Lendva-Seminar im Schloss Grad

2. April 2016

Vortrag20160323_100527

Der Naturpark Goricko lud ein zu einem umfassenden Seminar über das Lendva-Einzugsgebiet. Die Lendva entspringt ja bekannter Maßen in Pichla bei Kapfenstein am Osthang der Gleichenberger Kogeln, fließt dann 17 Kilometer auf steirischen Boden, bevor sie bei Kalch im Burgenland Österreich verläßt und über 70 Kilometer lang durch Nordslowenien zur Mur dendiert, zuvor aber noch in die ungarische Krka mündet. Die Krka schließlich bildet dann den größten Murzufluss überhaupt. Velimir Turk erläutert die Geologie des Einzugsgebietes der Lendva. Das Flussgebiet durchquert geologische Schichten von rezenten und tertiären Sedimenten über miozänen vulkanischem Untergrund zum bis zu 1,2 Milliarden Jahren alten Präkambrischen Urgebirge. Eisenhältige Säuerlinge entspringen dort an der südburgenländischen Schwelle zum fast 4000 Meter tiefen Steirischen Becken. Das bedingt auch einen Wechsel in der Flusschemie. Verschiedene chemische Untersuchungen zum Flusswasser und zum begleitenden Grundwasser wurden vorgestellt, sowie den ökomorphologische Zustand, der ja seit einigen Zeiten maßgebliches EU-Kriterium bildet. Der Zustand ist großteils sehr traurig und gleich einem Kanal. Das soll sich hoffentlich in Zukunft ändern. Ein großes Problem bildet auch der Lendva-Stausee, der sämtliche Sedimente aufhält und für eine Eintiefung der Lendva sorgt. Der See ist ständig vom Kippen bedroht, bildet aber durch seine breiten Schilfgürtel einen wichtigen Naturraum im Naturpark. Den ganzen Beitrag lesen »