Kronprinz-Bäume erhielten einen LEiV-Schnitt

23. Februar 2020

An zwei Tagen wurden die Streuobstbäume des „Vulkanland Kronprinzen“, Ing. Alexander Krems aus Unterweißenbach geschnitten. Hier wird Streuobst noch ein Wert beigemessen, was sich auch in der Vielzahl der Bäume niederschlägt, sodass es auch nach 2 Tagen Arbeit immer noch ausreichend ungeschnittene Bäume gibt. Den ganzen Beitrag lesen »

Streuobstbäume für unsere Zukunft

21. Dezember 2019

Stefan Tschiggerl bereitet die Pflanzen für die Ausgabe vor

Mit der letzten Ausgabe von Apfelbäumen im heurigem Jahr haben wir insgesamt 1000 Bäume an die Streuobstgarten-Besitzer vergeben. Mit 176 alten Sorten haben wir auch einen Fundus für die Zukunft legen können. Die Bäume sind in einem Kataster an ihren Standorten erfasst. Es wird sich zeigen, welches Material Zukunfts-fit ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Sommer-Schnittkurs

1. August 2019

Baumwärter Stefan Tschiggerl leitet den Sommer-Schnittkurs

Zum ersten Mal veranstalteten die Vereine Obst.Wein.Garten Straden und der Blaurackenverein LEiV einen Sommerschnittkurs mit regem Interesse im Naturschaugarten des Hauses der Vulkane. Obstbaumwart Stefan Tschiggerl erklärte die Wachstumsphasen eines Obstbaumes und die sich daraus ergebenden Ziele, die mit einem Sommerschnitt erreicht werden können. Es wurde auf die Unterschiede zum Winterschnitt eingegangen (Stichwort Wachstum anregen vs. bremsen) und auch darauf hingewiesen, wann der Sommerschnitt entfällt. Den ganzen Beitrag lesen »

Streuobstpflege

7. Februar 2018

Streuobstäpfel ohne Spritzmittel erzeugt sind gesund

Im Steirischen Vulkanland wachsen hochgerechnet ca. 100.000 Streuobstbäume, die nicht im Spalierbaumsystem der Intensivobstgärten stehen. Es werden an die 4000 Besitzer (nur 20 % der Bevölkerung inkl. nahe Verwandte) sein, die sich diesen Bestand teilen. In guten Obstjahren sind daher  150 Kilogramm im Schnitt an Ernte möglich, also 15 Mio Kilogramm oder 15000 Tonnen Streuobst. Daraus könnte man z. B.: 8 Mio Liter Saft erzeugen. Es gäbe aber auch die Alternativen Strudel, Kompott, Marmeladen, Dörrobst und ähnliches für den eigenen Haushalt zu produzieren und natürlich diverse alkoholische Getränke. Das Fallobst bleibt liegen und wird von den Tieren im Obstgarten genutzt. Die Vielfalt unserer Obstsorten ist hervorragend. Das ist auch für die Verteilung auf die unterschiedlichen Erntezeiten und Nutzungsmöglichkeiten ausschlaggebend. Die alten Sorten haben meist noch einen natürlichen höheren Säure- und Peroxydase gehalt, welche sich auf Lagerung und Haltbarkeit auswirken und außerdem gute Geschmacksträger sind. Das Bräunen des Fleisches ist jedoch bei den Konsumenten unbeliebt, daher wurden diese Eigenschaften in der Züchtung dezimiert und somit auch der Geschmack. Vielfach treten heute bei den modernen Sorten Unbekömmlichkeiten auf, die teilweise auf das Fehlen dieser wichtigen Grundsubstanzen zurück zu führen sind. Streuobst ist in der Regel ungespritzt und gesund, während die industriellen Anlagen häufig behandelt werden und sogar mit Herbiziden am Boden gearbeitet wird.

Christian Fitz und Stefan Tschiggerln beim Streuobstschnitt

Gut zwei Drittel der Streuobstbestände im steirischen Vulkanland leiden unter Mistelbefall oder sind durch mangelnde Hygiene beim Schnitt durch gefährliche Pilze, wie den Zottigen Schillerporling befallen. Auch der Hallimasch, der vor allem dann auftritt, wenn im Garten durch Mulchen zu lange eine Mahd und Auszehrung ausgespart wird, kann dem Bestand massive Verluste zufügen. Erkennbar sind in den alten Gärten die Pflanzungsinitiativen vor und wärend des 2. Weltkrieges. Nach dem Krieg in der Mitte der 50er Jahre kamen neue Sorten hinzu, vor 30 bis 35 Jahren gab es wieder einen regionalen Pflanzenschub. Der Generationenwechsel ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Gärten zwischenzeitlich nicht betreut werden. Nach einigen Jahren wächst das Interesse wieder, dach dann sind meist schon Pflegeprobleme vorhanden.

Vermistelung führt zum Absterben der Bäume und ist eine große Gefahr für die Nachbarbäume

Unser Verein bewirtschaftet 1200 Obstbäume und setzt jährlich über 100 Bäume nach. Alle Bäume erfordern natürlich ein hohes Maß an Pflege und Reinlichkeit. Die Arbeiten finden in den Wintermonaten statt, wo wir weniger ausgelastet sind. Wir holen uns immer öfter fachkundige Personen zu Rate, um unsere Kenntnisse zu verbessern. Diesmal kam Christian Fitz aus München für einige Tage zu Besuch um uns freiwillig in diesen Hygienefragen zu unterstützen und beim Baumschnitt zu helfen. Sein fachkundiges Wissen über die Pflege hat er aufgrund seines Berufes erworben. Er ist als Garten- und Landschaftsarchitekt direkt mit dem Auspflanzen und der Pflege von Garten- und Parkanlagen betraut und führt in München eine eigene Firma. Unsere Expertenzahl ist damit wieder gestiegen. Inzwischen hat sich mit Stefan Tschiggerl aus Halbenrain ein neuer Streuobstfachmann für unseren Verein gefunden, der zusammen mit Dr. Michael Suanjak, unseren Haus- und Hofpomologen aus Niederösterreich auch um die Erhaltung seltener und würdiger alter Sorten bemüht. Im alten Kollergarten in Wieden haben wir einige Kronprinzenbäume vom Ertragsschnitt- auf Streuobstformat geändert und nebenbei Hygienemaßnahmen durchgeführt. Hans Kern aus Oberraktisch wird am 17. März einen Streuobst-Schnittkurs im Naturschaugarten Stainz bei Straden durchführen. 

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