Neue Streuobstbäume für den Blauracken-Lebensraum

29. Oktober 2015

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Mit zweijähriger Vorbereitung konnten nun die ersten nachgezüchteten heimischen Sorten in den Pachtgärten des Blaurackenvereines gesetzt werden. Nach der Streuobstkartierung in den Pachtgärten haben sich über 70 alte Sorten finden lassen. Davon wurden mit Reisern die Interessantesten von Dr. Michael Suanjak in seiner Bio-Baumschule (www.schafnase.at) nachgezüchtet. Heuer gab es die ersten 30 Bäumchen, die in der KG Stainz und KG Muggendorf auf verschiedenen Flächen nachgesetzt wurden. Damit haben wir nicht nur altes Wissen erhalten, sondern auch den Reichtum an der Sortenvielfalt erhalten. Für die nächsten Jahre sind 2-300 Bäume zur Aufbesserung der Streuobstbestände vorgesehen. Die meisten Obstgärten befinden sich im Brutgebiet der Blauracken. Auch wenn die Blauracken nicht mehr in Obstbäumen brüten, sind diese Streuobstwiesen ein wichtiges Jagdgebiet, das es ebenfalls zu erhalten gilt. Die Äpfel werden nicht gespritzt, die Wiesen nicht gedüngt. So entsteht ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Arten und eben auch die Streuobstsorten. Die Wartezeit auf die neuen alten Sorten beträgt mittlerweile bis zu zwei Jahre. Auf Wunsch werden auch Lieblingssorten veredelt oder nachgezogen. Die Jugendaufzucht eines Bäumchens mit allen Schutzmaßnahmen kostet uns ca. 100 Euro. Den ganzen Beitrag lesen »