Teichanlagen Wilfling

30. Juni 2013

Wilflings Teichanlagen sind gut strukturiert

Teichanlagenplaner Richard Wilfling aus Forchauberg bei Hatzendorf lud die Feldbacher Sektion des Österreichischen Alpenvereines zu einem Vortrag über die Ökologische Teichwirtschaft von Mag. Bernard Wieser. Richard Wilfling plant und baut seit über 20 Jahre Naturbadeteichanlagen. Er gehört mit seiner Hausanlage auch zu den Vulkanland-Lebensgärtnern.

Gäste vom Feldbacher Alpenverein durchkreuzen die Anlage

Vom geologischen Aufbau, Bodenbildung, Humusbildung ausgehend über die Zusammensetzung von Arten in einem Lebensraum reichen die Themen von Mag. Bernard Wieser. Entscheidend ist das Wachsen und Altern eines Teiches. Jeder Lebensraum braucht Jahrzehnte, bis sich das Gleichgewicht einstellt. Wer viel herumrührt und ständig verändert, wird nur Misserfolge ernten. Das Eindringen von Nährstoffen in den Kreislauf ist möglichst zu vermeiden. Nährstoffarm sind Dachrinnenwässer. Die ersten Jahre sind geprägt von Veränderungen. Pionierarten ziehen in den Teich ein. Amphibien kommen zuerst, dann folgen Insektenarten (Libellen, Wanzen und Käfer), deren Larven sich von den Kaulquappen ernähren. Mit der Zeit nehmen die mobilen Nährstoffe ab. Der Teich wird für die meisten Amphibienarten uninteressant, oder es stellen sich Nachfolger ein. Die Molche übernehmen den Platz der Braunfrösche und Kröten. Natürlich werden auch Ringelnattern oder Würfelnattern diesen Lebensraum finden. Auch für Säugetiere sind Teiche wie Magneten. Marderarten, wie Steinmarder oder das Wiesel trauen sich in die Nähe der Gewässer. Bisamratten kommen dort, wo der Teich an ein Fließgewässer angrenzt. Schon kleine Teiche haben das Potential für Brutvögel. Wenn sich ein Ried aus Gräsern, Schilf oder Rohrkolben bildet haben Rallen oder Rohrsänger gute Chancen. Natürlich ist alles eine Frage der Ungestörtheit. Wasservögel schleppen Fischeier mit ein. Daraus entwicklen sich meist Stillwasserfische, die den Teichen nicht schaden. Schlecht sind Karpfenartige für die Entwicklung. Sie wühlen und bringen neue Nährstoffe und Algenwuchs.

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