Waldtag der Neuen Mittelschule Straden

17. Oktober 2013

Bernd Wieser vom Blaurackenverein war eingeladen, eine Schülergruppe der Neuen Mittelschule Straden einen Schultag lang zu betreuen und in die Geheimnisse des Waldes einzuführen. Dazu wanderten die schüler samt Lehrbegleitung rund um den Sazianiberg zum Sportplatz, wo am Rande der Pfarrgründe und entlang des Waldlehrpfades einige Aufgaben zu lösen waren. Als erstes mußte in der Streu nach Hinweisen auf die umgebenden Baumarten gesucht werden. Die Hauptbaumarten der Südoststeiermark, die Buche, die Traubeneiche und die Kiefer, die unsere Wälder im Großen besiedeln wurden in all ihren Einzelheiten untersucht. Die Blätter, die Früchte, die Borken und das Totholz samt zersetzenden Pilzen wurden zusammengetragen und besprochen. Eine Wanderung entlang des Waldlehrpfades lockerte die durch Kälte etwas erstarrten Kinder wieder auf. Einige Turnübungen gepaart mit den Wohlfahrtsfunktionen des Waldes brachten wieder Wärme in die Glieder. Mit Winterlinde, Edelkastanie, Feldahorn, Hainbuche und Birke wurden weitere Bäume besprochen. Der Tot einer Edelkastanie wurde erklärt. Der Rindenkrebs hatte sie dahingerafft. Sie war erst 36 Jahre alt. Die roten Pusteln sind noch auf der Borke sichtbar. Wo kann man im Wald Milch finden? Natürlich bei den Milchlingen. Nur ist diese Milch meist nicht bekömmlich. Nur orangemilchende Milchlinge kann man kochen und essen. Einige essbare und ungeniesbare Arten wurden untersucht. Nach der Pause auf der trockenen Laufbahn am Sportplatz wurden Wiesenkräuter zum Herbarisieren ausgestochen. Wie trocknet man diese Pflanzen? Zuerst werden die Wurzeln von der Erde befreit, dann werden die Pflanzen in Zeitungspapier gelegt, beschriftet und mit Druck gepresst. Dazu verwendet man schwere Sachen, wie Bücher oder volle Mineralwasserkisten. Die Kinder halfen mit beim Herbarisieren von 20 Pflanzenarten und müssen nun in den nächsten Tagen darauf achten, dass das papier immer wieder ausgetauscht wird, bevor die Pflanzen mit schmalen Klebestreifen auf eine große Papierfläche aufgeklebt werden. Wichtige Informationen zum Fundort, Datum und Finder werden zur Pflanzenart zusätzlich angegeben.

Es folgte eine Fragestunde zum Wald, Klimawandel und zu den ökologischen Zusammenhängen auf unserer Erde. Den ganzen Beitrag lesen »