Geplante Staudämme am Balkan

20. Januar 2014

EURONATUR schickt uns die Planungen für neue Wasserkraftwerke am Balkan. Quasi alle Flußläufe sind zu 100 % projektiert. Was das für das sensible Klima am Balkan und damit auch bei uns bedeutet, können wir am Beispiel Spanien sehen. Dort geht ohne Bewässerung nichts mehr. Die Grundwasservorräte sind aufgebraucht, Trinkwasser nicht mehr verfügbar. Klimaschutz geht jedenfalls nicht so.

An der Ramsarwanderung kann man noch teilnehmen. Bitte ein Mail an bernard.wieser@utanet.at schicken. Wir fahren mit Bussen nach Kotoriba – Kroatien.

Neues vom internationalen Murschutzkomitee

12. Dezember 2013

 

Die Initiatoren des internationalen Murschutzkomitees trafen sich in Kroatien in der Gespannschaft Medjimurje in Kotoriba um die nächstjährige Strecke der Ramsarwanderung abzuschreiten. Zusammen mit der Gemeinde Kotoriba, der Korbflechtergemeinde Kroatiens, wird die nächste Wanderung am 2. Februar 2014 hier durchgeführt. Der Ort hat inzwischen schon Anschluss an den Murradweg R2, der vom Ursprung in Salzburg bis zur Mündung bei Legrad führt. In Kotoriba gibt es auch einen Eisenbahnanschluss nach Ungarn und den gibt es schon seit der K&K-Zeit. Berühmt sind die alten riesigen Kopfweiden, die sich rund um das Dorf und in den Murauen befinden. Von Kotoriba aus geht es flussaufwärts durch ehemaliges Augelände, jetzt durch Dämme trockengelegt, bis in die Murauen, die hier die Grenze zwischen Kroatien und Ungarn bilden. Während des kalten Krieges waren diese Auen unzugänglich. Überall standen Militärposten an beiden Seiten des Flusses. Nun haben die Fischer aus den umliegenden Dörfern den Fluss wieder erobert. Kotoriba heißt übersetzt Fischerdorf (Kot – Fisch). In den Auen finden wir überall die Spuren des Bibers. Die Eingedämmten Flächen der Mur sind häufig unter Wasser, zu eng ist das Bett seit 40 Jahren, seit es diesen Damm gibt. Das umliegende Wasser fließt jedoch nicht in Richtung Mur zurück, nein es rinnt nach Süden zur Drau. Warum? Weil es dort durch die Staudämme zu einer Sogwirkung kommt, die von der Mur das Grundwasser abzieht. Die riesigen Altarme der Mur um Kotoriba haben in den letzten Jahrzehnten über 1 m an Wasserstand verloren, erzählt uns ein Fischer aus dem Dorf. Das ist der Preis für diese Technik! Die Böden rund um Kotoriba sind äußerst fruchtbar, die Ackerflächen sehr kleinstrukturiert. Noch leben hier viele Menschen von der Landwirtschaft. Auf Fahrrädern sehen wir 2 Korbflechter mit gekochten und gespaltenen Weidenruten am Gebäcksträger. Wir freuen uns auf den 2. Februar, den Ramsartag um wieder mit unseren Freunden zu wandern! Den ganzen Beitrag lesen »