Murwanderung

7. Januar 2018

Warum werden die Anliegen der Naturschützer von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen? Der Grund liegt in der medialen Berichterstattung. Wenn es darum geht, Argumente für die Natürlichkeit von Lebensräumen den wirtschaftlichen Überlegungen voranzustellen, wird meistens nur über Personen berichtet, die sich profilieren wollen und nicht über die Sachlage selbst, zumindest zeigt sich dass in über 90% der Artikel über heimische Kraftwerksprojekte. Lippenbekenntnisse der Politik zum Stopp des Artenverlustes seit 2 Jahren stehen nun wieder neuen Bestrebungen entgegen, die restlichen 5 % Fließwasserstrecken ebenfalls noch zu verbauen und dabei handelt es sich fast ausschließlich um rechtliche Naturschutzgebiete.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich noch immer lokale Politiker der Tragweite ihrer Aussagen nicht bewußt sind, wenn sie auch nur einen Spalt offen lassen für die Lobbiisten der Wasserkraftwerke. Wenn sich im Murtal ein Bürgermeister mit den gesunkene Grundwasserständen einen Ausbau der Wasserkraft zur Hebung dieser wünscht, dann hat er seine Hausaufgaben leider noch immer nicht gemacht. Seit Jahrzehnten finden Gewässerenquetten statt, die auf die Funktionalität der Gewässer hinweisen, auf die Vorteile der offenen Fliessstrecken für Grundwasser, Wald- und Landwirtschaft und natürlich für das ökologische Gleichgewicht und das Kleinklima.

In Slowenien, ab Trate gab es nun wiederholt eine Wanderung der Murschützer mit einer groß angelegten Informationsoffensive für die Bürger, die Medien und die Lokalpolitiker. Über 300 Wanderer kamen trotz weicher Bodenbedingungen in die Au und blieben bis lange in den Nachmittag hinein in Sladki Vrh um den Kommentaren der Ökologen und Bürgermeister zu lauschen. Das Resumee, in Slowenien ist man sich der Sachlage bewußt, in Österreich leider noch immer nicht. Den ganzen Beitrag lesen »