Im NATURA2000 Gebiet Pomurje

2. Mai 2014
Das Frauen Boot mit Heli

Das Frauen Boot mit Heli

Am 1. Mai fand ein Ausflug unseres Vereines auf die Mur in Slowenien statt. Der Verein Mura Rafting unter Organisation von Simon Balacic und seinem Vater empfing uns an der Babic Mühle bei Versej. Das alte Wasserrad auf den Floosen mit seinen Zahnrädern begeistert immer wieder. 2x ist die Mühle bereits abgebrannt aber niemals untergegangen. Der Mühlenstandort mußte jedoch aufgrund von Flusslaufveränderungen mehrmals gewechselt werden. Über 90 Mühlen gab es zu Spitzenzeiten auf der slowenischen Mur. Heute ist nur noch die Babic-Mühle aktiv. Einige weitere Mühlen sind nur noch zu Schauzwecken erhalten worden. Nach einer kurzen Auführung durch Bernd Wieser und einer Mühlenführung durch den 82jährigen Inhaber der Mühle (in 3. Generation seit 1927) konnten wir endlich nach einer kurzen Einweisung und den Sicherheitsformalitäten auf die Raftingboote steigen und den Fluss in all seiner Schönheit erleben. Das Hochwasser hatte die Au etwas überflutet, reichte aber nicht bis zur Dammkrone. Das Wasser floss schnell und so mußten wir kaum paddeln. Bei der Liebesinsel in Izakovci gingen wir erstmals an Land zu Kaffee und Gibanica, einer regionalen Süßspeise. Die Sonne lachte vom Himmel und auch die Gesichter der Mitfahrenden erhellten sich zunehmend. Simon erzählte uns die 2 verschiednene Erklärungen, warum es denn die Liebesinsel sei. Bei einer Erklärung hielten die Männen ihre Mädchen einige Zeitlang hier ohne Boote fest bis sie einwilligten. Einer anderen Geschichte nach hatte eine Gräfin eine Affäre mit ihrem Stallburschen. Das mußte aufgrund der Standesunterschiede geheim gehalten werden und so zog man sich hierher zurück. Heute ist die Insel ein beliebtes Ausflugsziel mit einer Brücke ans Festland verbunden. Eine Schaumühle, ein Gasthaus und einige wichtige Hinweise auf die Natur, auch ein Energiekraftpunkt befinden sich hier. Die anlegestelle für die Raftingboote sind nach natürlich obligat. Viele dieser Buchten verteilen sich auf der slowenischen Mur um wieder an Land zu gelangen. Dafür werden die Schotterinseln geschont, auf denen Flussregenpfeifer, Flussuferläufer, Gebirgsstelzen oder Stockenten brüten. Zwischendurch hörten wir den ersten heurigen Pirol und einen Halsbandschnäpper, verschiedene Spechte, Buchfinken, Stieglitze, Meisen und Amseln aus der Aue rufen. Den ganzen Beitrag lesen »