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15. Mai 2013

Kein Schotter mehr für die Sulm!

Vor einigen Jahren haben ehrbare Politiker sich mit Naturschutzverbänden und Kraftwerkslobbyisten an einen Tisch gesetzt und einen Mastplan für die Wasserkraft entworfen. Unter den Begleitmaßnahmen der CO²-Klimaschutzoffensive, die Österreich seit Kyoto mitträgt, wurde vereinbart, welche Flüsse für die Wasserkraft geopfert werden sollen und welche nicht mehr. Dabei war genau festgelegt, dass Flüsse in Naturschutzgebieten ausgenommen werden. Andererseits läuft mit dem EU-Beitritt Österreichs auch die Wasserrahmenrichtlinie der EU, welche besagt, dass Flüsse in ihrem ökologischen Zustand nicht verschlechtert werden dürfen. In solchen Fällen wären Sanktionen fällig. Die Umsetzung der WRRL wurde auf 2015 festgesetzt. Einige Maßnahmen, wie die Fischgängigkeit, konnten aufgrund der Kosten nicht umgesetzt werden und wurden bereits wiederholt verschoben. Beim Einstreifen der Erträge sind die Kraftwerksbetreiber jedoch fleißiger! Durch behördlichen Irrtum wurde nun doch ein Naturschutzgebiet freigegeben, bzw. die naturschutzrechtliche Bewilligung für das Kraftwerk an der Schwarzen Sulm erteilt! Wie konnte das wohl passieren? Nun berufen sich die beiden Betreiber auf dieses unglaubliche Dokument und niemand in der sterischen Landesregierung ist bereit, diese Genehmigung zurückzuziehen. Immer wieder entstehen solche Schlupflöcher durch Beamte, die sich in der Sache nicht auskennen und trotzdem, aus welchen Gründen auch immer, agieren. Ihnen sei für ihre Rückgradlosigkeit noch in hundert Jahren dafür nicht verziehen! Die Folgen aus der Wasserkraft werden wir wohl alle tragen müssen. Schlechtes Trinkwasser, eingesenkte Täler mit Seitenerosion aufgrund fehlendem Geschiebe, Grundwasserverseuchung, absterbende Auwälder und vieles mehr. Und verdienen daran tun nur die Zerstörer!

Helft den Mitgliedern von Rettet die Schwarze Sulm!