Ramsarwanderung an der Mur in Podturen – Kroatien

3. Februar 2020

Busgruppe aus der Steiermark

Bei Sonnenschein und warmen 15 °Celsius fand die diesjährige Ramsar Wanderung in dem kleinen Grenzort Podturen in Kroatien an der Mur ihren Ausgangspunkt. Über 700 Wanderer haben die Organisatoren sichtlich überrascht. Auch aus der Steiermark kamen fast 100 Teilnehmer. Schon während der Busfahrt erklärten Naturpark Direktorin Stanka Dessnik und LEiV-Geschäftsführer Mag. Bernard Wieser vom Internationalen Murschutzkomitee, warum dieser Tag so wichtig für uns Menschen ist. Der Klimawandel hängt weltweit auch mit dem Absinken der Oberflächen-nahen Grundwässer ab und wir haben in den letzten 150 Jahren diese Feuchtflächen weltweit um 85 % reduziert. Den ganzen Beitrag lesen »

Bericht von der 18. Ramsarwanderung

30. Januar 2017

In der Gemeinde Sv. Martin na Murje trafen sich die Ramsarwanderer erneut zum traditionellen Marsch für eine Staufreie Mur. Teilnehmer aus Österreich, Slowenien und Ungarn besuchten diesmal die Kroatische Veranstaltung. Es wird ja in jedem Jahr ein neues Stück Murufer begangen. Der diesjährige Abschnitt gehört zum Regionalpark Medimurje, der inzwischen auch schon Biosphärenpark geworden ist. Weitlaufenden Altarmsysteme grenzen im Hinterland an die Mur, eine Schiffsmühle wird gerade erneuert, Aussichtstürme versprechen einen Blick auf seltene Wasservögel und andere Naturreichtümer, der Biber ist allgegenwärtig und die alten Zillen laden zu einer Bootsfahrt auf der Mur oder auf einem Atarm ein. Die Anzucht des vom Aussterben bedrohten Medimurje Pferdes ist ebenso mit einem 8 ha großen Koppelbereich und einem Freilaufstall im Programm. Insgesamt 900.000,- Euro hat die EU zur Aufwertung dieses Abschnittes an der Mur investiert. Doch noch ist die Mur in einem engen Korsett. Die Regulierungen von 1875 sind nach wie vor da und die Mur hat sich um mindestens zwei Meter eingetieft. Die Schotterinseln, die man sieht, kommen aus Österreich, wo Aufweitungen Schotter in die Mur einbringen. Es wird also Zeit sich etwas zum Sedimentregime zu überlegen, sonst werden wir alle in Zukunft draufzahlen. Die Landwirtschaft und das Trinkwasser sind heute schon ärgstens bedroht. Den ganzen Beitrag lesen »