugetieren vor. Auch deren Biologie kam nicht zu kurz. Oliver Gebhard gab eine Übersicht über die besonderen Arten Langflügelfledermaus, Große Hufeisennase und Großes Mausohr. Auch die Forderung nach dem Schutz dieser Arten, die inzwischen schon in ganz Mitteleuroa zu echten Raritäten werden, galt es auszudrücken. Eine Diskussion über die immer stärker werdende Freizeitnutzung beim Klettern und das Feuer machen vor oder in den Höhlen zeigte die heutigen Bedrohungsbilder, neben den verstärkten Einsätzen von Insektiziden in der Landwirtschaft und im privaten Bereich. Bernd Wieser erklärte das Natura2000-Netzwerk und seine Aufgaben im Bereich der Fledermäuse. Dass die Arbeit mit den Kindern ein Schlüssel zum erfolgreichen Schutz dieser Arten sein kann und dass man sich dieser Arbeit in Zukunft noch mehr widmen möchte, war Inhalt seines Vortrages. Die Steirische Naturparkakademie mit Karoline Kreimer-Hartmann und der Verein Lebende Erde im Vulkanland mit Bernd Wieser arbeiten für diese Veranstaltung jedes Jahr eng zusammen. Den ganzen Beitrag lesen »

Pilzkurs in St. Jakob im Walde

6. Oktober 2013

Im Europaschutzgebiet Steirisches Joglland wachsen nun die Pilze. Der Anlass um einen Pilzkurs über den ESG-Betreuer Emanuel Trummer und die Steirische Naturparkakademie, vertreten durch Karoline Hartmann-Kreimer durchzuführen. Dies soll die Menschen motivieren, ihren Lebenraum Wald mehr zu schätzen und die Vielfalt zu erleben. Die beiden Pilzfachleute Heinz Prelicz und Bernard Wieser kamen aus dem warmen Süden der Steiermark um den Kurs abzuhalten. Ausgangspunkt war der Gasthof Orthofer in Filzmoos auf ca. 1100 m Seehöhe. Umgeben waren wir von Wald, in erster Linie Fichtenforst, dazwischen aber auch Kiefer, Lärche und Birke und Viehweiden. Nur selten standen am Waldrand einige Buchen oder an den Wegrändern Eschen, die noch an die Zeit des Schneitelns erinnerten. Die ausgedehnten Waldung sind sehr einladend. Doch schon nach kurzer Zeit fehlte es uns an der Orientierung. So wurde aus einer 2stündigen Exkursion eine 4stündige mit Abholung durch die Kollegen von einem weit entfernten Hof. Nach der Rückkehr wurden die heimischen Pilz-Schmankerln der Familie Orthofer verkostet, bevor es an die Ausstellung und Pilzberatung ging. Über 100 verschiedene, darunter 42 essbare und 7 giftige Pilzarten wurden gefunden und nach Verwandtschaft sortiert. Besonders viele Fichten-Steinpilze, Lärchen-Röhrlinge, Goldröhrlinge, Hohlfußröhrlinge, Schönfußröhrlinge, Butterpilze, Hexenröhrlinge, Reifpilze, Kremplinge, Kuhmäuler, Eierschwammerln verschiedene Knollenblätterpilze, Rüblinge, Ritterlinge, Schleierlinge, Täublinge und Milchlinge, ja sogar eine Krause Glucke (wächst nur bei Kiefern) wurden gefunden. Eine Liste wurde zusammengestellt. Natürlich können nicht alle Pilze im Feld bestimmt werden und manche gleich gar nicht, auch nicht von den Experten. Zu umfangreich ist die österreichische Pilzwelt. Doch die häufigsten Arten und der Umgang mit der Essbarkeit und den Giftpilzen lassen sich bei ständigem Besuch von Kursen erlernen. Den ganzen Beitrag lesen »

BATNight in Klöch

15. Juni 2012

Beim Gasthof Palz in Klöch gab es gestern zwei Vortäge über Fledermäuse, die über die Marktgemeinde, den Verein L.E.i.V. und die Naturparkakademie Steiermark organisiert wurden. Primoz Presetnik, Forscher aus Laibach, untersucht seit 2003 die Fledermauspopulationen im Südoststeirischen Hügelland im Auftrag des Vereines Lebende Erde im Vulkanland. Er präsentierte seine Ergebnisse einem auserwählten Publikum. Die Entwicklung bei den Langflügelfledermäusen liegt ihm besonders am Herzen. Er ist auch für die slowenischen Langflügelfledermäuse der Artenschutzverantwortliche und unsere kleine Wochenstube dürfte im Konnex zu den slowenischen stehen, was noch nicht bewiesen ist. Insgesamt 18 Arten konnten inzwischen nachgewiesen werden. 10 davon in Klöch und damit ist Klöch eine Fledermaus-Hauptstadt in Österreich. Wichtig ist auch, dass hier die wahrscheinlich größte Fledermaus-Wochenstube (Weibchen sammeln sich in Wochenstuben, um hier ihre Jungen auf die Welt zu bringen) Österreichs ist. Er hofft, dass sich die Klöcher zu ihren Fledermäusen bekennen, was nach dem heutigen Tag ja zumindest schon einmal von den Schülern zu erwarten ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Baggern für den Naturschutz

20. Mai 2011

 

Ein Seminar zum Thema „Revitalisieren von land-, forst- und wasserwirtschaftlichen Flächen“ fand in Burgau an der Lafnitz in der biologischen Station der BIOLARGE (Biologischen Arbeitsgemeinschaft) statt. Veranstalter waren die Gebietsbetreuung des Europaschutzgebietes Lafnitztal, die Biologische Arbeitsgemeinschaft und die Naturparkakademie. Mag. Elisabeth Pölzler-Schalk, Mag. Emanuel Trummer und Ing. Gerhard Schmidl waren die Exkursionsleiter und erklärten die Zusammenhänge bei der Wiederherstellung von Biotopen im Rahmen verschiedener Projekte und auch die bereits stattgefundenen Anreicherungen an Artenpotentialen in diesen Lebensräumen. Gezeigt wurden unter anderem die Revitalisierungsstecke des Hühnerbaches bei Fürstenfeld, sowie des Zusammenflusses von Lafnitz und Safen, die Dünenäcker von Burgau  und die Waldumwandlungen bei Wörth. Karoline Krainer-Hartmann von der Naturparkakademie informierte über bevorstehende Veranstaltungen ihrer Organisation. Den ganzen Beitrag lesen »