Bericht von der 18. Ramsarwanderung

30. Januar 2017

In der Gemeinde Sv. Martin na Murje trafen sich die Ramsarwanderer erneut zum traditionellen Marsch für eine Staufreie Mur. Teilnehmer aus Österreich, Slowenien und Ungarn besuchten diesmal die Kroatische Veranstaltung. Es wird ja in jedem Jahr ein neues Stück Murufer begangen. Der diesjährige Abschnitt gehört zum Regionalpark Medimurje, der inzwischen auch schon Biosphärenpark geworden ist. Weitlaufenden Altarmsysteme grenzen im Hinterland an die Mur, eine Schiffsmühle wird gerade erneuert, Aussichtstürme versprechen einen Blick auf seltene Wasservögel und andere Naturreichtümer, der Biber ist allgegenwärtig und die alten Zillen laden zu einer Bootsfahrt auf der Mur oder auf einem Atarm ein. Die Anzucht des vom Aussterben bedrohten Medimurje Pferdes ist ebenso mit einem 8 ha großen Koppelbereich und einem Freilaufstall im Programm. Insgesamt 900.000,- Euro hat die EU zur Aufwertung dieses Abschnittes an der Mur investiert. Doch noch ist die Mur in einem engen Korsett. Die Regulierungen von 1875 sind nach wie vor da und die Mur hat sich um mindestens zwei Meter eingetieft. Die Schotterinseln, die man sieht, kommen aus Österreich, wo Aufweitungen Schotter in die Mur einbringen. Es wird also Zeit sich etwas zum Sedimentregime zu überlegen, sonst werden wir alle in Zukunft draufzahlen. Die Landwirtschaft und das Trinkwasser sind heute schon ärgstens bedroht. Den ganzen Beitrag lesen »

Ramsarwanderung 2016

10. Januar 2016

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Noch heuer soll die Genehmigung für das Wasserkraftwerk in Hrastje Mota in Slowenien gleich nach Gornja Radona erfolgen. Damit wird der freien Fliessstrecke der Mur ein 50 Kilometer Stück abgeschnitten und dem Bau weiterer, bis zu 7 Kraftwerke im NATURA2000 Gebiet Grenzmur  zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg ein Freibrief erteilt.

Am 31. Jänner treffen wir uns deshalb zur jährlichen Ramsarwanderung, zum Schutz unserer Feuchtgebiete, am 31. Jänner um 09:30 am Campingplatz in Mureck!

Die heurige Wanderstrecke der Ramsarwanderung in Mureck:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=z3wwYrrkgk40.kzigNolgCobE

Ramsarwanderung 2015

1. Februar 2015

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Razkrizje liegt knapp vor der Grenze zu Kroatien noch auf slowenischen Boden. Die Mur erreicht dort fast noch die letzten Ausläufer des Slowenischen Hügellandes. Der Fluss ist oft in mehrere Arme verzweigt und zahlreiche Totarme durchziehen das breite Talgebiet. Es ist sicher einer der schönsten Abschnitte an der Mur aus Sicht der Flussdynamik. Aus der Sicht des Auwaldes ist dies jedoch nicht so. Denn mit Ausnahme von flussbegleitenden alten Weidenstöcken hat man seit den 70ern den Auwald in eine Holzproduktionsstätte für Energiehölzer plantagenartig angelegt. Erst in letzter Zeit versucht man wieder natürliche Baumarten in den Auwald zu pflanzen. Die geometrisch exakte Ausrichtung der Pflanzungen lassen jedoch wieder wenig Struktur für die Zukunft erwarten. Der Biber hat in diesem Bereich seine Hochburg errichtet. Kein Abschnitt an der 12 Kilometer langen Wegstrecke, der nicht vom Biber besiedelt wird. Überall sieht man Biberrutschen und angenagte Bäume. Sogar die dicken Weidenstöcke werden nicht verschont.

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350 Teilnehmer waren zur Wanderung gekommen, 50 aus Österreich und auch einige Kroaten. Der Fischereiverein Tabrih unter der leitung von Franz Zizek hatte heuer ein Jubiläum zu feiern. Vor 15 Jahren hatte man erstmals eine Wanderung an der Mur veranstaltet. Man hat an alles gedacht und war gut vorbereitet. Die Wegstrecke war übersichtlich ausgewiesen, mehrere Verpflegungsstationen mit Glühwein und Tee gab es unterwegs und überall Möglichkeiten zum Rasten. Auch die Streckenführung ging zu über 90 % durch den Auwald. Nur in Dorfnähe war man auf Straßen unterwegs. Das Wetter hat gehalten, es war sogar ziemlich warm für diese Zeit. Die Stimmung unter den Wanderern war ausgelassen und der Kontakt unter den verschiedenen Nationen wie immer sehr gut. Wer einmal bei der Ramsarwanderung mitgegangen ist, wird dieses Ereignis nicht mehr vergessen. Es ist ein eigenes Flair über dieser Veranstaltung und die Hintergründe sind jeden bekannt. Es geht darum diesen letzten verbliebenen Naturraum zu halten. Den ganzen Beitrag lesen »

Murschutzkomitee trifft Wahnsinn an der Grenze

8. November 2014

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Ein fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Verein Wahnsinn an der Grenze zeichnet sich ab. Beide Seiten bekunden ihre Schutzabsichten für die Mur. Auf Einladung des Internationalen Murschutzkomitees wurde im Schloss Obermureck ein Treffen der Naturnutzer und NGO´s an der Mur in Österreich und Slowenien abgehalten. Reinhard Badinger begrüßt und moderiert, bzw. übersetzt für die zahlreich anwesenden Teilnehmer aus Slowenien und Österreich. Er wünscht sich eine zentrale Rolle des Schlosses Obermureck für die Fluss-Schutzgebiete. Schon jetzt gebe es dort eine sehr interessante Ausstellung über die Fisch- und Wasserwelt an der Mur. Den ganzen Beitrag lesen »

Schöll g´frogt zum Thema Naturschutz

20. Februar 2013

VulkanTV hat wärend der Ramsarwanderung zahlreiche Mitwanderer befragt, was sie vom Naturschutz halten. Hier die Kommentare!